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Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Molekular, individuell, zielgerichtet

Neue S2k-Leitlinie für primäre ZNS-Lymphome definiert Diagnostik und Therapie neu

Nach mehr als 10 Jahren liegt eine grundlegend überarbeitete S2k-Leitlinie zu primären ZNS-Lymphomen vor. Sie stellt das primäre diffuse großzellige B-Zell-Lymphom des ZNS in den Fokus und integriert konsequent molekularpathologische Verfahren wie MYD88-Analysen und DNA-Methylierungsprofile. Therapeutisch prägt ein alters- und fitnessadaptiertes Konzept mit hochdosiertem Methotrexat, thiotepabasierter Konsolidierung und neu bewerteter Ganzhirnbestrahlung die Erstlinie. Für das Rezidiv stehen erstmals BTK-Inhibitoren und CAR-T-Zelltherapien im Empfehlungsrahmen.
Symbolbild zur Vernetzung: Eine geöffnete Hand trägt ein schwebendes, dreidimensionales Netzwerk aus miteinander verbundenen blauen Personen-Symbolen (männlich und weiblich) und transparenten Kugeln vor einem hellen, unscharfen Hintergrund.
Entzündung mit Weitblick

Bei IMIDs auch ans Auge denken: Interdisziplinäre Versorgung gewinnt an Bedeutung

Immunvermittelte entzündliche Erkrankungen und Uveitis sind enger verknüpft als bislang gedacht. Für 12 untersuchten Autoimmun- und Entzündungserkrankungen hat eine aktuelle Studie ein signifikant erhöhtes Uveitisrisiko dokumentiert – am ausgeprägtesten bei ankylosierender Spondylitis, juveniler idiopathischer Arthritis und systemischen Vaskulitiden. Und Uveitispatienten tragen umgekehrt ein deutlich gesteigertes Risiko für eine spätere Autoimmundiagnose. Die Konsequenz: Rheumatologie und Ophthalmologie müssen enger kooperieren.
Eine Hand greift nach einer unbeschrifteten weißen Pillendose, neben der weiße Kapseln auf einem Holztablett liegen; im Hintergrund steht ein Glas Wasser
Riskante Selbstmedikation bei Hypothyreose

Nahrungsergänzungsmittel können die L-Thyroxin-Therapie gefährden

Viele Patienten mit Hypothyreose greifen ergänzend zu online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Wortfindungsstörungen oder Gewichtszunahme trotz einer stabilen L-Thyroxin-Substitution weiterhin bestehen bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mahnt nun zur Zurückhaltung: Belastbare Nachweise für einen Effekt dieser Präparate auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel fehlen – und einzelne Inhaltsstoffe wie Cholin können die laufende L-Thyroxin-Therapie sogar aktiv beeinträchtigen. Hier sind Sie als Behandler gefragt!
US-Präsident Donald Trump
Umstrittene US-Impfpolitik

Trump kürzt Kinderimpfungen: Weniger Empfehlungen, geteilte MMR-Impfung

Per Dekret reduziert US-Präsident Trump die zentralen Impfempfehlungen für Kinder auf elf Krankheiten und will den MMR-Kombinationsimpfstoff auf mehrere Termine aufteilen lassen. Gesundheitsminister Kennedy stützt den Kurs mit unbewiesenen Autismus-Thesen – während die Masernfälle in den USA auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten liegen und Ärzteverbände Alarm schlagen.
Adipositas beim Kind
Prä- und postnatale Einflüsse

MASLD: Alles eine Frage des Lebensstils?

Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) zählt hierzulande zu den häufigsten Lebererkrankungen. Während sie zunächst asymptomatisch verläuft, kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung oftmals zu Bauchbeschwerden, Magen-Darm-Problemen und Erschöpfung. Auch Ödeme, eine ungewollte Gewichtsabnahme und Gelbsucht können bei einem weiteren Fortschreiten die Folge sein.
Wann kommen die Wechseljahre?

Gene bestimmen den Menopause-Zeitpunkt

Wann setzt die Menopause ein und lässt sich der Zeitpunkt beeinflussen? Rund die Hälfte der Frauen erlebt die letzte Regelblutung mit 51 oder 52 Jahren, entscheidend ist dabei vor allem die genetische Veranlagung. Rauchen, starker Stress, Diabetes und gynäkologische Operationen können die Wechseljahre um ein bis zwei Jahre vorziehen, etwa ein Prozent der Frauen kommt sogar vor dem 40. Lebensjahr in die Menopause.
Frau mit entfernter Brust
Mammakarzinom

Wie KI die Früherkennung von Brustkrebs vorantreiben könnte

Eine aktuelle Analyse mit über 88.000 Mammographie-Untersuchungen zeigt, dass KI-CAD-Systeme bereits bis zu zehn Jahre vor der Diagnose ansteigende Risiko-Scores liefern. Welche Chancen ergeben sich daraus für ein individualisiertes Screening und die ergänzende Bildgebung?
Podcast Cover: Study Snacks Pneumologie 1200x627
04:31 min
Podcast: Study Snacks – Pneumologie

Osimertinib plus Chemotherapie bei fortgeschrittenem NSCLC mit EGFR-Mutation | Study Snacks – Pneumologie #034

Eine Kombinationstherapie aus Osimertinib und platinbasierter Chemotherapie verlängert das Gesamtüberleben bei Patient*innen mit fortgeschrittenem NSCLC und EGFR-Mutation deutlich – allerdings um den Preis häufigerer schwerer Nebenwirkungen. Was bedeutet das für die klinische Praxis?
Fischölkapseln und Sardinen als Omega-3-Quellen auf Holztisch
Auch viel DHA hilft nicht!

Fischöl gegen Alzheimer? Hochdosiertes DHA erreicht das Gehirn – ein kognitiver Nutzen bleibt aus

Fischölpräparate gelten bei älteren Menschen mit erhöhtem Alzheimerrisiko als beliebtes Mittel zur Vorbeugung – doch schützen sie tatsächlich vor kognitivem Abbau? Ein Forscherteam kommt jetzt zu einem ernüchternden Ergebnis: Hochdosiertes DHA (2 g/Tag) gelangt zwar nachweislich ins Gehirn – und das unabhängig von der genetischen Vorbelastung. Auf Gedächtnisleistung, Hirnstruktur oder kognitive Fähigkeiten hatte es über 2 Jahre hinweg jedoch keinerlei Auswirkung.
Braunes Fettgewebe unter dem Mikroskop
Licht und Schatten

Tirzepatid aktiviert braunes Fettgewebe – aber auch den Knochenumbau

Der duale GIP/GLP-1-Rezeptoragonist Tirzepatid wirkt nicht nur über Appetitsuppression: In der randomisierten TABFAT-Studie steigerte die Substanz die Aktivität des braunen Fettgewebes bei prämenopausalen Frauen mit Adipositas unabhängig vom Gewichtsverlust – ein potenziell neuer thermogener Wirkmechanismus. Parallel zeigte sich jedoch ein signifikanter Knochendichteverlust an Hüfte und Femurhals mit deutlich gesteigerter Knochenresorption - insbesondere bei einem sehr schnellen Gewichtverlust sollte dies im Blick behalten werden. Beide Analysen waren Thema auf der Jahrestagung der Endocrine Society (END= 2026) in Chicago.
Eine Ärztin oder ein Arzt zeit auf ein MRT-Bild mit einer Hirnmetastase.
Nach Bestrahlung von Hirnmetastasen

Neurokognitive Störungen oft reversibel

Patienten mit Hirnmetastasen leiden nach einer Strahlentherapie nicht selten an kognitiven Defiziten. Nach einer neuen Studie erholt sich ein Großteil der Betroffene davon wieder.
Papier-Silhouetten von Mann und Frau auf einer Korkwand.
Geschlechtssensible Krebsdiagnostik

Krebs wird bei Männern meist erst später entdeckt als bei Frauen

Bei einer Krebsdiagnose ist das Erkrankungsstadium entscheidend. Männliche Patienten scheinen hier insgesamt schlechtere Karten zu haben als weibliche. Besonders groß ist der Geschlechterunterschied bei Zungen-, Speicheldrüsen-, Schilddrüsen- und Magenkrebs. Die späte Diagnose erklärt einen Teil der schlechteren Prognose männlicher Patienten.