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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Dreidimensionale Darstellung einer Proteinstruktur mit Alpha-Helices und Beta-Faltblättern vor einem digitalen Datenhintergrund
Molekulare Warnsignale schon im Jugendalter nachweisba

CKMD beginnt im Kinderzimmer: Proteine verraten das Risiko Jahrzehnte vor der Erkrankung

Kardiovaskuläre, renale und metabolische Erkrankungen entstehen nicht erst im Erwachsenenalter. Eine umfangreiche Proteomanalyse zeigt, dass sich die biologischen Weichen für spätere Herzinfarkte, Diabetes, Fettleber und Nierenerkrankungen bereits im Kindes- und Jugendalter stellen. Tausende Blutproteine offenbaren dabei Risikomuster, die klassischen Screeningverfahren oft verborgen bleiben und sogar therapeutisch beeinflussbar sein könnten.
Sepsis Blutvergiftung Schild Arzt
Zu spät erkannt, zu oft tödlich

Sepsis-Mortalität: Deutschland hat den Anschluss verloren

Bei der Versorgung von Sepsispatienten schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab: Während Norwegen und Finnland ihre Mortalität deutlich senken konnten, steigt sie in Deutschland weiter an: Aktuell versterben hierzulande mindestens 140.000 Menschen pro Jahr an den Folgen einer Sepss. Mit dem Sepsis-Dossier Deutschland 2026 will die Sepsis-Stiftung jetzt gegensteuern und fordert eine nationale Infektionsmanagementstrategie. Hausarztpraxen sollen dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.
Arzt in medizinischer Kleidung mit Stethoskop präsentiert eine stilisierte 3D-Darstellung von Prostata und Harnblase, umgeben von Icons zu kardiologischer und urologischer Diagnostik.
Herzschutz mit Grenzen

Prostatakarzinom: Kardiologische Mitbetreuung senkt Cholesterin, aber nicht Herzinfarkte

Männer mit Prostatakarzinom tragen ein hohes kardiovaskuläres Risiko – besonders unter Androgendeprivationstherapie. Ob eine systematische Überweisung an Kardiologen oder Internisten dieses Risiko messbar senkt, prüfte die internationale RADICAL-PC2-Studie, deren Daten erstmals auf dem ESC 2026, dem diesmährigen jahreskongress der European Society of Cardiology präsentiert wurden. Die spezialisierte Mitbetreuung verbesserte die Cholesterinkontrolle deutlich und erhöhte die Statinverordnungen von 40 auf 63%. Auf harte kardiovaskuläre Endpunkte wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod hatte die Intervention nach knapp 6 Jahren jedoch keinen signifikanten Einfluss.
Pile of white capsules
Von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung

Vitamin B3 gegen chronische Darmentzündung: Phase-III-Studie läuft

Nicotinamid am richtigen Ort: Mit CICR-NAM haben Forschende aus Kiel ein Präparat entwickelt, das Vitamin B3 erst im unteren Dünndarm und Dickdarm freisetzt und dort gezielt das Mikrobiom beeinflusst. Erste Studien zeigen Erfolge bei Post-COVID, laufende Phase-II/III-Studien prüfen den Einsatz bei Colitis ulcerosa – nun ausgezeichnet mit dem Innovations-Transfer-Preis.
Mikroskopische Darstellung zerfallender Tumorzellen als Symbolbild für das Tumorlysesyndrom
Besonders schwer Erkrankte profitieren

Rasburicase senkt beim Tumorlysesyndrom das Risiko für Dialyse und Tod

Seit rund 20 Jahren gehört Rasburicase zur Therapie des lebensbedrohlichen Tumorlysesyndroms. Zum ersten Mal liefern jetzt Real-World-Daten den Nachweis, dass das Enzym nicht nur den Harnsäurespiegel senkt, sondern Patienten tatsächlich vor Dialyse und Tod bewahrt – vor allem, wenn es innerhalb der ersten Stunden nach Diagnose verabreicht wird. Besonders stark profitieren schwer erkrankte Betroffene mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion.
Drei ineinandergreifende Zahnräder mit den Nationalflaggen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands als
Moderne Hämatologie und Medizinische Onkologie

Präzisionsonkologie, KI und Frühintervention prägen Jahrestagung 2026 in Wien

Die Hämatologie und Medizinische Onkologie erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel: Molekulare Diagnostik, Künstliche Intelligenz und neue Immuntherapien revolutionieren nicht nur das Verständnis von Blut- und Krebserkrankungen, sondern öffnen auch völlig neue Behandlungswege. Innovative Konzepte der Risikostratifizierung, Früherkennung und Frühintervention machen es zunehmend möglich, Erkrankungen bereits in ihren frühesten Stadien zu erkennen und gezielt einzugreifen – lange bevor sie sich vollständig manifestieren. Vom 9. bis 12. Oktober 2026 diskutieren DGHO, OeGHO, SGMO und SGH in Wien, wie sich Risikostratifizierung, Frühintervention und personalisierte Therapiekonzepte in den klinischen Alltag übersetzen lassen.
Senioren in einem Altenheim mit Rollator im Vordergrund
DGG-Positionspapier 2026

Gefäßmedizin im Alter: DGG fordert vor Jahrestagung strukturierte Geriatrie-Kooperation

Pünktlich zur 42. DGG-Jahrestagung in Frankfurt fordert ein neues Positionspapier eine engere Kooperation von Gefäßchirurgie, Angiologie und Geriatrie. Frailty, Multimorbidität und funktioneller Status sollen künftig systematisch in die Therapieentscheidung einfließen – um Komplikationen bei pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)- und Carotis-Eingriffen zu reduzieren.
Goldfisch spring in ein schöneres größeres Glas
Neue Option bei IPF in Sicht

Inhalatives Treprostinil bremst den Lungenfunktionsverlust bei idiopathischer Lungenfibrose

Bei idiopathischer Lungenfibrose bleibt der Bedarf an wirksamen Therapien hoch. In der Phase-III-Studie TETON-1 verlangsamte inhalatives Treprostinil den FVC-Verlust über 52 Wochen deutlich – mit einer medianen Differenz von 130 ml gegenüber Placebo und einer signifikanten Reduktion klinischer Verschlechterungsereignisse um ein Drittel. Der Effekt zeigte sich konsistent auch bei Patienten unter Nintedanib oder Pirfenidon. Die gepoolte Auswertung mit TETON-2 bestätigt zudem einen Rückgang akuter IPF-Exazerbationen.
Radfahrer Fahrrad fahren
Radsport im Visier

Je mehr Ausdauersport, desto mehr Vorhofflimmern – Radfahrer besonders betroffen

Regelmäßige Bewegung schützt Herz und Gefäße – doch bei extrem hohen Trainingsumfängen kippt der protektive Effekt offenbar ins Gegenteil. Eine belgische Querschnittsanalyse an knapp 4.000 Männern mittleren Alters zeigt eine kontinuierlich steigende Prävalenz von Vorhofflimmern und -flattern mit zunehmender kumulativer Ausdauerbelastung. Besonders auffällig: Nur eine einzige Sportart ließ sich unabhängig vom Trainingsumfang mit atrialen Arrhythmien in Verbindung bringen – und zwar nicht das Laufen oder Schwimmen.
Person in sitzender Position hält sich das Knie; das Kniegelenk ist mit einer rot hervorgehobenen Schmerzzone dargestellt.
Gemeinsame immunologische Stellschraube

Adipositas und Rheuma teilen dieselbe Entzündungsachse – Colchicin als neue Option

Lange galt vor allem das Übergewicht als Belastungsfaktor für die Gelenke. Nun rückt eine gemeinsame Entzündungsachse von Adipositas und rheumatoider Arthritis in den Fokus. Intermediäre Monozyten sind sowohl bei rheumatoider Arthritis als auch bei Adipositas deutlich vermehrt und treiben die Entzündung an. Nach bariatrischer Operation normalisiert sich das Muster – anders als unter moderater Lebensstilintervention. Eine randomisierte Leipziger Studie prüft nun, ob eine antientzündliche Therapie mit Colchicin oder IL-1-Blockade die Insulinempfindlichkeit bei Adipositas verbessert. Für RA-Patienten mit Adipositas könnte sich ein gemeinsamer therapeutischer Ansatzpunkt eröffnen.
Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.
ACE -nhibitoren Tablettendose
Nephrologie CKD

RAS-Inhibitoren bei CKD: eGFR-Abfall ist kein Grund zum Absetzen

RAS-Inhibitoren und eGFR-Abfall: Eine kanadische Kohortenanalyse mit 4233 Patienten zeigt, dass das Absetzen von ACE-Hemmern oder Sartanen nach einem akuten Nierenfunktionsverlust das Risiko für terminales Nierenversagen um 74 % und die Mortalität um 23 % erhöht – selbst bei einem eGFR-Einbruch von mehr als 30 %.

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