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Gynäkologie

Aktuelle Studien, Onkologie-Updates und Praxiswissen

Der Themenbereich Gynäkologie bietet Ihnen einen verlässlichen Überblick über aktuelle klinische Entwicklungen, praxisrelevante Studien und gesundheitspolitische Debatten. Von Fortschritten in der gynäkologischen Onkologie über präventive Schwerpunkte wie die HPV-Impfung bis hin zu geburtshilflichen Fragestellungen: Wir bereiten komplexe Evidenz und leitliniengerechtes Fachwissen komprimiert für Ihren ärztlichen Alltag auf.

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Neuste Artikel

Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.
Schwangere Frau sitzt im Krankenhaus und wird auf eine PDA vorbereitet
Entwarnung für die PDA

Periduralanästhesie unter Geburt ohne erhöhtes Risiko für Neugeborene und Kinder

Die Periduralanästhesie zählt zu den effektivsten Verfahren der Schmerzlinderung während der Geburt – doch Sorgen um mögliche Folgen für das Neugeborene beeinflussen bis heute die Aufklärung und die Entscheidungen werdender Mütter. Eine schottische Kohortenstudie mit knapp 500.000 Geburten liefert nun robuste populationsbasierte Evidenz zur neonatalen Sicherheit: Weder für schwere neurologische Morbidität, neonatale Sepsis, Mortalität noch für eine spätere Zerebralparese ergaben sich Hinweise auf ein erhöhtes Risiko – konsistent über alle Subgruppen hinweg.
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Desogestrel bei Risikoprofilen und Komorbidität

Desogestrel bietet östrogenfreie Kontrazeption mit Zusatznutzen: Sie bietet Vorteile bei menstrueller Migräne, PMS, Endometriose sowie für Raucherinnen, Frauen über 35 und in der Stillzeit.
Wasser wird aus Karaffe in Wassergläser gegossen
Chloriertes Trinkwasser

Unterschätztes Risiko für das Endometriumkarzinom

Trihalomethane und Halogenessigsäuren entstehen bei der Chlorung von Trinkwasser – und stehen im Verdacht, das Risiko für gynäkologische Malignome zu erhöhen. Eine prospektive Kohortenstudie an über 53.000 kalifornischen Lehrerinnen liefert nun neue Hinweise: Langfristige Exposition gegenüber bestimmten Desinfektionsnebenprodukten war mit einem erhöhten Risiko für Uteruskarzinome assoziiert – und zwar histotypspezifisch. Nitrat, Arsen und Uran zeigten dagegen keinen Zusammenhang
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Ärztin spricht an ihrem Tisch mit einer Patientin
Zum Welttag der sexuellen Gesundheit

Intimgesundheit sollte beim Arzt kein Tabuthema sein

Rund 90 Prozent der Patientinnen und Patienten wünschen sich ein ärztliches Gespräch über sexuelle Gesundheit – tatsächlich findet es jedoch nur bei einer Minderheit statt. Wie sich Zeitdruck, Scham und Vorurteile überwinden lassen und welche strukturierten Werkzeuge wie die „5Ps" den Einstieg erleichtern, zeigen DDG und DSTIG mit praxisnahen Empfehlungen zur Gesprächsführung.
Schwangere Frau im Krankenhaus an CTG angeschlossen
Entwarnung für die PDA

Periduralanalgesie unter der Geburt ohne erhöhte Risiken für das Neugeborene

Die Periduralanalgesie ist die effektivste Methode zur Schmerzlinderung unter der Geburt – doch viele Frauen fürchten Nachteile für ihr Kind. Eine landesweite schottische Kohortenstudie mit knapp einer halben Million Geburten hat jetzt zentrale Sicherheitsfragen beantwortet: weder schwere neonatale Morbidität noch neonatale Mortalität oder Zerebralparese im Kindesalter treten unter PDA häufiger auf. Auch Frühgeborene und Hochrisikoschwangerschaften profitieren von der Analgesie ohne zusätzliche Risiken.
Drei Frauen unterschiedlichen Alters im Profil nebeneinander
Genetische Risikoanalyse

Familiärer Brustkrebs: Jeder fünfte Verwandte trägt Risikogen

Fast 20% der gesunden Verwandten von Brust- und Eierstockkrebspatientinnen tragen pathogene Genvarianten – bei Männern sogar mehr als ein Drittel. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Tumorsuppressorgene BRCA1 und BRCA2 – doch auch Varianten in weiteren Genen können das Krebsrisiko in betroffenen Familien erheblich erhöhen.
Lupe fokussiert auf rote Spielfigur inmitten weißer Figuren
Diagnostische Lücke schließt sich

Kombiniertes Zervix-Screening deckt deutlich mehr Adenokarzinom-Vorstufen auf

Seit 2020 setzt Deutschland bei Frauen ab 35 Jahren auf die Kombination aus HPV-Test und Zytologie - mit Erfolg, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Auswertung deutscher Krebsregisterdaten nun nahelegen: Die Zahl diagnostizierter Adenocarcinomata in situ ist seither deutlich gestiegen – mit einem jährlichen Zuwachs von 27,5% in der Zielgruppe. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome hin, einer Tumorform, bei der die konventionelle Zytologie an ihre Grenzen stieß.
Krankenpflegerin schiebt Bett über Krankenhausflur
Hitzeschutz im Krankenhaus

Neubauten verzichten auf flächendeckende Klimaanlagen

Klimaanlagen in Patientenzimmern bleiben die Ausnahme: Neue Kliniken in Baden-Württemberg setzen auf Betonkernaktivierung, Kühldecken und Lüftungskonzepte statt auf klassische Klimatisierung. Bundesweit kann fast jedes zweite Krankenhaus kein einziges Patientenzimmer kühlen – mit spürbaren Folgen für Patienten, Personal und den Klinikalltag während Hitzewellen.
Pärchen hält Händchen beim Arzt
Kleines Risiko, große Unsicherheit

Assistierte Reproduktion und hormonabhängige Krebserkrankungen: Signal oder Störgröße?

Erhöhen ART, intrauterine Insemination oder Clomifencitrat das Risiko für hormonabhängige Tumoren? Eine australische Kohortenstudie mit rund 1,75 Millionen Frauen liefert differenzierte Antworten: Zwar zeigen sich für Mamma-, Ovarial-, Uterus- und Schilddrüsenkarzinome erhöhte Hazard Ratios nach reproduktionsmedizinischer Behandlung – die Absolutzahlen bleiben jedoch klein. Vieles spricht dafür, dass Detektionsbias und nicht erfasste Confounder wie Endometriose oder PCOS die beobachteten Assoziationen zumindest teilweise erklären.
Eine Schwangere sitzt auf dem Sofa, hat einen Laptop auf den Knien und fühlt sich sichtlich unwohl.
Nausea und Emesis gravidarum

Beratungsstrategien und Therapieoptionen bei Schwangerschaftsübelkeit

Nausea und Emesis gravidarum zählen zu den häufigsten Beratungsanlässen im ersten Trimenon: Bis zu drei Viertel der Patientinnen sind betroffen. Welche nichtmedikamentösen Empfehlungen sind wirksam, wann sind Vitamin B6 und Doxylamin indiziert, und welche roten Flaggen weisen auf eine Hyperemesis gravidarum hin – ein Überblick für die gynäkologische Praxis.

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