Eine Selbstentnahme vaginaler Proben könnte die Teilnahme am Zervixkarzinom-Screening steigern: Eine prospektive Studie verglich verschiedene Selbstentnahme-Workflows – trockene und feuchte Vaginalabstriche sowie Urinproben – gegen den klinisch entnommenen Zervikalabstrich. Besonders eine Entnahmetechnik erwies sich als analytisch zuverlässig.
Vaginaler Selbstabstrich für HPV-Test: Trockentransport bis zu 2 Wochen zuverlässig
Die Früherkennung des Zervixkarzinoms basiert zunehmend auf dem Nachweis humaner Papillomaviren (HPV), die für über 99% aller Zervixkarzinome verantwortlich sind. In vielen Screening-Programmen wird der Abstrich nach wie vor von medizinischem Fachpersonal entnommen – ein Verfahren, das als Barriere für die Teilnahme gilt. Die vaginale Selbstentnahme könnte diese Hürde senken und die Screening-Teilnahme erhöhen. Allerdings bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der klinischen Gleichwertigkeit von Selbst- und Klinikerabstrichen, insbesondere beim Nachweis hochgradiger zervikaler intraepithelialer Neoplasien (CIN Grad 2/3). Beobachtungsdaten aus den Niederlanden etwa legten nahe, dass die primäre Selbstentnahme im ungünstigsten Fall mit einem Sensitivitätsverlust von bis zu 25% einhergehen könnte – wobei das Lagerungsmedium als wesentlicher Einflussfaktor identifiziert wurde.
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