Startseite Gastroenterologie

Gastroenterologie

Aktuelle Entwicklungen, Leitlinien und Studien zu Magen-Darm, Leber und Pankreas

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

Meine News: Perfekt auf meinen Informationsbedarf abgestimmt.

Legen Sie Ihre persönlichen Interessen fest und erhalten Sie eine individuelle News-Auswahl.


Jetzt mit Thieme Account anmelden oder kostenlos registrieren.

Neuste Artikel

Zwei kompatible Puzzlestücke werden aneinander gehalten
Kein Zusatznutzen durch Kombination

Zalfermin plus Semaglutid bei MASH: Kombination ohne additiven Nutzen auf Leberfibrose

Die duale Ansteuerung der FGF21- und GLP-1-Rezeptoren galt als vielversprechender Ansatz bei metabolischer Dysfunktion assoziierter Steatohepatitis mit fortgeschrittener Fibrose. Eine internationale Phase-II-Studie mit 698 Patienten prüfte nun die Kombination aus dem FGF21-Analogon Zalfermin und Semaglutid gegen Placebo. Der erhoffte additive Effekt auf die Fibrose blieb aus – Semaglutid 2,4 mg zeigte jedoch einen nominell signifikanten Vorteil und wirkte bemerkenswert konsistent bei kompensierter Zirrhose.
DNA-Doppelhelix vor blau-orangem Hintergrund
Genetischer Marker für schwere CED

HLA-DRB1*01:03 markiert aggressive Verläufe bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Ein einzelnes HLA-Allel könnte künftig helfen, Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und besonders ungünstigem Verlauf früh zu erkennen. In der bislang größten Genotyp-Phänotyp-Analyse mit über 43.000 Betroffenen zeigt HLA-DRB1*01:03 eine unabhängige Assoziation mit Perianalbefall, Kolektomie, Kolonresektion, früherem Therapiebedarf und schlechterem Ansprechen auf Anti-TNF- und JAK-Inhibitoren – über Morbus Crohn und Colitis ulcerosa hinweg.
Support healthy liver.
Nur jeder 40. entwickelt auffällige Leberwerte

Lebersteifigkeit im Verlauf: Wann ist ein Screening tatsächlich sinnvoll?

Die Messung der Lebersteifigkeit per vibrationskontrollierter transienter Elastografie gilt als vielversprechendes Instrument zur Früherkennung einer Leberfibrose. Doch lohnt sich ein wiederholtes Screening in der Allgemeinbevölkerung? Eine europäische Kohortenstudie mit über 4.500 Teilnehmenden aus Spanien, Dänemark und den Niederlanden liefert nun belastbare Langzeitdaten – und legt nahe, dass ein flächendeckendes Screening ineffizient wäre. Für bestimmte Risikogruppen zeichnet sich hingegen ein klarer Nutzen ab.
Lupe vergrößert eine blaue Figur inmitten vieler brauner Holzfiguren
Evidenzlücke bremst Ausweitung

G-BA lehnt Ausweitung des Darmkrebs-Screenings auf jüngere Risikopersonen ab

Bei jüngeren Personen mit familiärem Darmkrebsrisiko bleibt die individuelle Risikoberatung und kurative Abklärung der zentrale Versorgungspfad – ein organisiertes, einladungsbasiertes Screening wird es vorerst nicht geben. Die Anamneseerhebung zum familiären Risiko im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung sowie die niederschwellige Koloskopie zur Abklärung von Beschwerden bleiben die wichtigsten Instrumente, um Betroffene früh zu identifizieren.
Helicobacter pylori
Resistenzen zwingen zum Umdenken

Eradikation von H. pylori: Warum Standardtherapien global ins Straucheln geraten

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung trägt Helicobacter pylori in sich – doch die Eradikation wird zunehmend schwieriger. Steigende Resistenzraten gegen Clarithromycin, Metronidazol und Levofloxacin lassen Standardtripeltherapien in vielen Regionen ins Leere laufen. Ein aktueller Übersichtsartikel beleuchtet regionale Resistenzmuster, ordnet aktuelle Leitlinienempfehlungen ein und stellt neue therapeutische Ansätze vor – von vonoprazanbasierten Regimen über gastroretentive Wirkstoffträger bis hin zu nicht antibiotischen Strategien.
Darstellung des menschlichen Darms in einer futuristischen, digitalen Umgebung mit medizinischen Symbolen und Datenvisualisierungen.
KI-Hype gebremst?

Darmkrebsvorsorge bei Lynch-Syndrom: KI bringt keinen Zusatznutzen in Expertenhand

KI-Assistenzsysteme in der Koloskopie gelten als vielversprechendes Werkzeug zur Adenom-Detektion. Doch bei Menschen mit Lynch-Syndrom zeigt die internationale CADLY2-Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Bonn ein unerwartetes Bild. In spezialisierten Zentren mit erfahrenen Untersuchenden erkennt die künstliche Intelligenz nicht mehr Krebsvorstufen als die hochwertige Standarduntersuchung.
Eher quantitative Eigenschaften entscheidend

Darmmikrobiom: Menge der Bakterien wichtiger als Zusammensetzung

Ballaststoffreiche Ernährung und Intervallfasten wirken im Darm ähnlich entzündungshemmend – obwohl sie die bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms unterschiedlich verändern. Eine Studie der Universität Hohenheim rückt daher die absolute Menge der Darmbakterien in den Fokus.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Erste RCT-Daten zu Dupilumab

Eosinophile Gastritis: IL-4/IL-13-Blockade reduziert Eosinophilenlast um die Hälfte

Für die eosinophile Gastritis existiert bislang keine zugelassene Therapie. Der monoklonale Antikörper Dupilumab, der die Typ-2-Zytokine IL-4 und IL-13 blockiert, könnte diese Lücke schließen. In einer Phase-II-Studie reduzierte die Substanz die gastrale Eosinophilenzahl signifikant und verbesserte auch endoskopische sowie histologische Parameter deutlich. Ein Effekt auf die Symptomlast blieb dagegen aus – möglicherweise ein Dosis- oder Zeitfrage.
Pilz Candida albicans
Mund prägt Darmimmunität

Morbus Crohn: Candida-Immunantwort aus dem Mund treibt Darmentzündung

Kieler Forschende haben aufgedeckt, dass Th17-Immunzellen gegen den Hefepilz Candida albicans vermutlich in der Mundschleimhaut geprägt werden und im entzündeten Darm bei Morbus Crohn gewebsschädigende Eigenschaften entwickeln. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Ansatzpunkte für gezielte Biologika-Therapien und rücken die immunologische Achse zwischen Mund und Darm stärker in den Fokus der Entzündungsmedizin.
Nahaufnahme von einem Babyfuss im Krankenhaus
Ermittlungen in Kinderklinik

Frühchen stirbt in Paderborn: Staatsanwaltschaft prüft Darmkeim-Infektion

Nach dem Tod eines Frühchens in der Intensivstation der Paderborner Kinderklinik St. Louise hat die Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Obduktion und mikrobiologische Untersuchungen sollen klären, ob der Darmkeim wirklich die Todesursache war. Auch das Gesundheitsamt prüft nun die Hygieneabläufe auf der Station.
Vorsichtig überprüft eine Krankenschwester auf einer Frühchenstation den korrekten Sitz einer Sauerstoffsonde am winzigen Fuß eines erst wenige Tage alten Frühchens in einer Klinik
Aufnahmestopp nach Ausbruch

Enterobacter-Ausbruch in Paderborner Kinderklinik: Frühchen stirbt an Sepsis

Auf der Neugeborenen-Intensivstation der Paderborner St. Louise Kinderklinik ist ein Frühchen nach einer Enterobacter-Infektion an einer schweren Sepsis gestorben, ein weiteres kämpft ums Überleben. Bei vier Kindern wurde das Darmbakterium nachgewiesen. Die Klinik hat Neuaufnahmen ausgesetzt und sucht mit dem Gesundheitsamt nach der Infektionsquelle.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Wenn Bürstenzytologie und CA 19-9 an ihre Grenzen stoßen

Omics-Diagnostik beim perihilären Cholangiokarzinom: Wege aus der diagnostischen Grauzone

Unklare hiläre Gallengangstrikturen bleiben eine der schwierigsten diagnostischen Situationen in der Hepatologie – besonders bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis. Bürstenzytologie, FISH und CA 19-9 liefern zu oft unklare Befunde und verzögern kurative Therapieoptionen. Ein aktueller Übersichtsartikel beleuchtet, wie proteomische, genomische, methylomische, metabolomische und lipidomische Analysen aus Galle, Serum und Bürstenmaterial die Diagnostik des perihilären Cholangiokarzinoms auf eine neue molekulare Grundlage stellen könnten.

Thieme Praxis App jetzt kostenlos installieren und nichts mehr verpassen

Im App Store laden
Logo Google Play
Bei Google Play laden
Im App Store laden
Logo Google Play
Bei Google Play laden