Seit Ende der 1970er-Jahre wurden in Europa flächendeckend Mammografie-Screeningprogramme etabliert – mit messbaren Folgen für Inzidenz und Mortalität des Mammakarzinoms. Eine populationsbasierte Auswertung aus 21 Ländern zeigt nun, wie sich Stadienverteilung und Sterblichkeit über vier Jahrzehnte entwickelt haben. Während in-situ- und Stadium-I-Karzinome deutlich häufiger entdeckt werden, gehen fortgeschrittene Tumoren und Brustkrebstodesfälle zurück – allerdings mit erheblichen Unterschieden zwischen den Ländern.
Mammografie-Screening verschiebt Stadienverteilung – Brustkrebsmortalität sinkt europaweit
Das Mammakarzinom ist mit rund 470.000 Neuerkrankungen und 120.000 Todesfällen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung und häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen in Europa. Randomisierte Studien hatten in der Vergangenheit eine 20%ige Mortalitätsreduktion durch Einladung zum Mammografie-Screening nahegelegt – doch wie schlägt sich das in der Versorgungsrealität nieder?
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