
Kleines Risiko, große Unsicherheit
Assistierte Reproduktion und hormonabhängige Krebserkrankungen: Signal oder Störgröße?
Erhöhen ART, intrauterine Insemination oder Clomifencitrat das Risiko für hormonabhängige Tumoren? Eine australische Kohortenstudie mit rund 1,75 Millionen Frauen liefert differenzierte Antworten: Zwar zeigen sich für Mamma-, Ovarial-, Uterus- und Schilddrüsenkarzinome erhöhte Hazard Ratios nach reproduktionsmedizinischer Behandlung – die Absolutzahlen bleiben jedoch klein. Vieles spricht dafür, dass Detektionsbias und nicht erfasste Confounder wie Endometriose oder PCOS die beobachteten Assoziationen zumindest teilweise erklären.