Startseite Innere Medizin Rekordverdächtig niedrige Rezidivrate bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom
„Baltimore-Dreieck“ gezielt bestrahlen

Rekordverdächtig niedrige Rezidivrate bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom

|von Stephanie Schikora

Die intraoperative Bestrahlung des sogenannten „Baltimore-Dreiecks“, einer nervenreichen, dreieckigen Region oberhalb des Pankreas, zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom. In Kombination mit einer neoadjuvanten Strahlen(chemo)therapie konnte die Lokalrezidivrate auf nur 5 % gesenkt werden – ein bisher unerreichter Wert.

Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
Eine zusätzliche gezielte intraoperative Bestrahlung des sogenannten „Baltimore-Dreiecks“ senkt die Lokalrezidivrate bei fortgeschrittenem Pankreaskarzinom auf ein Rekordtief von 5%.

Die präoperative Strahlentherapie hat sich bei Patienten mit grenzwertig resezierbaren und lokal fortgeschrittenen Pankreaskarzinomen als effektive Maßnahme zur Verbesserung der Resektabilität erwiesen – selbst bei einer Tumorinfiltration kritischer Gefäßstrukturen. Dennoch bleibt die Lokalrezidivrate hoch, insbesondere wenn sich Tumorzellen in einen nervenreichen, dreieckigen Bereich oberhalb des Pankreas ausgebreitet haben, den Dr. Amol K. Narang (Baltimore, Maryland, USA), als „Baltimore-Dreieck“ bezeichnet. In dieser Region liegt die Rezidivrate trotz präoperativer Bestrahlung bei knapp 50%.

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