Beim Hochrisiko-Prostatakarzinom verbessert eine perioperative Intensivierung mit Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie das pathologische Ansprechen und reduziert das Metastasierungsrisiko spürbar – allerdings auf Kosten einer höheren Toxizität. Das zeigen Daten der Phase-III-Studie PROTEUS, die auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 auch kritisch hinterfragt wurde.
Perioperatives Apalutamid plus ADT senkt Metastasierungsrisiko beim Hochrisiko-Prostatakarzinom
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Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom und hohem Risiko entwickeln in mehr als der Hälfte der Fälle ein Rezidiv, erklärte Prof. Mary-Ellen Taplin vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston. Das war die Rationale für die perioperative Therapie in der Phase-III-Studie PROTEUS, an der 2.109 Patienten mit Erstdiagnose eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms mit hohem Risiko (Gleason Score ≥ 8, prostataspezifisches Antigen [PSA] ≥ 20 ng/ml oder ein klinisches T3-Stadium in der konventionellen Bildgebung) teilnahmen.
Die Teilnehmer erhielten randomisiert vor und nach der radikalen Prostatektomie 6 Zyklen mit Apalutamid (240 mg/Tag) oder Placebo in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT). Zwei Wochen vor und vier Wochen nach der Operation wurde die Studienmedikation pausiert. Es gab 2 primären Endpunkte:
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