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Innere Medizin

Studien, Leitlinien-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Innere Medizin bietet Ihnen fundierte Orientierung im breiten Spektrum internistischer Disziplinen. Von aktuellen Leitlinien-Updates und neuen Therapieempfehlungen über Sicherheitswarnungen bis hin zu praxisrelevanten Studiendaten aus Infektiologie, Gastroenterologie und Nephrologie: Wir bereiten komplexe Evidenz prägnant für Ihren internistischen Versorgungs- und Klinikalltag auf.

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Neuste Artikel

Akute myeloische Leukämie (AML)-Zellen im Blutkreislauf – isometrische Ansicht
Wirksamer und weniger belasten

Chemofreie Kombinationstherapie überzeugt auch bei fitten AML-Patienten

Die Kombination aus Azacitidin und Venetoclax könnte für weitaus mehr AML-Patienten geeignet sein als bislang angenommen. Die chemotherapiefreie Kombination verlängerte im Vergleich zu einer intensiven Chemotherapie das ereignisfreie Überleben nach neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) von 6,2 auf 14,5 Monate – auch bei fitten Patienten. Zudem ergaben sich in der PARADIGM-Studie unter Azacitidin und Venetoclax höhere Remissionsraten, weniger Komplikationen und häufigere Stammzelltransplantation.
Blutprobenentnahme bei älterem Patienten
Atemwegsinfektionen

Point-of-Care-PCR im Pflegeheim: Weniger Klinikeinweisungen bei Atemwegsinfektionen

Multiplex-Tests liefern Ergebnisse zu SARS-CoV-2, Influenza und dem respiratorischen Synzytial-Virus in 35 Minuten statt 3 Tagen. Die PROMPT-LTC-Studie zeigt: Ausbrüche werden nicht kleiner, aber Klinikeinweisungen sinken um bis zu 11 %, und die antivirale Influenza-Therapie startet fünfmal schneller.
Frau in mittleren Jahren hält Verhütungsmittel in der Hand
Menopausale Hormontherapie und Thromboserisiko

Orale Östradioltherapie in der Menopause: Ab wann Thrombose und Infarkt zur realen Gefahr werden

Venöse Thromboembolien, ischämischer Schlaganfall, Myokardinfarkt – das thrombotische Risikoprofil einer menopausalen Hormontherapie (MHT) hängt entscheidend von Applikationsform, Dosis und Therapiedauer ab. Eine landesweite dänische Fall-Kontroll-Studie mit über 40.000 Ereignissen liefert nun differenzierte Zahlen zu oralen und transdermalen Präparaten mit Östradiol – und zeigt, wo die klinisch relevanten Grenzen zwischen niedrig- und hochdosierter Therapie tatsächlich verlaufen. Ein begleitendes Editorial mahnt zur Zurückhaltung bei pauschalen Entwarnungen.
Das Symbol für Biohazard ist an einer Tür angebracht.
Infektionskrankheit

Pest-Verdacht in Sibirien: Behörde dementiert Infektion bei verstorbener Laborantin

Pest-Verdacht in Sibirien entkräftet: Eine 28-jährige Laborantin eines Instituts zur Pestbekämpfung in Irkutsk ist nach offiziellen russischen Angaben nicht an einem Pesterreger gestorben, sondern an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft. Die USA fordern Transparenz, mehrere Kliniken wurden unter Quarantäne gestellt.
Arzt mit Stethoskop tippt auf ein digitales Feld mit der Aufschrift Type 1 diabetes vor einem Hintergrund mit medizinischen Symbolen
Management des Typ-1-Diabetes bei Erwachsenen

Neuer ADA/EASD-Konsensus: Präzisere Diagnostik, smarte Therapie und (kardiovaskuläre) Prävention

Der neue ADA/EASD-Konsensus zum Typ-1-Diabetes ist mehr als ein reines Update. Er schärft die Diagnostik mit einem strukturierten Algorithmus, etabliert automatisierte Insulinabgabesysteme als bevorzugte Therapieform und widmet dem kardiovaskulären Risikomanagement, dem Komplikationsscreening und der Adipositastherapie erstmals eigene Kapitel. Zudem rücken krankheitsmodifizierende Ansätze wie Teplizumab stärker in den Fokus.
Rot-weiß gestreifter Industrieschornstein stößt dichte weiße Rauchwolken in einen bewölkten Himmel aus
Nicht nur Lunge une Herz leiden!

Dauerhafte Feinstaubbelastung erhöht das Schubrisiko bei rheumatoider Arthritis

Feinstaub schadet nicht nur Herz und Lunge – er kann offenbar auch Gelenke belasten. Offenbar besteht nicht nur der bereits bekannte Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von rheumatoider Arthritis. Eine höhere PM2.5-Belastung geht zudem mit einer höheren Krankheitsaktivität und mehr Schüben einher. Nicht jeder reagiert dabei gleich stark – Frauen und Nichtraucher scheinen besonders empfindlich zu sein. Entscheidend ist zudem nicht eine kurze Belastungsspitze, sondern die dauerhafte Exposition über mindestens 2 Wochen.
Eine Frau lässt sich während eines Pressetermins zur Grippeschutzimpfung mit dem saisonalen Wirkstoff gegen die Grippe impfen.
Personalisierte Medizin

Impfungen geschlechtersensibel dosieren: Was Ärzte beachten sollten

Impfempfehlungen nach Alter und Geschlecht: Jenaer Forscher um Mathias Pletz zeigen, dass das Immunsystem von Männern schneller altert als das von Frauen – mit Konsequenzen für Impfzeitpunkt und Dosierung. Warum der Standard des 70-kg-Mannes ausgedient hat und wie Sie Patientinnen und Patienten in der Praxis differenzierter beraten können.
Tablette und Glas Wasser werden von einer Krankenschwester an einen Patienten gereicht
Vaskulärer Doppelnutzen

Bempedoinsäure schützt Beine: 36% weniger schwere Extremitätenereignisse bei pAVK

Bei statinintoleranten Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) reduziert Bempedoinsäure nicht nur kardiovaskuläre, sondern auch schwere Extremitätenereignisse deutlich. Eine vorspezifizierte Analyse der CLEAR-Outcomes-Studie zeigt einen Rückgang erster schwerwiegender Extremitätenereignisse (MALE) um 36% und der Gesamtereignislast um 45%. Damit rückt der ATP-Citrat-Lyase-Inhibitor als Option ins Blickfeld, wenn Statine nicht toleriert werden – mit klinisch relevantem Nutzen auf gleich zwei vaskulären Endpunkten.
Bluttest
Screening neu gedacht

Bluttest erkennt Darmkrebs und fortgeschrittene Adenome mit hoher Trefferquote

Ein neuer miRNA-basierter Bluttest detektiert nicht nur das kolorektale Karzinom, sondern auch prämaligne Vorstufen mit hoher Sensitivität. In der internationalen DENEB-Studie erreichte der Assay eine Sensitivität von 91% für Darmkrebs jeglichen Stadiums und 81% für fortgeschrittene Adenome bei einer Spezifität von 85% für fortgeschrittene Neoplasien. Damit könnte das Verfahren eine akzeptanzstarke Ergänzung zu Koloskopie und Stuhltest werden und die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms senken.
Systemischer Lupus erythematodes als Puzzle mit Begriffen zu Komorbiditäten, Krankheitsaktivität und Therapie
Multimorbidität beginnt früher als gedacht

Fast jeder zweite Lupuspatient entwickelt sehr früh neue Begleiterkrankungen

Fast die Hälfte aller Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem systemischem Lupus erythematodes (SLE) häuft bereits in den ersten Jahren rasch Begleiterkrankungen an – und das bleibt nicht ohne Folgen: Therapieziele werden seltener erreicht, Organschäden nehmen zu, schwere Komplikationen treten häufiger auf. Dabei lassen sich 3 klinisch relevante Verlaufsmuster unterscheiden. Entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf sind vor allem 2 Faktoren, die sich in den ersten 24 Monaten herauskristallisieren: schwere Schübe und eine hohe Glukokortikoidexposition. Das Gute daran – beide sind prinzipiell beeinflussbar.
Stilisiertes menschliches Gehirn aus grünen Ginkgoblättern
Architekt von Erinnerungen

Gedächtnis im Umbruch: Der Hippocampus altert früher als gedacht

Gedächtnisfehler wie das Verwechseln von Gesichtern oder Orten gelten als typisches Phänomen des Alters – doch neurofunktionelle Daten lassen einen deutlich früheren Wendepunkt wahrscheinlich erscheinen: Bereits in der Lebensmitte verändert sich, wie der Hippocampus Erinnerungen reaktiviert. Bei jüngeren Erwachsenen läuft dieser Prozess präzise und zielgerichtet ab. Bei Älteren kehrt sich das Bild um: Je aktiver das Gehirn eine Erinnerung abruft, desto häufiger landet es beim falschen Kontext – ein typischer Verwechslungsfehler, bei denen beispielsweise Personen, Orte oder Situationen vertraut erscheinen, aber dem falschen Kontext zugeordnet werden.
Brust wird abgetastet
Brustkrebsmonat Oktober

Brustkrebs-Früherkennung: So beraten Sie Patientinnen in der Praxis

Brustkrebs-Früherkennung in der Sprechstunde: Welche Untersuchungen Gynäkologinnen und Gynäkologen aktiv anbieten sollten, wie Sie Patientinnen zur monatlichen Selbstuntersuchung anleiten und wann eine humangenetische Beratung bei familiärem Risiko sinnvoll ist – ein kompakter Praxisleitfaden rund um Tastuntersuchung, Mammografie-Screening und BRCA-Mutationen.

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