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Gebärmutter(hals)

Die Gebärmutter und der Gebärmutterhals (Zervix) stehen im Zentrum zahlreicher gynäkologischer Fragestellungen – von Vorsorge und HPV-Impfung über gutartige Erkrankungen bis hin zu Zervix- und Endometriumkarzinomen. Neue Erkenntnisse aus Studien und Leitlinien prägen Diagnostik, Therapie und Prävention maßgeblich. 

Diese Themenseite bündelt aktuelle Artikel zu Gebärmutter- und Gebärmutterhalserkrankungen, Studienergebnissen, Leitlinien, Therapieansätzen und Prävention – praxisnah, einordnend und auf dem neuesten Stand der Forschung. 

Neuste Artikel

Gebärmutter mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund
Langzeitprognose

Mammakarzinom: Ovarialfunktionssuppression senkt Rezidivrisiko um 18 Prozent

Eine neue Meta-Analyse der EBCTCG mit fast 19.000 prämenopausalen Patientinnen zeigt eine um 18 Prozent reduzierte Rezidivrate und 14 Prozent niedrigere Mortalität – besonders ausgeprägt bei Frauen unter 45 Jahren und in Kombination mit Tamoxifen.
Abstract image of the uterus. female reproductive system
Risikofaktor Schilddrüse

Endometriumkarzinom: Erhöht eine Hypothyreose das Krebsrisiko?

Eine dänische Kohortenstudie mit über einer Million Frauen untersuchte, ob Hypothyreose oder Hyperthyreose das Risiko für Endometriumkrebs erhöhen. Frauen mit Schilddrüsenunterfunktion erkrankten zwar häufiger und vermehrt an Typ-1-Tumoren – doch die Ergebnisse zeigen ein überraschendes Bild.
Gebärmutter aus Blumen zusammengesetzt
Aktionstag gegen den Schmerz

Unterleibsschmerzen bei Frauen: Endometriose und Vulvodynie früh erkennen

Starke Periodenkrämpfe, Brennen an der Vulva oder Schmerzen beim Sex: Hinter chronischen Unterleibsschmerzen stecken oft Endometriose, Vulvodynie oder komplexe Unterbauchsyndrome. Warum eine strukturierte Anamnese mit Schmerztagebuch entscheidend ist – und welche diagnostischen Schritte Frauenärztinnen und Frauenärzte jetzt im Praxisalltag etablieren sollten.
Menstruationsartikel
Tabu Periode

Periode im Job: Wann Frauen sich krankmelden dürfen – und was rechtlich wirklich gilt

Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie stark Periodenschmerzen die Leistungsfähigkeit von Frauen im Job beeinträchtigen – und wie selten offen darüber gesprochen wird. Für die ärztliche Praxis bedeutet das: Zyklusabhängige Beschwerden gehören gezielt in die Anamnese. Eine Fachanwältin für Arbeitsrecht erklärt, wann Ärztinnen und Ärzte eine Krankschreibung wegen Menstruationsbeschwerden ausstellen können und worüber sie ihre Patientinnen mit Blick auf den Arbeitgeber aufklären sollten.
Arzt und Patientin sitzen sich gegenüber, Ärztin hält ein Tablet in der Hand
Gynäkologische Onkologie

Endometriumkarzinom: GLP‑1‑Rezeptoragonisten (GLP‑1‑RAs) senken Risiko unter Gestagentherapie

Eine populationsbasierte Kohortenstudie aus der TriNetX-Datenbank zeigt, dass die Kombination von GLP‑1‑RAs mit Gestagenen das Karzinomrisiko bei Frauen mit endometrialer Hyperplasie deutlich senkt – mit konsistenten Effekten über Subgruppen hinweg und niedrigeren Hysterektomie-Raten.
Heller Wohnbereich mit weißen Wänden und Holzboden
Gynäkologische Onkologie

Ovarialkarzinom: Radon im Wohnraum erhöht Inzidenz und Mortalität

Radon und Ovarialkarzinom: Eine prospektive US-Kohortenstudie mit über 127.000 postmenopausalen Frauen zeigt erstmals einen signifikanten Zusammenhang zwischen hoher häuslicher Radonexposition und einem erhöhten Risiko für Inzidenz sowie Mortalität des Ovarialkarzinoms – besonders ausgeprägt beim serösen Subtyp. Die Daten im Überblick.
HPV Testkit
HPV-Selbstabstrich

Vaginaler Selbstabstrich für HPV-Test: Trockentransport bis zu 2 Wochen zuverlässig

Eine Selbstentnahme vaginaler Proben könnte die Teilnahme am Zervixkarzinom-Screening steigern: Eine prospektive Studie verglich verschiedene Selbstentnahme-Workflows – trockene und feuchte Vaginalabstriche sowie Urinproben – gegen den klinisch entnommenen Zervikalabstrich. Besonders eine Entnahmetechnik erwies sich als analytisch zuverlässig.
Closeup of female hand with IV drip infusion in treatment session at hospital
Platinresistentes Ovarialkarzinom

Pembrolizumab plus Paclitaxel erzielt erstmals signifikanten Überlebensvorteil

Die Phase-III-Studie ENGOT-ov65/KEYNOTE-B96 belegt erstmals einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil durch die Kombination aus Pembrolizumab und wöchentlichem Paclitaxel – mit besonders ausgeprägtem Nutzen bei PD-L1-positiven Tumoren. Die Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) und die European Medicines Agency (EMA) ist bereits erfolgt.
Marc Thill, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie im Markus Krankenhaus, und Anneke Jost, Betroffene, sprechen in einem Interview zum Thema Endometriose.
Frauengesundheit & Diagnostik

Endometriose: Warum mehr Diagnosen ein gutes Zeichen sind

Acht Jahre bis zur Diagnose, zahllose Arztbesuche, unerklärte Schmerzen: Endometriose betrifft jede zehnte Frau und bleibt oft jahrelang unentdeckt. Warum die Erkrankung als „Chamäleon der Gynäkologie" gilt, weshalb steigende Fallzahlen in Hessen Anlass zur Hoffnung geben und wie Betroffene endlich gehört werden.
Übergewichtige Frau walkt
Hormonelle Störungen

Hormone aus dem Takt: Das steckt hinter dem PCO-Syndrom

PCOS betrifft etwa jede achte Frau im gebärfähigen Alter – wird aber häufig erst spät diagnostiziert. Zyklusstörungen, Androgenüberschuss und Insulinresistenz prägen das klinische Bild. Worauf Ärztinnen und Ärzte bei Diagnostik und Therapie achten sollten, welche Rolle die Rotterdam-Kriterien und das Anti-Müller-Hormon spielen und wie Betroffene auch bei Kinderwunsch begleitet werden können.
Makrophagen
Ovarialkarzinom Immuntherapie

Ovarialkarzinom: Wie der Fettstoffwechsel im Omentum die Immunantwort blockiert

Fettstoffwechsel und Immunevasion beim Ovarialkarzinom: Im fettreichen Omentum laden sich tumorassoziierte Makrophagen mit Lipiden auf, geraten unter oxidativen Stress und unterdrücken die T-Zell-Antwort. Neue Daten zeigen, dass die gezielte Blockade von CCR5- oder CD36-Signalwegen die Immunabwehr reaktivieren und das Ansprechen auf Checkpoint-Inhibitoren verbessern könnte.
Drei bunte Würfel mit Buchstaben, die zusammengesetzt das Wort HPV ergeben
HPV-Impfung Zervixkarzinom

HPV-Impfung: 18 Jahre stabiler Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

HPV-Impfung und Zervixkarzinom-Prävention: Schwedische Registerdaten aus 18 Jahren und über 926.000 Teilnehmerinnen zeigen, dass die quadrivalente Humane-Papillomavirus (HPV)-Impfung das Gebärmutterhalskrebs-Risiko dauerhaft senkt – ohne nachlassenden Schutz. Besonders ausgeprägt ist der Effekt bei Impfung vor dem 17. Lebensjahr.