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Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Männchen
Endpunkt entscheidet über NNT

Number Needed to Treat beim Reizdarmsyndrom – warum Vergleiche zwischen Substanzen in die Irre führen

Die Number Needed to Treat (NNT) gilt als handliches Maß zur Bewertung von Pharmakotherapien beim Reizdarmsyndrom. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Cedars-Sinai Medical Center zeigt jedoch, dass die NNT allein durch den gewählten Studienendpunkt um durchschnittlich 2 Einheiten schwankt. Der in Leitlinien ausgewiesene Vorsprung der Trizyklika gegenüber neueren Substanzen relativiert sich damit deutlich – mit direkten Folgen für die Interpretation vermeintlicher Effizienzunterschiede.
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Ernährung und Krebsrisiko

Mehr Antioxidantien, weniger Zervixkarzinome?

Antioxidantien gelten als wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Eine Studie hat nun untersucht, ob eine höhere Aufnahme mit einer geringeren Prävalenz von Zervixkarzinomen verbunden ist. Die Ergebnisse weisen genau darauf hin.
Papier auf Tisch, um den mehrere Klinikmitarbeiter sitzen.
Nephrologie

CKD-Risikoprognose: Routinedaten ersetzen eGFR und Albuminurie

Eine Bonner Analyse mit fast 30 000 Patienten zeigt, dass sich Nierenersatztherapie, Herzinsuffizienz und Mortalität allein aus Kassendaten erstaunlich präzise vorhersagen lassen – mit AUC-Werten bis 0,97. SGLT2-Inhibitoren senkten das Risiko für Nierenersatztherapie um 64 %.SGLT2-Inhibitoren senkten das Risiko für Nierenersatztherapie um 64 %.
Illustration des menschlichen Verdauungstrakts mit Darm und Leber vor einem blauen Hintergrund. Daneben ist eine vergrößerte DNA-Doppelhelix dargestellt
Familienanamnese neu bewertet

Darmkrebsrisiko bei CED: Zahl erkrankter Verwandter wichtiger als Erkrankungsalter

Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa haben bereits ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Doch welchen Einfluss auf ihr Darmkrebsrisiko hat es, wenn Familienmitglieder 1. Grades an Darmkrebs erkrankt sind? Für die Risikoeinschätzung scheint die Zahl der Darmkrebsfälle in der Familie von besonderer Bedeutung zu sein; das Erkrankungsalter dagegen spielt offenbar keine große Rolle. Das gilt aktuellen Studiendaten zufolge für Menschen mit und ohne chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
Drei Personen unterschiedlicher Ethnien in Sportkleidung stehen in einem Fitnessstudio. Eine Person misst mit einem Maßband den Taillenumfang einer anderen Person. Im Hintergrund sind große Fenster und Fitnessgeräte zu sehen.
Armut, Migration, Übergewicht

Früh auftretender Typ-2-Diabetes folgt sozialen Mustern

Immer mehr Erwachsene zwischen 20 und 45 Jahren erkranken an Typ-2-Diabetes, mit besonders ungünstiger Prognose. Doch nicht nur Übergewicht und eine familiäre Vorbelastung erhöhten das Risiko. Niedrige Bildung, Armut und eigene Migrationserfahrung verdoppeln die Wahrscheinlichkeit für einen früh auftretenden Typ-2-Diabetes als eigenständige Risikofaktoren. Besonders deutlich wird die soziale Ungleichheit bei Menschen mit Übergewicht oder Adipositas.
Medizinisches Personal untersucht mit einer Mammografie die Brust einer Frau auf Brustkrebs.
Krebsfrüherkennung

Mammografie-Screening: Ärztliche Beratungsaspekte zur niedrigen Teilnahmequote

In Nordrhein-Westfalen nimmt nur gut jede zweite anspruchsberechtigte Frau zwischen 50 und 75 Jahren teil. Dabei wird statistisch bei 6 von 1.000 Teilnehmerinnen Brustkrebs entdeckt. Fachverbände und Kassenärztliche Vereinigungen warnen vor den Folgen und appellieren an Praxen, Patientinnen gezielt zur Vorsorge zu motivieren.
Drei gestapelte Holzwürfel mit der Aufschrift „Step by Step"
Neue Biomarker sagen Schübe deutlich besser voraus

Rheumatoide Arthritis in Remission: Welche Patienten können Biologika sicher reduzieren?

Wer profitiert vom Tapering biologischer DMARDs bei rheumatoider Arthritis – und wer riskiert einen Schub? Eine spanische Arbeitsgruppe hat 2 zirkulierende Biomarker identifiziert, die das individuelle Schubrisiko unter Dosisreduktion besser vorhersagen als klinische Parameter allein. Kombiniert mit dem DAS28-CRP verbessert die Signatur aus VSIG4 und Anti-IFNγ-Autoantikörpern die Risikostratifizierung deutlich – ein möglicher Schritt hin zu einer biomarkergesteuerten Präzisionsdeeskalation.
Holzfigur mit weißem Bart streckt den Arm nach oben zur Zahl 100 auf einer Altersskala
Das Erbe der Hundertjährigen

Wer 100-jährige Eltern hat, lebt länger und herzgesünder

Wer mindestens einen Elternteil hat, der 100 Jahre alt geworden ist, erkrankt später und seltener an Bluthochdruck und kardiovaskulären Erkrankungen – und lebt länger. Der Schutzeffekt hält auch stand, wenn man Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkohol, Bewegung und Ernährung herausrechnet. Beim Krebsrisiko hingegen fanden sich keine Vorteile.
Reflux
Risikopatienten früh erkennen

Schwache Zwerchfellkontraktion verdoppelt Refluxrisiko nach POEM

Nach peroraler endoskopischer Myotomie (POEM) entwickelt rund jeder zweite Patient eine relevante Refluxösophagitis. Eine aktuelle Analyse an 200 Behandelten rückt einen bislang wenig beachteten Mechanismus in den Fokus: Die Kontraktilität der Zwerchfellschenkel als zweite Antirefluxbarriere nimmt nach dem Eingriff messbar ab und erholt sich innerhalb eines Jahres nur teilweise.
Ein gesunder Einkauf liegt in einem Einkaufswagen in einem Supermarkt
Das Geschäft mit dem Gewicht

Abnehmspritze und Wegovy-Tablette: Wie GLP-1 Einkaufsverhalten und Ernährungsgewohnheiten verändert

Semaglutid-Präparate werden zum Milliardenmarkt und verändern das Einkaufsverhalten – weniger Chips, Snacks und Softdrinks, mehr Obst, Gemüse und Protein. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach der oralen Darreichungsform in deutschen Apotheken zunächst verhalten, während die Kostenfrage weiter umstritten ist.
Tasse Kaffee
Simple Präventionsstrategie?

Kaffee als Leberschutz – große Kohortenstudie liefert harte Endpunkte

Fünf Tassen Kaffee am Tag senken das Risiko für Zirrhose, hepatozelluläres Karzinom und leberbezogene Mortalität deutlich – und das unabhängig vom Koffeingehalt. Eine Auswertung von über 350.000 Teilnehmenden der UK Biobank verknüpft klinische Endpunkte mit MRT-Bildgebung und Proteomik-Signaturen. Die Ergebnisse zeigen niedrigere Leberfettwerte, geringere Fibroinflammation und ein günstigeres Profil hepatozellulärer Syntheseproteine bei regelmäßigem Kaffeekonsum.
angeborener Herzfehler
Versorgungslücke

Angeborener Herzfehler im Erwachsenenalter: 200.000 ohne Nachsorge

Über 200.000 Erwachsene mit angeborenem Herzfehler (EMAH) in Deutschland sind nicht an spezialisierte Versorgungsstrukturen angebunden. Die Folgen reichen von unentdeckter Herzinsuffizienz über Vorhofflimmern bis zum plötzlichen Herztod. Eine neue Kampagne der Deutschen Herzstiftung soll Betroffene und Ärzte für die lebenslange EMAH-Nachsorge sensibilisieren.

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