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Arzneimittel & Abrechnung

Markttrends, Rote-Hand-Briefe und Abrechnungstipps für den Praxisalltag

Der Themenbereich „Arzneimittel & Abrechnung“ bietet Ärzten einen schnellen, fundierten Überblick über aktuelle Markttrends, sicherheitsrelevante Arzneimittelmeldungen und wichtige Abrechnungsänderungen.

Die Beiträge beleuchten die dynamische Entwicklung des Apotheken‑ und Arzneimittelmarktes, zudem informiert der Themenbereich über essenzielle Sicherheitswarnungen wie z.B. Rote-Hand-Briefe. Auch die Abrechnungsrealität in Arztpraxen steht im Fokus.

Nutzen Sie den kompakten, interdisziplinär nutzbaren Überblick , um in Ihrem Praxisalltag Verordnungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und moderne Versorgungskompetenz zu stärken.

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En Onkologe, ein Apotheker und ein Unternehmensberater vor dem Hamburger Landgericht
Krebsarzt vor Gericht

Krebsmedikamente-Betrug: Onkologe zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Ein Hamburger Onkologe hat sich mit einem Apotheker und einem Unternehmensberater auf lukrative Rezeptvereinbarungen für teure Zytostatika eingelassen und dafür knapp 972.000 Euro kassiert. Das Landgericht Hamburg verurteilte den 65-Jährigen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft und ordnete die Einziehung der Taterträge an.
Holzwaage mit Würfeln
Nutzenbewertungen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem September 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Medizinische Fachkraft mit Stethoskop hält ein Schild mit der Aufschrift „Acute Lymphoblastic Leukaemia“ vor einem blau gestalteten medizinischen Hintergrund mit Kreuzsymbolen und EKG-Linie.
Weniger Chemotherapie, bessere Prognose

Blinatumomab setzt neuen Maßstab bei Hochrisiko-ALL

Bei Kindern und Jugendlichen mit neu diagnostizierter B-Zell-ALL des Hochrisikoprofils könnte die Immun­therapie­ mit Blinatumomab die belastende Intensiv­chemotherapie künftig teilweise ersetzen: Unter dem Einsatz des bispezifischen T-Zell-Engager verbesserte sich nicht nur das Überleben, gleichzeitig wurden deutlich weniger gefährliche Infektionen beobachtet. Für Kinder mit einer besonders risikoreichen Form der akuten lymphatischen Leukämie und hohem Rückfallrisiko eröffnen sich deutlich bessere Heilungschancen:
Blick auf den Curevac-Standort der Biontech Group
Pharmastandort Deutschland

Biontech schließt drei Werke: 1.800 Stellen betroffen

Biontech und das Aus für drei Standorte: Nach erfolgloser Käufersuche schließt der Mainzer mRNA-Pionier seine Werke in Marburg, Tübingen und Idar-Oberstein. Rund 1.800 Beschäftigte verlieren ihren Job, während das Unternehmen den Fokus konsequent auf die Krebsmedizin verlagert und tiefrote Zahlen schreibt.
Grafische Darstellung beider Lungenflügel
Asthma

Biologika bei schwerem Asthma: Deutlicher Rückgang der Exazerbationen

Seit dem „respiratory biologics boom“ ab 2015 sinken die Exazerbationsraten in der Versorgungsrealität deutlich – am stärksten bei Patienten mit schwerem, eosinophilem Asthma und Komorbiditäten wie COPD oder chronischer Rhinosinusitis. Die Versorgungslücke zwischen mildem und schwerem Asthma schließt sich.
dm Online-Apotheke
Rezeptfreie Medikamente

Online-Apotheke von dm vor Gericht: Streit um Verkauf apothekenpflichtiger Medikamente

Online-Apotheke dm-med vor dem Landgericht Karlsruhe: Die Wettbewerbszentrale will den Versand apothekenpflichtiger Arzneimittel durch die Drogeriemarktkette dm stoppen. Es geht um Wettbewerbsrecht, Arzneimittelgesetz und die Frage, ob Drogerie und Apotheke im Online-Auftritt ausreichend getrennt sind – ein Urteil mit Signalwirkung für den OTC-Markt.
Goldfisch spring in ein schöneres größeres Glas
Neue Option bei IPF in Sicht

Inhalatives Treprostinil bremst den Lungenfunktionsverlust bei idiopathischer Lungenfibrose

Bei idiopathischer Lungenfibrose bleibt der Bedarf an wirksamen Therapien hoch. In der Phase-III-Studie TETON-1 verlangsamte inhalatives Treprostinil den FVC-Verlust über 52 Wochen deutlich – mit einer medianen Differenz von 130 ml gegenüber Placebo und einer signifikanten Reduktion klinischer Verschlechterungsereignisse um ein Drittel. Der Effekt zeigte sich konsistent auch bei Patienten unter Nintedanib oder Pirfenidon. Die gepoolte Auswertung mit TETON-2 bestätigt zudem einen Rückgang akuter IPF-Exazerbationen.
ACE -nhibitoren Tablettendose
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RAS-Inhibitoren bei CKD: eGFR-Abfall ist kein Grund zum Absetzen

RAS-Inhibitoren und eGFR-Abfall: Eine kanadische Kohortenanalyse mit 4233 Patienten zeigt, dass das Absetzen von ACE-Hemmern oder Sartanen nach einem akuten Nierenfunktionsverlust das Risiko für terminales Nierenversagen um 74 % und die Mortalität um 23 % erhöht – selbst bei einem eGFR-Einbruch von mehr als 30 %.
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Desogestrel bei Risikoprofilen und Komorbidität

Desogestrel bietet östrogenfreie Kontrazeption mit Zusatznutzen: Sie bietet Vorteile bei menstrueller Migräne, PMS, Endometriose sowie für Raucherinnen, Frauen über 35 und in der Stillzeit.
Renke Eggers (v. r.) geht mit einem Blister zum 3D-Arzneimitteldrucker, um ein Medikament in gewünschter Dosierung zu drucken.
Pharmazie im Wandel

Tabletten aus dem 3D-Drucker: Individuelle Arzneimittel für schwer kranke Kinder

Am Klinikum Oldenburg entstehen Kautabletten mit exakt angepasster Dosis, Form und Geschmack – zugeschnitten auf schwer erkrankte Kinder. Wie der Drucker funktioniert, welche Sicherheitsanforderungen gelten und warum Fachleute in der Technologie eine ernstzunehmende Ergänzung zur industriellen Arzneimittelherstellung sehen.
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Terminale Niereninsuffizienz

GLP-1-Rezeptoragonisten bei Hämodialyse: Weniger Entzündung und ESA-Bedarf

Eine Real-World-Analyse mit 2.468 Hämodialysepatienten zeigt, dass Semaglutid, Dulaglutid und Tirzepatid Entzündungsmarker senken und den Bedarf an erythropoesestimulierenden Agenzien reduzieren – bei stabilem Hämoglobin. Welche Effekte die Studie im Detail belegt und was das für die Nephrologie bedeutet.
Eine stilisierte Waage mit Plus- und Minus-Symbolen auf einer Hand
1000 Nutzenbewertungen in 15 Jahren

IQWiG zieht kritische AMNOG-Bilanz

Nach 1000 frühen Nutzenbewertungenn in 15 Jahren zieht das IQWiG Bilanz: Noch immer legen Hersteller Dossiers ohne aussagekräftige Vergleichsstudien vor – selbst bei häufigen Indikationen wie Acne vulgaris oder Urtikaria. Das IQWiG zeigt am Beispiel Blinatumomab, dass randomisierte kontrollierte Studien auch bei seltenen Erkrankungen möglich sind, wenn Hersteller wollen.