Startseite Hämatologie & Onkologie

Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

Meine News: Perfekt auf meinen Informationsbedarf abgestimmt.

Legen Sie Ihre persönlichen Interessen fest und erhalten Sie eine individuelle News-Auswahl.


Jetzt mit Thieme Account anmelden oder kostenlos registrieren.

Neuste Artikel

Tasse Kaffee
Simple Präventionsstrategie?

Kaffee als Leberschutz – große Kohortenstudie liefert harte Endpunkte

Fünf Tassen Kaffee am Tag senken das Risiko für Zirrhose, hepatozelluläres Karzinom und leberbezogene Mortalität deutlich – und das unabhängig vom Koffeingehalt. Eine Auswertung von über 350.000 Teilnehmenden der UK Biobank verknüpft klinische Endpunkte mit MRT-Bildgebung und Proteomik-Signaturen. Die Ergebnisse zeigen niedrigere Leberfettwerte, geringere Fibroinflammation und ein günstigeres Profil hepatozellulärer Syntheseproteine bei regelmäßigem Kaffeekonsum.
Akute myeloische Leukämie (AML)-Zellen im Blutkreislauf – isometrische Ansicht
Wirksamer und weniger belasten

Chemofreie Kombinationstherapie überzeugt auch bei fitten AML-Patienten

Die Kombination aus Azacitidin und Venetoclax könnte für weitaus mehr AML-Patienten geeignet sein als bislang angenommen. Die chemotherapiefreie Kombination verlängerte im Vergleich zu einer intensiven Chemotherapie das ereignisfreie Überleben nach neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) von 6,2 auf 14,5 Monate – auch bei fitten Patienten. Zudem ergaben sich in der PARADIGM-Studie unter Azacitidin und Venetoclax höhere Remissionsraten, weniger Komplikationen und häufigere Stammzelltransplantation.
Bluttest
Screening neu gedacht

Bluttest erkennt Darmkrebs und fortgeschrittene Adenome mit hoher Trefferquote

Ein neuer miRNA-basierter Bluttest detektiert nicht nur das kolorektale Karzinom, sondern auch prämaligne Vorstufen mit hoher Sensitivität. In der internationalen DENEB-Studie erreichte der Assay eine Sensitivität von 91% für Darmkrebs jeglichen Stadiums und 81% für fortgeschrittene Adenome bei einer Spezifität von 85% für fortgeschrittene Neoplasien. Damit könnte das Verfahren eine akzeptanzstarke Ergänzung zu Koloskopie und Stuhltest werden und die Inzidenz des kolorektalen Karzinoms senken.
Brust wird abgetastet
Brustkrebsmonat Oktober

Brustkrebs-Früherkennung: So beraten Sie Patientinnen in der Praxis

Brustkrebs-Früherkennung in der Sprechstunde: Welche Untersuchungen Gynäkologinnen und Gynäkologen aktiv anbieten sollten, wie Sie Patientinnen zur monatlichen Selbstuntersuchung anleiten und wann eine humangenetische Beratung bei familiärem Risiko sinnvoll ist – ein kompakter Praxisleitfaden rund um Tastuntersuchung, Mammografie-Screening und BRCA-Mutationen.
Abstrakte DNA-Schraube
Endoskopie gezielter einsetzen

Barrett-Ösophagus – molekulare Marker filtern Hochrisikopatienten heraus

Nur 0,2 bis 0,3% der Patienten mit Barrett-Ösophagus entwickeln pro Jahr ein Adenokarzinom – doch die histologische Dysplasiebeurteilung als bisheriger Goldstandard ist von hoher Interobservervariabilität geprägt. Bis zu 85% der von nicht spezialisierten Pathologen gestellten Diagnosen einer niedriggradigen Dysplasie werden bei Zweitbefundung revidiert. Neue Biomarker wie p53-Immunhistochemie, TissueCypher-Score, Aneuploidie-Analysen und methylierte DNA-Marker schärfen die Risikostratifizierung und rücken personalisierte Überwachungsstrategien in greifbare Nähe.
En Onkologe, ein Apotheker und ein Unternehmensberater vor dem Hamburger Landgericht
Krebsarzt vor Gericht

Krebsmedikamente-Betrug: Onkologe zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Ein Hamburger Onkologe hat sich mit einem Apotheker und einem Unternehmensberater auf lukrative Rezeptvereinbarungen für teure Zytostatika eingelassen und dafür knapp 972.000 Euro kassiert. Das Landgericht Hamburg verurteilte den 65-Jährigen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßigen Betrugs zu viereinhalb Jahren Haft und ordnete die Einziehung der Taterträge an.
Holzwaage mit Würfeln
Nutzenbewertungen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem September 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
Medizinische Fachkraft mit Stethoskop hält ein Schild mit der Aufschrift „Acute Lymphoblastic Leukaemia“ vor einem blau gestalteten medizinischen Hintergrund mit Kreuzsymbolen und EKG-Linie.
Weniger Chemotherapie, bessere Prognose

Blinatumomab setzt neuen Maßstab bei Hochrisiko-ALL

Bei Kindern und Jugendlichen mit neu diagnostizierter B-Zell-ALL des Hochrisikoprofils könnte die Immun­therapie­ mit Blinatumomab die belastende Intensiv­chemotherapie künftig teilweise ersetzen: Unter dem Einsatz des bispezifischen T-Zell-Engager verbesserte sich nicht nur das Überleben, gleichzeitig wurden deutlich weniger gefährliche Infektionen beobachtet. Für Kinder mit einer besonders risikoreichen Form der akuten lymphatischen Leukämie und hohem Rückfallrisiko eröffnen sich deutlich bessere Heilungschancen:
Gläserner menschlicher Kopf im Profil mit sichtbarem Gehirn und rot markiertem Areal
Pankreaskarzinom mit Abstand an der Spitze

Höchste Schlaganfall-Gefahr in den ersten Monaten nach Krebsdiagnose

Krebs und Schlaganfall treten häufiger gemeinsam auf als lange angenommen. Bereits kurz nach einer invasiven Krebsdiagnose steigt das Risiko für einen ischämischen Schlaganfall deutlich an. Besonders gefährdet sind Patienten mit Pankreas-, Lungen- oder Ösophaguskarzinom, jüngere Betroffene sowie Menschen mit metastasierter Erkrankung. Kritisch ist vor allem das erste Vierteljahr nach Diagnosestellung.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC); Illustration
Neuer Hoffnungsträger

Tambotatug Pelitecan halbiert Sterberisiko in der SCLC-Zweitlinientherapie

Für Patienten mit rezidiviertem kleinzelligem Lungenkarzinom sind wirksame Therapieoptionen bislang rar. Auf dem WCLC 2026 sorgte das gegen B7-H3 gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Tambotatug Pelitecan jetzt für Aufsehen: In der Phase-III-Studie TAISHAN-302 verlängerte die Substanz das Gesamtüberleben bei schwer vorbehandlten SCLC-Patienten signifikant, steigerte die Ansprechrate auf mehr als das 6-Fache von Topotecan und zeigte selbst bei Hirnmetastasen bemerkenswerte Aktivität.
Ärztin in weißem Kittel hält Infusionsbeutel mit frischem Obst wie Orange, Apfel, Kiwi, Trauben und Pflaumen.
Prävention darf nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolgen

Krebsrisiko systematisch unterschätzt: Nur 12% der Deutschen halten ihr Risiko für hoch

Das persönliche Krebsrisiko wird in Deutschland dramatisch unterschätzt: Nur jeder Achte hält es für hoch oder sehr hoch – auch Raucher, regelmäßige Alkoholkonsumenten und chronisch Kranke schätzen ihre Gefährdung kaum höher ein. Dem steht ein tatsächliches Lebenszeitrisiko von 43% bei Frauen und 49% bei Männern gegenüber. Diese Fehlwahrnehmung hat direkte Konsequenzen für die Nutzung von Früherkennungsangeboten, die Bereitschaft zu Lebensstiländerungen und die Wirksamkeit klassischer Aufklärungskampagnen. Wissen allein schützt offenbar nicht: Gefragt sind zielgruppenspezifische Ansätze, die Risikowahrnehmung und Selbstwirksamkeit gleichermaßen stärken.
Hirnmetastasen radiologische Aufnahme
Metastasen

Wenn Brustkrebs ins Gehirn streut

Brustkrebs kann im fortgeschrittenen Stadium auch andere Organe befallen. Besonders belastend sind Metastasen im Gehirn, die den Krankheitsverlauf und die Behandlung vor besondere Herausforderungen stellen. Eine aktuelle Studie hat deshalb untersucht, wie häufig Hirnmetastasen auftreten und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Thieme Praxis App jetzt kostenlos installieren und nichts mehr verpassen

Im App Store laden
Logo Google Play
Bei Google Play laden
Im App Store laden
Logo Google Play
Bei Google Play laden