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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

Neuste Artikel

Yellow paper plane, volatility in the business and investment
Krebsregister-Analyse zu frühem Darmkrebs

Darmkrebs unter 40: Deutsche Daten zeigen Anstieg

Mehr Darmkrebsdiagnosen bei unter 40-Jährigen, aber kein US-Szenario in Deutschland. Eine Auswertung von zehn Krebsregistern mit über 28.000 Fällen zeigt einen realen, jedoch moderaten Anstieg früh auftretender Darmkrebserkrankungen zwischen 2003 und 2023 – mit Folgen für Diagnostik, Risikoeinschätzung und die Diskussion ums Screening-Alter.
Schematische medizinische Illustration der Prostata, umgeben von Harnblase und Harnröhre
PROTEUS-Studie: Kontrollarm richtig gewählt?

Perioperatives Apalutamid plus ADT senkt Metastasierungsrisiko beim Hochrisiko-Prostatakarzinom

Beim Hochrisiko-Prostatakarzinom verbessert eine perioperative Intensivierung mit Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie das pathologische Ansprechen und reduziert das Metastasierungsrisiko spürbar – allerdings auf Kosten einer höheren Toxizität. Das zeigen Daten der Phase-III-Studie PROTEUS, die auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 auch kritisch hinterfragt wurde.
Medizinische Illustration des Oberkörpers mit hervorgehobener Speiseröhre:
Extraluminales Wachstumsmuster

Speiseröhrenkrebs ohne luminalen Tumor: Seltener Fall mit Wirbelsäuleninvasion

Ein außergewöhnlicher Fall: Ein 68-jähriger Patient zeigt klassische Symptome eines Speiseröhrenkrebses – doch die Endoskopie bleibt unauffällig. Das schlecht differenziertes Adenokarzinom posterior hatte sich vielmehr in die Brustwirbelsäule ausgebreitet. Extraluminale Wachstumsmuster des Ösophaguskarzinoms sind selten – und damit einen besondere diagnostische Herausforderung.
Stilisierte Illustration von vier medizinischen Fachkräften im weißen Kittel mit Stethoskopen und Akten, die in einem Krankenhausgang stehen; im Hintergrund ist links ein großes Fenster mit schwarzem Rahmen sichtbar, die Figuren sind in gedeckten Blau- und Grautönen dargestellt.
Mit freundlicher Unterstützung von hematooncology.com

ASCO-Kongress 2026: Neue Daten unterstreichen Fortschritte und Herausforderungen in der Onkologie

Die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 zeigte: Präzisionsonkologische Ansätze, neue Immuntherapien und differenzierte Therapiestrategien prägen weiterhin den klinischen Fortschritt in der Onkologie. Die vorgestellten Daten liefern wichtige Impulse für eine immer individuellere Behandlung in verschiedenen Tumorentitäten. Auf unserem Partnerportal hematooncology.com finden interessierte Ärzte jetzt einen strukturierten Bericht und kurze Videobeiträge vom ASCO-Kongress 2026, die die wichtigsten Highlights zur gynäkologischen Onkologie, zum kolorektalen Karzinom und zum kleinzelligen Lungenkarzinom kompakt zusammenfassen und klinisch einordnen.
Vielversprechender OS-Trend

Dedifferenziertes Liposarkom: Bringt Abemaciclib die Wende?

Dedifferenzierte Liposarkome gelten als therapeutisch schwer kontrollierbar. Jetzt weckt die Phase-III-Studie SARC041 Hoffnung auf einen neuen Therapiestandard: Denn der CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib verlängert das mediane progressionsfreie Überleben im Vergleich mit Placebo um 8,2 Monate, in der Erstlinie war der Effekt sogar noch größer. Auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) wurde Abemaciclib daher als vielversprechende mögliche neue Behandlungsoption bewertet.
Mehrere mit Blut gefüllte Probenröhrchen mit bunten Verschlüssen stehen in einem Halter in einem medizinischen Labor, eine Hand hält ein Röhrchen mit der Aufschrift PSA.
Neu bewertet

PSA-Screening: Cochrane bestätigt moderaten Überlebensvorteil bei Prostatakrebs

Eine aktualisierte Cochrane-Übersichtsarbeit mit Daten von fast 800.000 Männern attestiert dem PSA-Screening erstmals eine moderate Senkung der Prostatakrebs-Mortalität. Pro 500 untersuchten Männern lässt sich ein Todesfall verhindern – zugleich steigt jedoch die Zahl der Diagnosen um 30%. Damit bleibt die partizipative Entscheidungsfindung zwischen Arzt und Patient Goldstandard.
Eine junge Frau sitzt mit dem Kopf in den Händen in einem dunklen Schlafzimmer auf dem Fußboden
Zurück ins Leben

Junge Krebspatienten: Online-Training senkt Ängste und Depressionen

Eine Krebsdiagnose trifft junge Erwachsene besonders schwer – zwischen Familie, Beruf und Zukunftsängsten. Das Online-Programm Bright-IDEAS-YA, ein strukturiertes Training zur Problemlösungskompetenz, reduziert mit nur 6 Sitzungen nachweislich Depressions- und Angstsymptome und verbessert die Lebensqualität junger Krebspatienten messbar.
Darmpolypen unterschiedlicher Größe
Nicht nur Polypenmerkmale zählen

Darmpolypen-Rezidiv: Demografische Faktoren prägen das Risiko entscheidend

Das Rezidivrisiko bei Darmpolypen wird bislang vor allem an Histologie, Größe und Anzahl der Adenome festgemacht. Eine Analyse mit knapp 60.000 Patienten zeigt nun, dass auch Geschlecht, Alter, Adipositas und familiäre Belastung das Wiederauftreten kolorektaler Adenome entscheidend beeinflussen und neue Überwachungsstrategien nötig machen.
Bakterien unter dem Mikroskop
Darmkrebsforschung

Darmkrebs: Neu entdecktes Virus in Bacteroides fragilis als möglicher Risikofaktor

Ein bislang unbekanntes Virus im Darmbakterium Bacteroides fragilis rückt als potenzieller Mitverursacher von Darmkrebs in den Fokus. Der Caudoviricetes-Prophage ließ sich in Tumorisolaten und Stuhlproben von Darmkrebspatienten deutlich häufiger nachweisen als bei Gesunden – mit Perspektiven für Früherkennung, Prävention und neue Therapieansätze.
Illustration menschlicher Atemwege mit hervorgehobener Lunge; im Zentrum ein schematisch dargestellter Tumorbereich
Kombinierte EGFR-Blockade

Atypische EGFR-Mutationen beim NSCLC: Amivantamab plus Lazertinib verlängert Überleben

Atypische EGFR-Mutationen beim NSCLC gelten als therapeutisch herausfordernd. Aktuelle Daten der Phase-I/II-Studie CHRYSALIS-2 mit längerem Follow-up zeigen unter der Kombination aus Amivantamab und Lazertinib ein medianes Gesamtüberleben von 41 Monaten – ein deutlicher Fortschritt gegenüber bisherigen TKI-Strategien in dieser prognostisch ungünstigen Patientengruppe. Prof. Joel W. Neal, Stanford (Kalifornien; USA), hat das CHRYSALIS-2-Update auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) vorgestellt.
Arzt hält die Hand eines älteren Krebspatienten
Patientenwille im Fokus

Lebensqualität vor Lebenszeit: Klare Präferenzen älterer Krebspatienten

Über 70% älterer Menschen mit fortgeschrittener Krebserkrankung priorisieren Lebensqualität gegenüber einem längeren Überleben. Doch auf Therapieentscheidungen, Nebenwirkungen oder Krankenhausaufenthalte haben diese Präferenzen viel zu oft keinen Einfluss. Das onkologische Versorgungssystem hört zu oft nicht hin.
Luftaufnahme des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi an der japanischen Küste
Unterschätztes Risiko für die öffentliche Gesundheit

Wohnen nahe am Reaktor: Wie stark steigt das Krebsrisiko wirklich?

Eine umfangreiche US-Registerstudie der Harvard T.H. Chan School of Public Health zeigt erstmals landesweit eine erhöhte Krebssterblichkeit in Landkreisen nahe Atomkraftwerken. Rund 6.400 zusätzliche Krebstodesfälle pro Jahr könnten mit der Nähe zu Kernkraftwerken zusammenhängen – besonders betroffen sind ältere Erwachsene.