Der internationale Schwarzmarkt hat eine neue Königsdisziplin: Endoskope. Zwei Stück, um genau zu sein – und dafür hetzt das FBI über drei Kontinente. Während ich noch prüfe, ob unsere Gartenlaube gegen medizinische Großgeräte-Diebe gesichert ist, liefert das St. Carolus-Krankenhaus in Görlitz bereits die Stoffvorlage für die absurdeste True-Crime-Story des Jahres.
FBI jagt Täter über drei Kontinente – wegen… 2 Endoskopen?!
Ja schon richtig gelesen: 2 Endoskope wurde geklaut, aus dem St. Carolus-Krankenhaus in Görlitz. Kosten? Immerhin mehrere zehntausend Euro. Beim Wörtchen Diebstahl stellen sich mir schon ein wenig die Nackenhaare auf: bei mir in der Umgebung gab’s nämlich neulich auch jede Menge Einbrüche – sogar in unserer Straße, da bin ich schon sensibilisiert für dieses Thema. Zum Glück ist unser Privathäuschen kein Zentrum für Medizintechnik. Wer weiß, wieviel diese Diebe dann bei uns abgestaubt hätten. Diese Diebe – also laut FBI eine kolumbianische Bande, die nach 10 Jahren professioneller Enteignungszüge in Peru festgesetzt wurde – haben im Lauf ihrer Karriere Medizinequipment im dreistelligen Millionenwert entwendet. Also jetzt nicht nur aus Görlitz, schon europaweit.
Koloskopie unter Freunden
Ich stelle mir da nur die Frage: wohin damit? Was konkret macht man mit dem Zeug? Freundschaftsdienstliche Koloskopien im peruanischen Hinterhof anbieten? Metalle im Hochleistungsofen einschmelzen und was Neues draus machen? Das immerhin nicht – das Federal Bureau – die schnieken Typen mit Pilotenbrillen und Windbreakerjackets, immer mit der Knarre im Anschlag – hat die Endoskope immerhin wieder in das St. Carolus-Krankenhaus zurückgebracht. Halleluja. Einmal kurz desinfizieren – wer weiß, vielleicht nämlich doch die Garten-Koloskopie – und dann wieder ab zum Einsatz.
Hilfe, Kriminalität wohin man nur schaut
Ich bin natürlich ein Frevler, der konkrete Einsatz war durchaus im Krankenhaus – nur eben in Kolumbien. Oder den USA. Vorher über Verschiffung und Schwarzmarkt fachmännisch zum richtigen Ort gebracht. Schon krass, diese Kriminalität, die auf Krankenhausfluren lauert. Zunehmend aggressiveres Patientenklientel, das schon mal mit dem Messer in der Notaufnahme auftaucht – und jetzt auch noch geklaute Geräte. Wo soll das noch hinführen. Naja, Kevlar-Westen sollen ja auch leicht sein heutzutage, die kann man doch bestimmt unterm Kittel tragen. Nur für das Einbruchsthema muss sich jetzt aber jemand anderes eine Lösung überlegen.
Quellen
Achtung – Satire!