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Gastroenterologie

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

Neuste Artikel

Fettleber-Diagnostik

Alkoholbedingte Leberschäden: Neuer MAPI-Score verbessert Diagnostik

Steatotische Lebererkrankungen gehören zu den weltweit häufigsten Lebererkrankungen. Ein neu entwickelter Biomarker-Score (MAPI) unterscheidet anhand einfacher Laborparameter zuverlässig zwischen metabolisch und alkoholisch bedingter Fettleber – und übertrifft etablierte indirekte Alkoholmarker in der diagnostischen Treffsicherheit.
Rotes Warnschild mit Ausrufezeichen und Aufschrift „Hitzewelle" vor blauem Himmel.
Sicher durch die Hitze

CALOR-Liste: Praxishilfe für hitzesensible Medikationsanpassung

Hitzewellen werden häufiger – und viele Dauermedikamente erhöhen bei hohen Temperaturen das Risiko für Dehydratation, Elektrolytstörungen oder Nierenversagen. Die neue CALOR-Liste aus dem Projekt ADAPT-HEAT bündelt evidenzbasierte und konsentierte Hinweise zu 27 hitzerelevanten Wirkstoffklassen. Sie unterstützt Praxisteams dabei, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren, Beratung zu strukturieren und Monitoring gezielt anzupassen – ohne die Grundtherapie zu gefährden.
Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Tasse Cappuccino mit Milchschaum in Herzform
Mikrobiom-Forschung

Kaffee als Mikrobiom-Booster: Studie belegt Effekt auf Darmbakterien

Kaffee gilt als verdauungsfördernd. Doch wirkt sich der Konsum auch positiv auf das Darmmikrobiom aus? Eine aktuelle experimentelle Studie zeigt, dass regelmäßiger Kaffeekonsum die Zusammensetzung spezifischer Darmbakterien verändert und positiv auf die Darm-Hirn-Achse wirkt.
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Zulassung nicht verzögern

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Fachgesellschaften fordern schnellen Zugang

Der neue RAS-Inhibitor Daraxonrasib verlängert in der Phase-III-Studie RASolute 302 beim metastasierten Pankreaskarzinom signifikant Ansprechen, progressionsfreies und Gesamtüberleben nach Versagen der Erstlinien-Chemotherapie. DGHO, AIO und DGVS fordern nun einen raschen Zugang für Patienten in Deutschland, ein Compassionate Use Programm ist bislang nicht vorgesehen.
Weinflaschen und Weingläser auf einem Tisch; ein Weinglas wird aktuell befüllt..
Rausch und Risiko

MASLD und Alkohol: Rauschtrinken verdreifacht Risiko für Leberfibrose

Alkohol gehört für viele dazu. Besonders an den Wochenenden. Trinken macht oft locker, lustig und enthemmt – aber zu einem hohen Preis. Eine aktuelle Kohortenanalyse der University of Southern California zeigt, dass episodisches Rauschtrinken bei Patienten mit metabolischer Dysfunktion-assoziierter steatotischer Lebererkrankung (MASLD) das Risiko einer fortgeschrittenen Leberfibrose verdreifacht – auch wenn es nur ums Wochenende geht.
DNA
Studie zeigt klaren Nutzen

Darmkrebs: ctDNA-Bluttest steuert Chemotherapie gezielter

Für viele Betroffene stellt sich nach einer Darmkrebs-OP die entscheidende Frage: Ist eine adjuvante Chemotherapie nötig, um ein Rezidiv zu verhindern? Die randomisierte CIRCULATE-Studie unter Dresdner Leitung belegt erstmals, dass Patienten mit nachweisbarer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) klar von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren – und ctDNA-negative Betroffene auf die belastende Behandlung verzichten könnten.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Krebsvorsorge Screening

Krebsfrüherkennung bei Frauen: Warum die Teilnahmequoten zu niedrig bleiben

Eine US-Studie mit über 68.000 Frauen zeigt erhebliche Lücken bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings. Besonders die Darmkrebsvorsorge wird gemieden. Welche zwei Risikogruppen die Studie identifiziert und welche Strategien die Screeningquoten verbessern könnten.
3D-Illustration einer menschlichen Leber; auf der Oberfläche ist ein leuchtend markierter Tumorherd sichtbar, der von einem grünen Laserstrahl gezielt getroffen wird
STRIDE verändert das Spiel

Immuntherapie plus Embolisation verbessert Überleben beim nicht resektablem HCC

Beim nicht resektablen hepatozellulären Karzinom verlängert die Kombination aus transarterieller Chemoembolisation und dem STRIDE-Regime das progressionsfreie Überleben signifikant. Die Phase-III-Studie EMERALD-3 – eine der Late-Breaker-Studien auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) – zeigt zudem einen Trend zu längerem Gesamtüberleben bei akzeptablem Sicherheitsprofil.
Lupe personalisiert
Warum manche Menschen gesund bleiben

Prävention in der Gastroenterologie: DGVS fordert Forschung zu Schutzmechanismen

Die DGVS rückt Prävention in der Gastroenterologie stärker in den Mittelpunkt und fordert mehr Forschung dazu, warum manche Menschen trotz Risikofaktoren gesund bleiben. Frühe Marker, Darmkrebsvorsorge und Lebensstilfaktoren bieten konkrete Ansätze für Darm, Leber und Stoffwechsel. Auch die geplante Herstellerabgabe auf Süßgetränke begrüßt die Fachgesellschaft.
Ein Elternpaar geht am Ufer eines Gewässers entlang und hält gemeinsam ein Kind an den Händen, sodass das Kind beim Gehen leicht angehoben wird.
Je früher, desto schlechter

Übergewicht gleich Übergewicht? Beim Krebsrisiko stimmt das nur bedingt

Adipositas zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Krebs – doch nicht jedes Übergewicht wirkt sich gleich aus. Entscheidend scheint der Zeitpunkt der Gewichtszunahme im Erwachsenenalter zu sein: Wer früh adipös wird, trägt ein deutlich höheres Risiko für bestimmte Krebsarten – mit klaren Unterschieden zwischen Männern und Frauen.
Preisverleihung
Ausgebremst

Lebermetastasen: RNAi-Therapie erhält Preis der Deutschen Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung zeichnet 2026 einen neuen Therapieansatz gegen Lebermetastasen aus. Mittels RNA-Interferenz wird gezielt das Neuropeptid Y in Leberzellen ausgeschaltet und Tumorzellen so der entscheidende Lockstoff entzogen, bevor sie sich in der Leber ansiedeln können. Das Verfahren verspricht neue Optionen für die klinische Praxis.