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Aktuelle Evidenz und Leitlinien zu Darmerkrankungen

Der Themenbereich „Darm“ rückt Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms in den Fokus, die Ihre tägliche Diagnostik und Therapie maßgeblich prägen. Hier finden Sie fachlich fundierte Beiträge zu aktuellen Studien, Leitlinienänderungen und klinischen Entwicklungen, die Sie dabei unterstützen, Ihr Vorgehen evidenzbasiert zu überprüfen und anzupassen.

Neuste Artikel

Mann hält sich Bauch mit beiden Händen
Alles aus dem Takt?

Wenn nächtliches Essen den Darm durcheinanderbringt

Bauchschmerzen, Rumoren im Darm und ein Völlegefühl: Ein fettiges und schweres Essen am Abend ist keine gute Idee. Und auch mit Salat hat der Darm eine Menge zu tun. Die Folge: Wir schlafen schlecht. Und das ist nicht nur ein Gefühl. So zeigen auch Studien, dass wir mit einigen Lebensmitteln besser schlafen als mit anderen.
Ein Kind trägt ein rotes T-Shirt und blaue Jeans und hält sich mit beiden Händen den Bauch, was auf Bauchschmerzen hinweist.
Defektes Gen lässt Darmschleimhaut versagen

Morbus Crohn bei Kindern: Internationales Team findet bislang unbekannte Genursache

Warum manche Kinder besonders schwer an Morbus Crohn erkranken, war lange unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des LMU Klinikums hat jetzt mit BIRC3 ein bislang unbekanntes Krankheitsgen entlarvt. Der Befund eröffnet neue diagnostische Wege für betroffene Familien und liefert einen vielversprechenden Ansatzpunkt für zielgerichtete Therapien.
Frau hält sich Bauch
Kulturelle Hintergründe aktiv einbeziehen

Darm-Hirn-Interaktion: Soziokulturelle Faktoren prägen Symptome

Bauchschmerzen, Sodbrennen, Verstopfung – Störungen der Darm-Hirn-Interaktion betreffen weltweit rund 40 Prozent der Menschen. Eine aktuelle Arbeit im Rahmen der Rom-V-Kriterien zeigt nun, wie stark soziokulturelle Faktoren Wahrnehmung, Arztbesuch und Therapieerfolg beeinflussen – mit weitreichenden Konsequenzen für die gastroenterologische Praxis.
Ein Mann und eine Frau beim Nordic Walking
Aktualisierte S3-Leitlinie

Darmkrebs-Nachsorge: Strukturiertes Bewegungsprogramm verbessert Überleben

Bewegung nach Darmkrebs wird zum festen Bestandteil der Nachsorge. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie erstmals angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind Daten der CHALLENGE-Studie, die ein deutlich besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben durch strukturiertes Training belegen.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Darmreinigung neu gedacht

PEG-Ascorbat: Ein Liter genügt für die optimale Koloskopie

Eine niedrigvolumige Koloskopie-Vorbereitung mit nur einem Liter PEG-Ascorbat liefert in einer randomisierten Studie an 665 Patienten bessere Reinigungsergebnisse und höhere Akzeptanz als zwei oder vier Liter. Besonders im rechten Kolon zeigen sich Vorteile.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: KI liest Therapieantworten aus dem Darmmikrobiom

Wenn Stuhlproben künftig die Darmspiegelung ersetzen könnten, verändert das die Versorgung von CED-Patienten grundlegend. Im NRW-Verbundprojekt MikrobiomProCheck verknüpfen Forschende der Universität Bielefeld klinische Daten, Genomanalysen und KI-gestützte Bioinformatik, um Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gezielter zu diagnostizieren und individuell zu behandeln.
Mikroflora im Darm beeinflusst Integrität der Darmschleimhaut
Neue Hypothese zur Dysbiose

Alterndes Immunsystem verliert Kontrolle über das Darmmikrobiom

Im Alter kippt das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht – mit Folgen für Stoffwechsel, Frailty und Mortalität. Ein Forschungsteam aus Jena liefert dafür eine neue Erklärung: Nicht die Mikroben selbst treiben die Dysbiose, sondern eine nachlassende Immunüberwachung. Verliert das alternde Immunsystem seine Fähigkeit, dominante Taxa gezielt einzudämmen, expandieren opportunistische Spezies und die mikrobielle Vielfalt bricht zusammen. Der Ansatz legt nahe, dass Probiotika und fäkale Mikrobiotatransplantationen bei älteren Menschen nur dann wirksam sein können, wenn gleichzeitig die mukosale Immunüberwachung gestärkt wird.
Inkontinenz-Schild in Arzthand
Raus aus der Tabuzone

Stuhlinkontinenz: Neue Analeinlage verbessert Lebensqualität

Eine flüssigkeitsgefüllte Analeinlage als neue Option bei Stuhlinkontinenz konnte in einer randomisierten Studie den Schweregrad zwar nicht signifikant senken, verbesserte aber spürbar die Krankheitsbewältigung und reduzierte depressive Belastung.
Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Tasse Cappuccino mit Milchschaum in Herzform
Mikrobiom-Forschung

Kaffee als Mikrobiom-Booster: Studie belegt Effekt auf Darmbakterien

Kaffee gilt als verdauungsfördernd. Doch wirkt sich der Konsum auch positiv auf das Darmmikrobiom aus? Eine aktuelle experimentelle Studie zeigt, dass regelmäßiger Kaffeekonsum die Zusammensetzung spezifischer Darmbakterien verändert und positiv auf die Darm-Hirn-Achse wirkt.
DNA
Studie zeigt klaren Nutzen

Darmkrebs: ctDNA-Bluttest steuert Chemotherapie gezielter

Für viele Betroffene stellt sich nach einer Darmkrebs-OP die entscheidende Frage: Ist eine adjuvante Chemotherapie nötig, um ein Rezidiv zu verhindern? Die randomisierte CIRCULATE-Studie unter Dresdner Leitung belegt erstmals, dass Patienten mit nachweisbarer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) klar von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren – und ctDNA-negative Betroffene auf die belastende Behandlung verzichten könnten.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Krebsvorsorge Screening

Krebsfrüherkennung bei Frauen: Warum die Teilnahmequoten zu niedrig bleiben

Eine US-Studie mit über 68.000 Frauen zeigt erhebliche Lücken bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings. Besonders die Darmkrebsvorsorge wird gemieden. Welche zwei Risikogruppen die Studie identifiziert und welche Strategien die Screeningquoten verbessern könnten.

Inhalte zum Themenbereich „Darm“

Die Inhalte sind auf den ärztlichen Entscheidungsprozess ausgerichtet und liefern Ihnen eine verlässliche Einordnung neuer Erkenntnisse zu chronischen, funktionellen und entzündlichen Darmerkrankungen. So bleiben Sie fachlich auf dem aktuellen Stand und können relevante Neuerungen gezielt in Ihre klinische Praxis integrieren.