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Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.
ACE -nhibitoren Tablettendose
Nephrologie CKD

RAS-Inhibitoren bei CKD: eGFR-Abfall ist kein Grund zum Absetzen

RAS-Inhibitoren und eGFR-Abfall: Eine kanadische Kohortenanalyse mit 4233 Patienten zeigt, dass das Absetzen von ACE-Hemmern oder Sartanen nach einem akuten Nierenfunktionsverlust das Risiko für terminales Nierenversagen um 74 % und die Mortalität um 23 % erhöht – selbst bei einem eGFR-Einbruch von mehr als 30 %.
Zwei kompatible Puzzlestücke werden aneinander gehalten
Kein Zusatznutzen durch Kombination

Zalfermin plus Semaglutid bei MASH: Kombination ohne additiven Nutzen auf Leberfibrose

Die duale Ansteuerung der FGF21- und GLP-1-Rezeptoren galt als vielversprechender Ansatz bei metabolischer Dysfunktion assoziierter Steatohepatitis mit fortgeschrittener Fibrose. Eine internationale Phase-II-Studie mit 698 Patienten prüfte nun die Kombination aus dem FGF21-Analogon Zalfermin und Semaglutid gegen Placebo. Der erhoffte additive Effekt auf die Fibrose blieb aus – Semaglutid 2,4 mg zeigte jedoch einen nominell signifikanten Vorteil und wirkte bemerkenswert konsistent bei kompensierter Zirrhose.
Microdosing statt Eskalation

Reicht wenig Inkretintherapie für einen messbaren Gewichtsverlust und kardiometabolische Benefits?

In der täglichen Praxis erreichen nicht alle Patienten die empfohlene Erhaltungsdosis von Semaglutid oder Tirzepatid. Doch reicht das für einen therapeutischen Effekt? Ein messbarer Gewichtsverlust scheint selbst ohne Dosiseskalation möglich zu sein, insbesondere unter Tirzepatid. Die aus Studien bekannten kardiorenalen Vorteile bleiben jedoch aus. Zudem deutet sich unter niedrig dosiertem Tirzepatid ein mögliches renales Warnsignal an.
Unscharfe Aufnahme einer großen Menschenmenge in einem dicht besuchten Festzelt auf dem Oktoberfest. Im Bildzentrum sind mehrere Personen scharf erkennbar, während die Umgebung durch einen Zoom- bzw. Bewegungsunschärfe-Effekt verwischt dargestellt ist.
Wiesn ohne Virusfrust

Die Kampagne «München impft» sagt der Wiesn-Grippe den Kampf an

Enge Bierzelte, internationales Publikum, Schlafmangel und Alkohol: Auf dem Oktoberfest treffen ideale Bedingungen für Atemwegsinfekte aufeinander. SARS-CoV-2 dominiert die schweren Atemwegsinfekte in den vollen Festzelten, wo sechs Millionen Besucher aus aller Welt auf engstem Raum feiern – ideale Bedingungen für Tröpfcheninfektionen. Influenza und RSV spielen zur Wiesn-Zeit noch eine untergeordnete Rolle, nehmen aber ab Ende November zu. Für Risikopatienten ab 60 bzw. 75 Jahren empfiehlt die STIKO jetzt gezielte Impfungen gegen Covid-19, Influenza und RSV – bevor die Grippesaison ihren Höhepunkt im Januar erreicht.
DNA-Doppelhelix vor blau-orangem Hintergrund
Genetischer Marker für schwere CED

HLA-DRB1*01:03 markiert aggressive Verläufe bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Ein einzelnes HLA-Allel könnte künftig helfen, Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und besonders ungünstigem Verlauf früh zu erkennen. In der bislang größten Genotyp-Phänotyp-Analyse mit über 43.000 Betroffenen zeigt HLA-DRB1*01:03 eine unabhängige Assoziation mit Perianalbefall, Kolektomie, Kolonresektion, früherem Therapiebedarf und schlechterem Ansprechen auf Anti-TNF- und JAK-Inhibitoren – über Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hinweg.
Mikroskopische Darstellung von Blutzellen mit hervorgehobener rosafarbener Stammzelle
Kompass für die Spenderwahl

HLA-Matching in der Stammzelltransplantation: neue EBMT-Empfehlungen für die Praxis

Fortschritte in Typisierungstechnologie, GvHD-Prophylaxe und supportiver Versorgung haben die Rolle der HLA-Kompatibilität in der allogenen Stammzelltransplantation verändert. Die EBMT hat nun erstmals konsensbasierte Empfehlungen zur Spenderauswahl, zum Umgang mit Anti-HLA-Antikörpern und zum Stellenwert von Post-Transplant-Cyclophosphamid veröffentlicht. Sie bieten einen praxisnahen Leitfaden – von der Erstdiagnose bis zum Rezidiv-Monitoring.
Eine Pflegekraft hält in einem Seniorenheim die Hand einer Bewohnerin.
Pflege daheim

Bayern setzt auf mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Rund 83% der 630.000 Pflegebedürftigen in Bayern werden zu Hause versorgt – meist von Angehörigen. Zum Tag der pflegenden Angehörigen verweist Gesundheitsministerin Judith Gerlach auf Förderprogramme, 59 Pflegestützpunkte und 3.860 anerkannte Entlastungsangebote. Zudem sollen Rentenansprüche für pflegende Angehörige entgegen bisherigen Reformplänen erhalten bleiben.
Person in dunkler Sportbekleidung mit schmerzhaft markiertem Kniegelenk; das Knie wird durch eine medizinische Grafik mit hervorgehobenen Knochenstrukturen und roter Leuchtmarkierung dargestellt.
Schmerzfrei per Katheter?

Genikulararterienembolisation bei Kniearthrose: Hoffnungsträger oder überschätztes Verfahren?

Die Genikulararterienembolisation (GAE) gilt als vielversprechender minimalinvasiver Ansatz zur Behandlung von Kniearthrose. Eine aktuelle Metaanalyse berichtet über deutliche und anhaltende Verbesserungen von Schmerzen und Gelenkfunktion über einen Zeitraum von 12 Monaten. Gleichzeitig liefern hochwertige Sham-kontrollierte Studien bislang keinen eindeutigen Nachweis eines Zusatznutzens. Offen bleiben auch Fragen zur Patientenselektion und zur Einordnung des Verfahrens im Behandlungspfad.
Wasser wird aus Karaffe in Wassergläser gegossen
Chloriertes Trinkwasser

Unterschätztes Risiko für das Endometriumkarzinom

Trihalomethane und Halogenessigsäuren entstehen bei der Chlorung von Trinkwasser – und stehen im Verdacht, das Risiko für gynäkologische Malignome zu erhöhen. Eine prospektive Kohortenstudie an über 53.000 kalifornischen Lehrerinnen liefert nun neue Hinweise: Langfristige Exposition gegenüber bestimmten Desinfektionsnebenprodukten war mit einem erhöhten Risiko für Uteruskarzinome assoziiert – und zwar histotypspezifisch. Nitrat, Arsen und Uran zeigten dagegen keinen Zusammenhang
Koronardiagnostik auf dem Prüfstand

Intermediäre Koronarstenosen: Bildgestützte FFR hält mit Druckdraht mit

Die druckdrahtbasierte fraktionelle Flussreserve gilt als Referenz zur funktionellen Bewertung intermediärer Koronarstenosen – wird im klinischen Alltag aber nur zurückhaltend eingesetzt. Eine rein aus Angiografiebildern berechnete FFR könnte den Eingriff vereinfachen. Ob dieser bilddatenbasierte Ansatz auch klinisch mithalten kann, prüfte jetzt eine internationale Nichtunterlegenheitsstudie an knapp 2.000 Patienten im Herzkatheterlabor – mit klarem Ergebnis nach 12 Monaten.
Stilisierte Silhouetten mehrerer Köpfe im Profil, übereinandergelegt in verschiedenen Farben, der vorderste Kopf ist mit bunten Puzzleteilen gefüllt
Hirnalterung neu gedacht

Brain Frailty: Warum manche Gehirne schneller altern als andere

Brain Frailty verändert den Blick auf das alternde Gehirn: Statt isolierter Befunde rücken Gefäßschäden, Mikroblutungen und neurodegenerative Veränderungen als Zusammenspiel in den Fokus. Moderne MRT-Verfahren machen dieses Gesamtbild heute so präzise sichtbar wie nie zuvor – und eröffnen damit neue Möglichkeiten für eine frühere Risikoerkennung, gezieltere Prävention und eine Versorgung, die älteren Menschen länger Selbstständigkeit erhält.

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