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Individualisiserte Therapie

Wann hilft die Hormontherapie bei Wechseljahresbeschwerden?

|von Daniela Lukaßen-Held

Hormontherapie kann Hitzewallungen und Schlafstörungen lindern. Doch sie birgt Risiken wie Brustkrebs und Schlaganfälle. Für wen ist sie geeignet – und wann ist Vorsicht geboten?

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Studien zeigen: Bei Frauen über 70 steigt unter Hormontherapie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich. (© insta_photos/stock.adobe.com_Stockphoto: posed by a model)

Moderate und schwere vasomotorische Symptome können durch die Hormontherapie gelindert werden.
Die Hormontherapie in den Wechseljahren lindert Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen. Allerdings ist sie auch mit verschiedenen Nachteilen verbunden.

So kann sich hierdurch etwa das Brustkrebsrisiko erhöhen, ebenso wie das Risiko für Schlaganfälle. Für wen also ist die Hormontherapie geeignet? Eine Sekundäranalyse der randomisierten klinischen Studien der Women’s Health Initiative zeigt: Moderate und schwere vasomotorische Symptome können durch die Hormontherapie gelindert werden.

Jüngere Frauen profitieren ohne erhöhtes Herzrisiko

Einen signifikanten Einfluss auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnte nicht beobachtet werden. Allerdings gilt das nur für jüngere Frauen. Bei Frauen über 70 sieht die Sache anders aus. Von den Teilnehmenden hatten sich 39,3 Prozent einer Hysterektomie unterzogen. 60,7 Prozent hatten eine intakte Gebärmutter.

Untersucht wurden die Auswirkungen einer reinen Östrogentherapie sowie einer Therapie mit Östrogen plus Gestagen. Die Nachbeobachtungszeit lag bei 7,2 beziehungsweise 5,6 Jahren. Als primärer Endpunkt wurde das Auftreten kardiovaskulärer Erkrankungen definiert. Deutlich wurde:

Für die Praxis bedeutet dies, dass bei älteren Frauen Vorsicht geboten ist, wenn es um die Verordnung einer Hormontherapie geht.


Quellen

Rossouw JE et al. AMA Intern Med. 2025 Nov 1;185(11):1401. doi: 10.1001/jamainternmed.2025.6032. PMID: 40952729; PMCID: PMC12439186.

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