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Pneumologie

Erkrankungen der Lunge und Atemwege wirken sich unmittelbar auf Belastbarkeit, Prognose und Lebensqualität aus. Der Themenbereich "Pneumologie" greift diese klinische Relevanz auf und beleuchtet respiratorische Fragestellungen im Spannungsfeld zwischen Akutversorgung, chronischem Verlauf und moderner Therapie.

Neuste Artikel

Grafische Darstellung beider Lungenflügel
Asthma

Biologika bei schwerem Asthma: Deutlicher Rückgang der Exazerbationen

Seit dem „respiratory biologics boom“ ab 2015 sinken die Exazerbationsraten in der Versorgungsrealität deutlich – am stärksten bei Patienten mit schwerem, eosinophilem Asthma und Komorbiditäten wie COPD oder chronischer Rhinosinusitis. Die Versorgungslücke zwischen mildem und schwerem Asthma schließt sich.
Anatomische Illustration eines menschlichen Oberkörpers mit dunkel dargestellten Lungen und orange hervorgehobenem Thymus zwischen den Lungenflügeln.
Thymusfunktion unter der Lupe

Bestrahlung des Thymus hat Folgen für Lungenkrebspatienten

Der Thymus gilt bei Erwachsenen oft als Organ ohne große Bedeutung. Eine unbeabsichtigte Mitbestrahlung des Immunorgans schwächt bei NSCLC-Patienten jedoch die Immunabwehr und verschlechtert die Prognose: Das Risiko für Fernmetastasen steigt deutlich. Experten fordern deshalb einen besseren „Strahlenschutz“ des Immunorgans.
Goldfisch spring in ein schöneres größeres Glas
Neue Option bei IPF in Sicht

Inhalatives Treprostinil bremst den Lungenfunktionsverlust bei idiopathischer Lungenfibrose

Bei idiopathischer Lungenfibrose bleibt der Bedarf an wirksamen Therapien hoch. In der Phase-III-Studie TETON-1 verlangsamte inhalatives Treprostinil den FVC-Verlust über 52 Wochen deutlich – mit einer medianen Differenz von 130 ml gegenüber Placebo und einer signifikanten Reduktion klinischer Verschlechterungsereignisse um ein Drittel. Der Effekt zeigte sich konsistent auch bei Patienten unter Nintedanib oder Pirfenidon. Die gepoolte Auswertung mit TETON-2 bestätigt zudem einen Rückgang akuter IPF-Exazerbationen.
Medizinische Illustration mit Symbolen von Lunge, Nieren, Knochen und Herz vor dunklem Hintergrund, verbunden mit einem zentralen Schutzschild-Symbol mit medizinischem Kreuz.
Reaktivierte Killerzellen beseitigen Fibrosegewebe

Neuer Therapieansatz bei Rheuma-Komplikation: Das Immunsystem als Verbündeter gegen Lungenfibrose

Lungenfibrose bei systemischer Sklerose und rheumatoider Arthritis gilt als kaum reversibel – ein Heidelberger Forschungsteam zeigt nun einen Ausweg: Über den Antikörper Monalizumab lassen sich natürliche Killerzellen reaktivieren, die seneszente Fibroblasten gezielt eliminieren. Erste präklinische Daten deuten sogar auf eine Rückbildung fibrotischer Prozesse hin.
Ein Arzt zeigt auf das Röntgenbild einer Lunge.
Tuberkulose-Alarm in Oberhavel

Nach Tuberkulose-Fall im Pflegeheim: Gesundheitsamt testet mehr als 100 Kontaktpersonen

Nach der Erkrankung einer ehemaligen Pflegeheim-Mitarbeiterin in Hohen Neuendorf hat das Gesundheitsamt Oberhavel mehr als 100 Kontaktpersonen mit Blutproben untersucht. Bewohner und Beschäftigte zeigen bislang keine typischen Symptome. Die Behörde koordiniert jetzt weitere Schritte gemeinsam mit der Einrichtung.
Alveolen und Kapillaren im Detail
Pulmonale AML-Infiltration

Mechanismen des Atemversagens bei AML entschlüsselt

Bei akuter myeloischer Leukämie (AML) ist Atemversagen eine gefürchtete Komplikation. Eine aktuelle Analyse zeigt, wie Leukämiezellen die Alveolarwand durchbrechen, fibrotischen Umbau auslösen und die Immunabwehr in der Lunge kippen. Prednison bessert die Lungenfunktion binnen Stunden und mit Lgals9 und IL-33 rücken 2 neue Targets in den Fokus.
Podcast Cover: Study Snacks Pneumologie 1200x627
04:31 min
Podcast: Study Snacks – Pneumologie

Osimertinib plus Chemotherapie bei fortgeschrittenem NSCLC mit EGFR-Mutation | Study Snacks – Pneumologie #034

Eine Kombinationstherapie aus Osimertinib und platinbasierter Chemotherapie verlängert das Gesamtüberleben bei Patient*innen mit fortgeschrittenem NSCLC und EGFR-Mutation deutlich – allerdings um den Preis häufigerer schwerer Nebenwirkungen. Was bedeutet das für die klinische Praxis?
Lunge rot leuchtend als graphisches Element in einem KI-Avatar
Screening-Lücke bei Nichtrauchern

Lungenkrebs-Screening in Asien: Kriterien verfehlen Mehrheit der Nichtraucherinnen

In Südkorea erfüllen nur gut ein Drittel aller neu diagnostizierten Lungenkrebspatienten die internationalen Kriterien für ein LDCT-Screening – bei den Frauen sind es sogar nur 2,3%. 44,1% aller Betroffenen haben nie geraucht und zeigen trotz häufig späterer Diagnose ein signifikant besseres Überleben als die screeningberechtigte Gruppe. Eine nationale Kohortenstudie mit knapp 90.000 Erkrankten legt die Grenzen rauchbasierter Eignungskriterien offen und fordert populationsspezifische Strategien zur Früherkennung jenseits der klassischen Risikogruppen.
Eine durchgestrichene Zigarette liegt auf einem Notizzettel mit der handschriftlichen Aufschrift „Ab heute rauchfrei!"
„Rauchfrei im Mai" brachte über 19.000 Ausstiege

Lungenkrebs-Prävention: Mit strukturierten Programmen fällt ein Rauchstopp leichter

Strukturierte Programme wie „Rauchfrei im Mai" erhöhen die Erfolgsquote gegenüber unbegleiteten Ausstiegsversuchen um ein Vielfaches. Mehr als 19.000 Menschen nahmen 2026 an der Aktion teil, rund 17% blieben den gesamten Monat rauchfrei. Damit übertrifft das strukturierte Programm die Erfolgsquote unbegleiteter Ausstiegsversuche deutlich – ein wichtiges Signal für die ärztliche Rauchentwöhnungsberatung.
Eine große Gruppe von Menschen bildet gemeinsam die Form eines Pfeils, der nach rechts zeigt – symbolisch für Lotsenfunktion und den gemeinsamen Weg zur Lungenkrebs-Früherkennung.
Hausärzte, Internisten und Pneumologen als Lotsen gefragt

Erstberatung zum Lungenkrebs-Screening extrabudgetär abrechnen

Hausärzte, Internisten und Pneumologen entscheiden maßgeblich mit, ob das seit April 2026 verfügbare Lungenkrebs-Screening seine lebensrettende Wirkung entfalten kann. Wer im Praxisalltag gezielt die Rauchgeschichte erfragt, identifiziert Anspruchsberechtigte und ebnet den Weg zur Früherkennung in einem noch heilbaren Stadium. Eine Qualifizierung als Erstberater ist mit überschaubarem Aufwand möglich und extrabudgetär abrechenbar.
Rotes Warndreieck mit Ausrufezeichen und zeigende Hand.
Durchstechflaschen mit Verbördelungsfehler

Libtayo®-Rückruf: Cemiplimab-Charge wegen Verschlussmangel sperren

Rückruf von Libtayo® (Cemiplimab) 350 mg: Regeneron zieht die Charge 8494100007 wegen eines Verbördelungsfehlers an den Durchstechflaschen zurück. Die Sterilität des Verschlusses ist nicht garantiert. Kliniken und onkologische Praxen müssen Bestände sofort sperren. Ersatzware wird kostenfrei bereitgestellt, sodass die Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten sichergestellt bleibt.
Eine medizinische Fachperson zeigt mit einem Finger auf eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs auf einem Tablet; auf der linken Lungenhälfte ist ein auffälliger, farblich hervorgehobener Bereich zu sehen, daneben liegt ein Stethoskop
Marker mit Gewicht

PD-L1 bleibt „Taktgeber“ bei der Therapie des fortgeschrittenen NSCLC

Beim fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom bleibt PD-L1 der entscheidende Biomarker für die Therapiesteuerung. Studien wie PACIFIC oder die KEYNOTE-Studien 024, 189 und 407 belegen den klaren Nutzen einer PD-L1-gestützten Stratifizierung. Bei Hochexprimierern stellt sich sogar schon die Frage, ob eine Chemotherapie überhaupt noch erforderlich ist.

Pneumologie: Häufige Fragen

Der Themenbereich beleuchtet akute und chronische Erkrankungen der Lunge und Atemwege. Dazu zählen unter anderem Asthma, COPD, Atemwegsinfektionen, interstitielle Lungenerkrankungen, pulmonale Komplikationen nach Transplantation sowie Lungenkarzinome. Im Mittelpunkt stehen Diagnostik, Therapie, Prävention und die langfristige Versorgung.