Stillen schützt Mutter und Kind, fördert die Bindung und ist weit mehr als optimale Säuglingsernährung. Zur Weltstillwoche vom 28. September bis 4. Oktober 2026 wirbt das Netzwerk Gesund ins Leben unter dem Motto „Stillen. Deine Superkraft.“ für bessere Rahmenbedingungen und eine selbstbestimmte Stillentscheidung. Fachkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle.
Weltstillwoche 2026 rückt Potenzial von Muttermilch in den Fokus
Vom 28. September bis 4. Oktober 2026 findet die Weltstillwoche unter dem Motto „Stillen. Deine Superkraft“ statt. Das Netzwerk Gesund ins Leben wirbt gemeinsam mit 53 Partnerinstitutionen dafür, Rahmenbedingungen zu verbessern und Familien frühzeitig zu informieren – damit Stillen gelingt, wo immer es gewünscht wird.
Mehr als Ernährung: Was Stillen für Mutter und Kind leistet
Muttermilch ist nicht nur optimal auf die Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt, sie unterstützt auch die gesamte kindliche Entwicklung und schützt gleichzeitig die Gesundheit der Mutter. Stillen fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind und ist praktisch: Muttermilch ist jederzeit verfügbar und immer richtig temperiert. Diese Kombination aus gesundheitlichem Nutzen und Alltagstauglichkeit macht das Stillen zu einem zentralen Thema der frühkindlichen Gesundheitsförderung.
Fachpersonal als Schlüssel zur selbstbestimmten Entscheidung
Idealerweise beginnt die Beratung zum Stillen bereits in der Schwangerenvorsorge und Geburtsvorbereitung. Nach der Geburt sind Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Pflegefachpersonen sowie Fachkräfte der Frühen Hilfen gefragt: Sie gehen auf individuelle Fragen und Bedenken ein, entwickeln gemeinsam mit den Frauen ressourcenorientierte Lösungen und respektieren deren Entscheidungen. Strukturelle Hürden abzubauen ist dabei ebenso Teil des Auftrags wie die fachliche Begleitung.
Nationale Strategie mit breitem Bündnis
Im Auftrag der Bundesregierung koordiniert das Netzwerk Gesund ins Leben die Kommunikationsmaßnahmen zur Weltstillwoche als Teil der Nationalen Strategie zur Stillförderung. Ziel ist es, Deutschland stillfreundlicher zu gestalten. Unterstützt wird die Aktionswoche vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Bundesministerium für Gesundheit sowie dem Max Rubner-Institut.
Fortbildungen und Materialien für Fachkreise
Für medizinische Fachkräfte stellt das Netzwerk Gesund ins Leben konkrete Unterstützungsangebote bereit: Die kostenfreie Online-Fortbildung „Motivierend zum Stillen beraten“ vermittelt praxisnahe Beratungskompetenzen. Ergänzend stehen Informationsmaterialien wie die Infokarte „Antworten zum Stillen“ und der Flyer „Schwangerschaft – Gesund und aktiv“ zur Verfügung. Bundesweit finden zudem lokale Aktionen statt, etwa in babyfreundlichen Krankenhäusern und stillfreundlichen Kommunen.