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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Abstrakte DNA-Schraube
Endoskopie gezielter einsetzen

Barrett-Ösophagus – molekulare Marker filtern Hochrisikopatienten heraus

Nur 0,2 bis 0,3% der Patienten mit Barrett-Ösophagus entwickeln pro Jahr ein Adenokarzinom – doch die histologische Dysplasiebeurteilung als bisheriger Goldstandard ist von hoher Interobservervariabilität geprägt. Bis zu 85% der von nicht spezialisierten Pathologen gestellten Diagnosen einer niedriggradigen Dysplasie werden bei Zweitbefundung revidiert. Neue Biomarker wie p53-Immunhistochemie, TissueCypher-Score, Aneuploidie-Analysen und methylierte DNA-Marker schärfen die Risikostratifizierung und rücken personalisierte Überwachungsstrategien in greifbare Nähe.
Intensivstation
Psychische Belastung nach Herzinfarkt

Jeder achte Herzpatient traumatisiert: Psychotherapie auf der Intensivstation wirkt

Herzpatienten auf der Intensivstation erleben ein Spannungsfeld aus maximaler Medizintechnik und existenzieller Hilflosigkeit. Rund zwölf Prozent entwickeln Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung. Frühzeitige psychologische Interventionen, Entspannungsverfahren und Hypnotherapie können den Krankheitsverlauf messbar verbessern und den Therapieerfolg entscheidend mitprägen.
Vier an Fäden aufgehängte Kugeln vor violettem Hintergrund. Links schwingt eine rote Kugel mit der Aufschrift „Diabetes“, rechts drei dunkle Kugeln, von denen eine die Aufschrift „Kidney Disease“ trägt. Die Kugeln sind wie ein Newton-Pendel angeordnet.
Keine universelle Nephroprotektion

Renale Effekte von SGLT2-Hemmern und GLP-1-Rezeptoragonisten vor allem bei Albuminurie

SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptoragonisten gelten als nierenprotektive Säulen der Typ-2-Diabetes-Therapie. Der renoprotektive Effekt scheint jedoch an das Vorliegen einer Albuminurie gebunden zu sein. Bei normoalbuminurischen Patienten blieb der Nutzen im Rahmen einer sogenannten Target-Trial-Emuliation aus. Und Achtung: Sulfonylharnstoffe waren bei dieser Patientengruppe sogar mit einem beschleunigten Nierenfunktionsverlust assoziiert.
Person in Sportkleidung macht auf einer asphaltierten Straße im Grünen eine kurze Pause während des Trainings und stützt die Hände auf die Knie. Im Hintergrund sind Bäume und Sonnenlicht zu sehen.
Prävention mit Potenzial

Bewegung schützt vor Diabetes: Ältere gewinnen am meisten

Regelmäßige moderate bis intensive körperliche Aktivität senkt das Risiko für einen Typ-2-Diabetes – das ist bekannt. Neu ist, dass Jüngere zwar prozentual stärker profitieren,  bei jüngeren Erwachsenen relativ stärker – doch der absolute Präventionsnutzen ist bei älteren Menschen und bei Personen mit prädiabetischer Stoffwechsellage am größten. Gerade bei älteren, metabolisch vorbelasteten Patientinnen und Patienten lohnt sich die Motivation zu mehr Bewegung besonders. Wichtig ist dabei das erreichte Gesamtvolumen, das möglichst nahe an oder über den von der WHO empfohlenen 150 Minuten pro Woche liegen sollte.
KBV - Neuerungen ab 01.07.2025
Regeländerungen und neue Vorgaben für Arztpraxen

KBV-Änderungen ab Oktober 2026: Das müssen Praxen wissen

Das letzte Quartal des Jahres beginnt und damit treten wieder wichtige Änderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Kraft. Sie betreffen unter anderem Abrechnung, Vergütung und digitale Prozesse. Erfahren Sie, welche Neuerungen für das vierte Quartal 2026 gelten und wie Sie Ihre Praxis optimal darauf vorbereiten. Lassen Sie uns auch gern über die integrierte Umfrage im Artikel wissen, was Sie zum Quartalsende umgetrieben hat – wir freuen uns auf Ihre Meinung!
Impfampulle vor Impfheft
Schwangerschaft

RSV-Impfung der Mütter schützt Babys

In den ersten Lebensmonaten kann RSV Atemwegsinfektionen verursachen. Eine Impfung während der Schwangerschaft soll vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Wissenschaftler haben hier nun genau hingeschaut.
Weiße Methotrexat-Tablette mit der Prägung „methotrexate“ auf dunkler Oberfläche, aufgenommen in Nahaufnahme vor unscharfem Hintergrund.
Weniger Kontrollen, gleiche Sicherheit

MTX-Monitoring: Halbjährliche Laborkontrollen genauso sicher wie vierteljährliche

Regelmäßige Laboruntersuchungen gelten als fester Bestandteil der Methotrexat-Therapie. Die Empfehlung, Leberwerte und Blutbild mindestens alle drei Monate zu kontrollieren, stützt sich allerdings auf überraschend wenig Evidenz. Doch bei stabil eingestellten Patienten könnten halbjährliche Kontrollen ebenso sicher sein: Transaminasenanstiege, Zytopenien und Fibrosezeichen werden ebenso zuverlässig aufgedeckt wie bei einem vierteljährlichen Monitoring. Für ALT-Erhöhungen und makrozytäre Veränderungen schien das längere Intervall sogar mit einem geringeren Risiko assoziiert. Besteht also Spielraum für eine Anpassung der Leitlnien-Empfehlungen?
En Onkologe, ein Apotheker und ein Unternehmensberater vor dem Hamburger Landgericht
Krebsarzt vor Gericht

Krebsmedikamente-Betrug: Onkologe zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Ein Hamburger Onkologe hat sich mit einem Apotheker und einem Unternehmensberater auf lukrative Rezeptvereinbarungen für teure Zytostatika eingelassen und dafür knapp 972.000 Euro kassiert. Das Landgericht Hamburg verurteilte den 65-Jährigen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft und ordnete die Einziehung der Taterträge an.
Holzwaage mit Würfeln
Nutzenbewertungen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem September 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Die durchgestrichene Ähre ist das Symbol, an dem glutenfreie Produkte zu erkennen sind.
Notwendig oder Lifestyle

Glutenfreie Ernährung: Wann Zöliakie-Diagnostik statt Diät-Trend nötig ist

Immer mehr Menschen greifen ohne medizinische Indikation zu glutenfreien Produkten. Für Zöliakie-Patienten ist der lebenslange Verzicht essenziell, doch bei Gesunden drohen einseitige Ernährung, kardiovaskuläre Risiken und erhöhte Schwermetallbelastung. Warum vor jeder Diätempfehlung eine serologische Zöliakie-Diagnostik stehen sollte, erläutert Gastroenterologe Prof. Peter Hasselblatt.
Epstein-Barr-Virus: Blutprobe auf Laborzettel
Mehr als nur Pfeiffersches Drüsenfieber

Epstein-Barr-Virus: Vom harmlosen Kuss-Erreger zum Treiber von MS, Autoimmunität und Lymphomen

Das Epstein-Barr-Virus infiziert rund 95 % der Weltbevölkerung – und ist längst nicht mehr nur als Auslöser der infektiösen Mononukleose bekannt. Über raffinierte Latenzprogramme reprogrammiert es B-Lymphozyten, unterläuft die Immunüberwachung und trägt zur Pathogenese von Multipler Sklerose, Autoimmunerkrankungen, lymphoproliferativen Erkrankungen und hämophagozytischer Lymphohistiozytose bei. Ein aktuelles Review beleuchtet die molekularen Mechanismen und zeigt, welche therapeutischen und präventiven Strategien derzeit in der Pipeline stehen.
Singen im Chor
Therapie mit Taktgefühl

Singen dämpft supragastrisches Aufstoßen wirksam – besonders Ältere profitieren

Repetitives supragastrisches Aufstoßen belastet Betroffene erheblich und spricht oft nur mäßig auf die leitliniengerechte Zwerchfellatmung an. Eine randomisierte Studie aus China setzt nun auf einen ungewöhnlichen Ansatz – und zeigt: Strukturierte Gesangtherapie erzielt fast doppelt so hohe Ansprechraten wie die klassische Atemübung. Besonders ältere Patienten mit ausgeprägter Symptomatik profitieren, und der Effekt hält auch einen Monat nach Therapieende an.

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