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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

Neuste Artikel

Abstrakte Darstellung der Strahlentherapie bei Brustkrebs
Therapiestandards

Brustkrebs-Bestrahlung in einer Woche: 26 Gy als neuer Standard

Eine randomisierte Studie mit über 4.100 Patientinnen belegt nach zehn Jahren, dass ein einwöchiges Bestrahlungsschema mit 26 Gy in fünf Fraktionen dem klassischen dreiwöchigen 40-Gy-Regime in Effektivität und Verträglichkeit nicht unterlegen ist. Was das für die adjuvante Brustkrebstherapie bedeutet.
In der Diagnostik der Radiologie der Universitätsmedizin Rostock wird mit Hilfe der Magnetresonanztomographie ein Tumor festgestellt.
Zahl der Neuerkrankungen könnte sich fast verdoppeln

WHO warnt vor drastischem Anstieg der Krebs-Diagnosen bis 2050

Krebs könnte sich in den kommenden Jahrzehnten zu einer noch größeren globalen Herausforderung entwickeln: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet bis 2050 mit rund 35 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr – fast doppelt so vielen wie heute. Neben Rauchen und Alkoholkonsum geraten vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel in den Fokus. Zugleich kritisiert die WHO gravierende Unterschiede bei Früherkennung, Behandlung und Überlebenschancen weltweit.
Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Aspirin-Tabletten
Tumor-Demaskierung durch ASS

Blasenkrebs früher entdecken: Unbekannte ASS-Nebenwirkung

Acetylsalicylsäure (ASS) bringt offenbar Blasentumore zum Bluten, die ansonsten asymptomatisch geblieben wären. Dementsprechend erhalten ASS-Anwender häufiger Zystoskopien – und werden seltener mit invasivem Blasenkrebs diagnostiziert. Andere nichtsteroidale Antirheumatika zeigen diesen Effekt nicht.
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Zulassung nicht verzögern

Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom: Fachgesellschaften fordern schnellen Zugang

Der neue RAS-Inhibitor Daraxonrasib verlängert in der Phase-III-Studie RASolute 302 beim metastasierten Pankreaskarzinom signifikant Ansprechen, progressionsfreies und Gesamtüberleben nach Versagen der Erstlinien-Chemotherapie. DGHO, AIO und DGVS fordern nun einen raschen Zugang für Patienten in Deutschland, ein Compassionate Use Programm ist bislang nicht vorgesehen.
Nahaufnahme einer Hand, die eine brennende Zigarette hält; Rauch steigt sichtbar nach oben.
Suche geht weiter

Lebensstil als Krebstreiber bei Jüngeren – nur die halbe Wahrheit?

Krebsinzidenzen steigen bei jüngeren Erwachsenen deutlich an – doch wie groß ist dabei der Einfluss klassischer Verhaltensrisikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder BMI? Offenbar können diese Lebensstilfaktoren allein die Entwicklung nicht erklären, sodass andere Ursachen in den Fokus klinischer Forschung rücken.
Modell einer Gebärmutter
Gebärmutterkörperkrebs aktuell

Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: risikoadaptierte Therapie und molekulare Klassifikation

Die überarbeitete Empfehlung stellt die risikoadaptierte, molekular-basierte Therapie in den Mittelpunkt, präzisiert Indikationen zur Sentinel-Lymphadenektomie und definiert, wann auf adjuvante Chemo- oder Strahlentherapie verzichtet werden kann – für weniger Übertherapie und mehr Lebensqualität.
DNA
Studie zeigt klaren Nutzen

Darmkrebs: ctDNA-Bluttest steuert Chemotherapie gezielter

Für viele Betroffene stellt sich nach einer Darmkrebs-OP die entscheidende Frage: Ist eine adjuvante Chemotherapie nötig, um ein Rezidiv zu verhindern? Die randomisierte CIRCULATE-Studie unter Dresdner Leitung belegt erstmals, dass Patienten mit nachweisbarer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) klar von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren – und ctDNA-negative Betroffene auf die belastende Behandlung verzichten könnten.
Neue S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs
Aktualisierte S3-Leitlinie

Therapie des Lungenkarzinoms wird immer individueller

Die S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom wurde erneut aktualisiert. Zentrale Neuerungen betreffen die Systemtherapie beim kleinzelligen Lungenkarzinom mit Checkpoint-Inhibitoren und dem T-Cell-Engager Tarlatamab, eine erstmals 3-dimensionale Bewertung der Operabilität beim NSCLC in den Stadien II und III sowie 10 überarbeitete und 4 neue Empfehlungen zur interventionellen Therapie. Auch das Alter zählt nicht mehr als alleiniges Ausschlusskriterium für eine Operation.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Krebsvorsorge Screening

Krebsfrüherkennung bei Frauen: Warum die Teilnahmequoten zu niedrig bleiben

Eine US-Studie mit über 68.000 Frauen zeigt erhebliche Lücken bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings. Besonders die Darmkrebsvorsorge wird gemieden. Welche zwei Risikogruppen die Studie identifiziert und welche Strategien die Screeningquoten verbessern könnten.
3D-Illustration einer menschlichen Leber; auf der Oberfläche ist ein leuchtend markierter Tumorherd sichtbar, der von einem grünen Laserstrahl gezielt getroffen wird
STRIDE verändert das Spiel

Immuntherapie plus Embolisation verbessert Überleben beim nicht resektablem HCC

Beim nicht resektablen hepatozellulären Karzinom verlängert die Kombination aus transarterieller Chemoembolisation und dem STRIDE-Regime das progressionsfreie Überleben signifikant. Die Phase-III-Studie EMERALD-3 – eine der Late-Breaker-Studien auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) – zeigt zudem einen Trend zu längerem Gesamtüberleben bei akzeptablem Sicherheitsprofil.
Ein Elternpaar geht am Ufer eines Gewässers entlang und hält gemeinsam ein Kind an den Händen, sodass das Kind beim Gehen leicht angehoben wird.
Je früher, desto schlechter

Übergewicht gleich Übergewicht? Beim Krebsrisiko stimmt das nur bedingt

Adipositas zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Krebs – doch nicht jedes Übergewicht wirkt sich gleich aus. Entscheidend scheint der Zeitpunkt der Gewichtszunahme im Erwachsenenalter zu sein: Wer früh adipös wird, trägt ein deutlich höheres Risiko für bestimmte Krebsarten – mit klaren Unterschieden zwischen Männern und Frauen.