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Gastroenterologie

Aktuelle Entwicklungen, Leitlinien und Studien zu Magen-Darm, Leber und Pankreas

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

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Ein Kind trägt ein rotes T-Shirt und blaue Jeans und hält sich mit beiden Händen den Bauch, was auf Bauchschmerzen hinweist.
Defektes Gen lässt Darmschleimhaut versagen

Morbus Crohn bei Kindern: Internationales Team findet bislang unbekannte Genursache

Warum manche Kinder besonders schwer an Morbus Crohn erkranken, war lange unklar. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des LMU Klinikums hat jetzt mit BIRC3 ein bislang unbekanntes Krankheitsgen entlarvt. Der Befund eröffnet neue diagnostische Wege für betroffene Familien und liefert einen vielversprechenden Ansatzpunkt für zielgerichtete Therapien.
Zwei Hände bedienen ein Tablet, auf dessen Bildschirm das Wort „Pankreaskarzinom“ groß dargestellt ist.
Hinweisgeber Medikamentenverordnung

Was verraten Verschreibungsmuster vor der Diagnose von Pankreaskrebs?

Rund 20.000 Menschen erkranken in jedem Jahr in Deutschland neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Diagnose ist dann oft ungünstig. Denn oftmals wird die Erkrankung erst spät entdeckt. Immer wieder befasst sich die Wissenschaft daher mit Therapieoptionen, die das Überleben verlängern.
Aus Reiskörnern gestreute Silhouette eines menschlichen Kopfes im Profil auf dunklem Holz. Der Gehirnbereich ist mit einer bunten Auswahl an Lebensmitteln wie Kiwi, Beeren, Tomaten und Nüssen ausgelegt.
Weniger Kalorien, mehr Kontrolle

Semaglutid senkt Kalorienaufnahme langfistig – trotz nachlassendem Sättigungsgefühl

Semaglutid reduziert die Kalorienaufnahme bei Menschen mit Adipositas nachhaltig. Das gilt auch dann, wenn die anfangs stark ausgeprägten subjektiven Effekte auf Hunger und Sättigung nach einigen Monaten nachlassen. Diese anhaltend niedrigere Energiezufuhr erklärt, warum der Gewichtsverlust langfristig stabil bleibt. Der nachlassende Appetit-Effekt ist also nicht als Wirkungsverlust zu werten – eine wichtige Information auch für Ihre Patienten.
Frau hält sich Bauch
Kulturelle Hintergründe aktiv einbeziehen

Darm-Hirn-Interaktion: Soziokulturelle Faktoren prägen Symptome

Bauchschmerzen, Sodbrennen, Verstopfung – Störungen der Darm-Hirn-Interaktion betreffen weltweit rund 40 Prozent der Menschen. Eine aktuelle Arbeit im Rahmen der Rom-V-Kriterien zeigt nun, wie stark soziokulturelle Faktoren Wahrnehmung, Arztbesuch und Therapieerfolg beeinflussen – mit weitreichenden Konsequenzen für die gastroenterologische Praxis.
Ein Mann und eine Frau beim Nordic Walking
Aktualisierte S3-Leitlinie

Darmkrebs-Nachsorge: Strukturiertes Bewegungsprogramm verbessert Überleben

Bewegung nach Darmkrebs wird zum festen Bestandteil der Nachsorge. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie erstmals angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind Daten der CHALLENGE-Studie, die ein deutlich besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben durch strukturiertes Training belegen.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Darmreinigung neu gedacht

PEG-Ascorbat: Ein Liter genügt für die optimale Koloskopie

Eine niedrigvolumige Koloskopie-Vorbereitung mit nur einem Liter PEG-Ascorbat liefert in einer randomisierten Studie an 665 Patienten bessere Reinigungsergebnisse und höhere Akzeptanz als zwei oder vier Liter. Besonders im rechten Kolon zeigen sich Vorteile.
Nahaufnahme einer Person im weißen Arztkittel mit Stethoskop, die mit den Händen mehrere transparente, ineinandergreifende Zahnräder in einer digitalen Darstellung berührt
Multimodale Therapie 2.0

Nur wer an vielen Stellschrauben dreht, verbessert die Therapie von GI-Tumoren

Multimodale Therapie, Immuncheckpoint-Inhibitoren und biomarkergeleitete Strategien verändern das Management von Ösophagus- und Magenkarzinomen. Um aber die Qualität der Behandlung dieser Tumore nachhaltig zu verbessen, sind darüber hinaus eine konsequente Versorgung der Patienten in Zentren und kreativere, stärker auf Biomarker ausgerichtete Studiendesigns notwendig.
Der Schriftzug "Hepatitis B" in einem Impfpass, aufgenommen am 09.06.2015 in Stuttgart
Welt-Hepatitis-Tag

Nachholbedarf bei Hepatitis B und C: WHO fordert mehr Tests, Impfungen und Therapien

Zum heutigen Welt-Hepatitis-Tag mahnt die WHO mehr Forschung, konsequente Tests und breiteren Zugang zu Therapien an. 287 Millionen Menschen leben weltweit mit einer chronischen Virushepatitis, die unbehandelt in Leberzirrhose oder Leberkrebs münden kann – doch nur ein Bruchteil der Betroffenen wird tatsächlich behandelt.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: KI liest Therapieantworten aus dem Darmmikrobiom

Wenn Stuhlproben künftig die Darmspiegelung ersetzen könnten, verändert das die Versorgung von CED-Patienten grundlegend. Im NRW-Verbundprojekt MikrobiomProCheck verknüpfen Forschende der Universität Bielefeld klinische Daten, Genomanalysen und KI-gestützte Bioinformatik, um Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gezielter zu diagnostizieren und individuell zu behandeln.
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Ältere besonders benachteiligt

Pankreaskarzinom: Leitlinienempfehlungen häufig nicht umgesetzt

Die Versorgung von Patienten mit Pankreaskarzinomen ist verbesserungsfähig. Obwohl eine multimodale Therapie mit Operation plus Chemotherapie nachweislich die besten Ergebnisse liefert, erhalten in Deutschland nur etwa 45% der Betroffenen eine adjuvante oder additive Chemotherapie. Von den über 80-jährigen Erkrankten wurden fast 40% weder operativ noch zytostatisch behandelt.
Hepatitis Virus
Chancen und Risiken einer neuen Antisense-Therapie

Chronische Hepatitis B: Bepirovirsen ermöglicht funktionelle Heilung

Eine chronische Hepatitis-B-Infektion galt bisher als nicht heilbar – doch das könnte sich nun ändern. In einer aktuellen Phase-3-Studie erreichte jeder fünfte Patient unter Bepirovirsen eine funktionelle Heilung, während es in der Placebogruppe keinem gelang.
Ältere Frau nimmt eine Tablette mit einem Glas Wasser ein
Von der Abnehmspritze zur Abnehmpille

Orales Semaglutid erhält EU-Zulassung zur Adipositastherapie

Jetzt ist es offiziell: Mit der Wegovy® Tablette steht erstmals ein oraler GLP-1-Rezeptoragonist zur Behandlung von Adipositas und Übergewicht mit gewichtsbedingten Begleiterkrankungen zur Verfügung – ganz ohne Spritze. Voraussichtlich im dritten Quartal 2026 wird die neue „Abnehmtablette“ in Deutschland erhältlich sein.

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