Startseite Gastroenterologie Seite 3

Gastroenterologie

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

Neuste Artikel

Frau mit Bauchschmerzen und visualisiertem Darm
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Fastenähnliche Diät senkt Symptome und Entzündungswerte

Eine zyklisch durchgeführte fastenähnliche Diät kann bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn die Krankheitsaktivität deutlich senken und das fäkale Calprotectin als Entzündungsmarker reduzieren. Rund zwei Drittel der Behandelten sprachen klinisch an, schwerwiegende Nebenwirkungen blieben aus.
Laparoskopie im OP-Saal
Operativer vs. biologischer Therapieansatz

Ilealer Morbus Crohn: Ileozökale Resektion mit Langzeitvorteil gegenüber Infliximab

Operation oder Biologikum? Beim ilealen Morbus Crohn liefert die 10-Jahres-Auswertung der LIR!C-Studie neue Argumente für ein frühes chirurgisches Vorgehen: Nach ileozökaler Resektion erreichen deutlich mehr Patienten eine therapiefreie Remission als unter Infliximab – mit besonders ausgeprägtem Vorteil bei Jüngeren.
Mann geht mit Klopapier zur Toilette
Schutz vor Gastroenteritis

Magen-Darm-Infekt: Fünf Hygienetipps schützen Angehörige vor Ansteckung

Eine Gastroenterologin des Berufsverbands bng nennt fünf konkrete Hygienemaßnahmen, mit denen sich Angehörige wirksam vor einer Ansteckung mit Noroviren, Rotaviren und anderen Erregern schützen können – von Händewaschen über Flächendesinfektion bis hin zur richtigen Wäschehygiene bei 60 Grad.
Elektronenmikroskopische Darstellung von Hepatitis-E-Viren
Neuer Hoffnungsträger

Hepatitis E: Bemnifosbuvir stoppt Virusvermehrung im präklinischen Modell

Der bereits gegen Hepatitis C klinisch geprüfte Wirkstoff Bemnifosbuvir hemmt die Replikation des Hepatitis-E-Virus in Zellkultur und Tiermodell. Ein internationales Forschungsteam sieht darin Potenzial für einen baldigen Off-Label-Einsatz – insbesondere bei chronisch infizierten, immunsupprimierten Patientinnen und Patienten.
Darmtrakt mit DNA-Doppelhelix vor blauem Hintergrund
Mikrobiom-Forschung

Darmmikrobiom-Analyse: Shotgun-Metagenomik im systematischen Benchmark

Metagenomsequenzierung des Darmmikrobioms: Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat erstmals systematisch geprüft, welche Sequenzierungstiefe für taxonomische, funktionelle und stammspezifische Analysen tatsächlich nötig ist – mit klaren Empfehlungen für Studienplanung, Kostenkalkulation und die Vergleichbarkeit zwischen Laboren.
Magen-Darm-Trakt
Intensivmedizin

Selektive Darmdekontamination auf der Intensivstation: Weniger Infektionen, aber kein Überlebensvorteil

Selektive Darmdekontamination bei beatmeten Intensivpatienten: Die internationale SuDDICU-Studie mit 20.000 Patienten zeigt keinen Effekt auf die Krankenhaussterblichkeit, reduziert jedoch Bakteriämien und resistente Erregerisolate deutlich. Warum eine breite klinische Implementierung dennoch fraglich bleibt – die Ergebnisse im Detail.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
Menge wichtiger als Aufnahmemuster

Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Hand hält Spritze vor unscharfem Hintergrund
Doppelter Nutzen

Semaglutid schützt Herz und Leber bei Hochrisiko-Adipositas

Adipositas und metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) treten häufig gemeinsam auf und teilen pathophysiologische Mechanismen wie viszerale Adipositas, Insulinresistenz und subklinische Inflammation – was das Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankungen (ASCVD) zusätzlich erhöht. Eine präspezifizierte Analyse der SELECT-Studie belegt nun für den GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid eine deutliche Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse auch bei erhöhtem FIB-4-Index.
Stilisierte anatomische Darstellung der Bauchspeicheldrüse mit angrenzenden Strukturen vor einem Hintergrund aus Tabletten
Wird die Bestimmung des RAS-Status ins Zentrum der Therapieplanung rücken?

RAS-Inhibitor Daraxonrasib verdoppelt Überleben bei metastasiertem Pankreaskarzinom

Mit Daraxonrasib steht in der Zweitlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms erstmals eine zielgerichtete orale Option zur Verfügung, die das mediane Gesamtüberleben gegenüber der Standard-Chemotherapie verdoppelt und das Sterberisiko um 60% senkt. Diese Daten aus der RASolute-302-Studie wurden gerade im Rahmen des Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentiert. Klinisch besonders relevant: Schmerzen und Lebensqualität bleiben länger stabil, Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen sind selten. Da über 90% der duktalen Adenokarzinome des Pankreas RAS-Mutationen aufweisen, eröffnet sich ein breit anwendbarer Therapieansatz – ein möglicher Paradigmenwechsel?
Molekülmodell eines Proteins
Darm-Hirn-Achse

Parkinson und CED: KI-Projekt sucht molekulare Verbindungen

Das Erlanger Projekt AI-PREDICT nutzt künstliche Intelligenz und Deep Learning, um molekulare Signaturen aufzuspüren, die Parkinson und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verbinden. Ziel ist eine Risikostratifizierung Jahre vor dem Auftreten erster Parkinson-Symptome – und eine Blaupause für die Erforschung weiterer Komorbiditäten.
Faltige Hand eines alten Mannes auf einem Gehstock
Altersbedingte Dysbiose

Darmmikrobiom im Alter: Immunüberwachung steuert Dysbiose

Darmmikrobiom und Altern: Forschende des Leibniz-Instituts in Jena präsentieren in „PLoS Biology" eine neue Hypothese zur altersbedingten Dysbiose. Demnach verliert nicht das Mikrobiom selbst sein Gleichgewicht – vielmehr lässt die Immunüberwachung nach, sodass dominante Mikroorganismen die Oberhand gewinnen. Ein Ansatz mit Folgen für künftige Mikrobiomtherapien.
Laparoskopie im OP-Saal
OP aufschieben – aber zu welchem Preis?

Akute Appendizitis ohne OP: Langzeitrisiken neu bewertet

Bei akuter Appendizitis muss nicht zwingend sofort operiert werden – ein konservatives Vorgehen gewinnt in der Praxis an Bedeutung. Doch wie verlässlich ist diese Strategie auf lange Sicht? Eine kanadische Kohortenstudie mit über 13.000 nicht operierten Patienten zeigt nun, dass Notfall-Reinterventionen seltener auftreten als bislang angenommen. Dennoch unterzieht sich jeder fünfte Betroffene innerhalb von fünf Jahren einer elektiven Appendektomie.