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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

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Neuste Artikel

Nahaufnahme von weißen Würfeln mit dem Schriftzug „GENDER“. Eine Hand berührt den letzten Würfel mit einem Sternsymbol.
ICI-Therapie in kurativer Intention

Geschlecht hat keinen Einfluss, der richtige Zeitpunkt schon

Immuncheckpoint-Inhibitoren haben die kurative Therapie zahlreicher Tumorarten grundlegend verändert. Doch wann ist ihr Einsatz bei nicht metastasierten Tumoren am wirksamsten? Dass neoadjuvante und perioperative Konzepte mit besseren Überlebensergebnissen einhergehen als rein adjuvante Strategien, war nicht ganz unerwartet. Geschlechtsspezifische Unterschiede im Therapieansprechen konnten dagegen – anders als bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen – nicht nachgewiesen werden.
llustration des menschlichen Darms mit hervorgehobenem Tumor im Dickdarm
Neuer Marker für das Krebsrisiko

Bakterielle Botenstoffe als neue Mitspieler bei Colitis assoziiertem Darmkrebs

Bei Colitis ulcerosa steigt das Risiko für ein kolitisassoziiertes Karzinom mit Krankheitsdauer und Entzündungsaktivität. Eine aktuelle Arbeit rückt nun bakterielle Quorum-Sensing-Moleküle in den Fokus. Kurzkettige N-Acyl-Homoserinlactone und Autoinducer-2 waren im Serum von Patienten mit langjähriger, aktiver Colitis deutlich erhöht. Im Mausmodell trieb das Molekül C6-scAHL Tumorentwicklung, Dysplasien und proinflammatorische Zytokinantworten – selbst bei keimfreien Tieren. Ein möglicher Baustein für eine bessere Risikostratifizierung und neue Präventionsansätze.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Nationale Krebspräventionswoche

Krebsfrüherkennung: Experten fordern höhere Beteiligung an Screenings

Krebsfrüherkennung im Fokus: Zur Nationalen Krebspräventionswoche appellieren DKFZ, Deutsche Krebshilfe und Krebsgesellschaft, Screenings zu Brust-, Darm-, Haut- und Prostatakrebs konsequenter zu nutzen. Neu im Angebot: die Lungenkrebs-Früherkennung für starke Raucher. Politik und Fachwelt warnen vor Einsparungen bei der Vorsorge.
Hologramm einer Gebärmutter
BRCA-Mutation

Eierstockkrebs vorbeugen, sexuelle Funktion erhalten

Um das Risiko für Eierstockkrebs zu senken, können Frauen mit erhöhtem Risiko Eierstöcke und Eileiter in einer Operation entfernen lassen. In einem alternativen Verfahren werden zunächst nur die Eileiter entfernt. Die Eierstöcke verbleiben erst einmal im Körper. Eine Studie zeigt nun, welche Auswirkungen die beiden Verfahren auf die sexuelle Funktion haben.
Ärztin im weißen Kittel mit Stethoskop hält eine Tafel mit Begriffen zur Krebsprävention und einem gesunden Lebensstil – darunter Bewegung, Ernährung, Sport, Stressminderung und Entspannung – und zeigt den Daumen nach oben
Prävention mit enormem Potenzial

Vier von zehn Krebsfällen könnten verhindert werden – jetzt wächst der Druck auf die Politik

Rund 40 % aller Krebsneuerkrankungen wären vermeidbar – doch Deutschland schöpft dieses Potenzial bislang kaum aus. Der 2. Nationale Krebspräventionsgipfel von Deutscher Krebshilfe und DKFZ benennt nun 6 konkrete Handlungsfelder und formuliert klare Erwartungen an die Politik – von höheren Tabak- und Alkoholsteuern bis zu einer bundesweiten Präventionsdekade.
Kongressbesucher hören einem Vortrag zu - Aufnahme von hinten
Vom Behandeln zum Verhindern

Prävention und KI in der Gastroenterologie: Viszeralmedizin 2026 setzt neue Maßstäbe

Prävention, Präzisionsmedizin und Künstliche Intelligenz: Auf der Viszeralmedizin 2026 diskutieren Fachleute, wie Krebs früher verhindert, Leber- und Stoffwechselerkrankungen rechtzeitig erkannt und Therapien individueller gesteuert werden. Auch Endoskopie-Innovationen und Robotik prägen den größten deutschsprachigen Fachkongress.
Eine DNA-Doppelhelix mit hervorgehobener Mutation
DNA-Signaturen zeigen Rückfallrisiko

Chemotherapie hinterlässt „Fingerabdruck“ in kindlichen Tumoren

Chemotherapien retten das Leben vieler krebskranker Kinder, können jedoch tiefe Spuren im Tumorgenom hinterlassen: Bereits wenige Monate nach Therapiebeginn entstehen charakteristische Mutationsmuster in Krebszellen. Besonders platinbasierte Behandlungen fördern genetische Veränderungen, die mit Therapieresistenz und Krankheitsprogress in Verbindung stehen könnten.
Anatomische Illustration eines menschlichen Oberkörpers mit dunkel dargestellten Lungen und orange hervorgehobenem Thymus zwischen den Lungenflügeln.
Thymusfunktion unter der Lupe

Bestrahlung des Thymus hat Folgen für Lungenkrebspatienten

Der Thymus gilt bei Erwachsenen oft als Organ ohne große Bedeutung. Eine unbeabsichtigte Mitbestrahlung des Immunorgans schwächt bei NSCLC-Patienten jedoch die Immunabwehr und verschlechtert die Prognose: Das Risiko für Fernmetastasen steigt deutlich. Experten fordern deshalb einen besseren „Strahlenschutz“ des Immunorgans.
Operationsteam in blauer OP-Kleidung führt einen robotergestützten minimalinvasiven Eingriff mithilfe eines chirurgischen Robotersystem durch.
Weniger Blutverlust und kürzere Klinikaufenthalte

Magenkrebs-OP: Robotergestützte Gastrektomie schlägt Laparoskopie

Die robotergestützte Gastrektomie bei Magenkrebs punktet mit weniger Blutverlust, selteneren Umstiegen auf offene Operationen und kürzeren Klinikaufenthalten gegenüber der Laparoskopie. Der Zeitaufwand ist jedoch deutlich höher – und die Vorteile fallen je nach Resektionsart unterschiedlich aus.
Arzt in medizinischer Kleidung mit Stethoskop präsentiert eine stilisierte 3D-Darstellung von Prostata und Harnblase, umgeben von Icons zu kardiologischer und urologischer Diagnostik.
Herzschutz mit Grenzen

Prostatakarzinom: Kardiologische Mitbetreuung senkt Cholesterin, aber nicht Herzinfarkte

Männer mit Prostatakarzinom tragen ein hohes kardiovaskuläres Risiko – besonders unter Androgendeprivationstherapie. Ob eine systematische Überweisung an Kardiologen oder Internisten dieses Risiko messbar senkt, prüfte die internationale RADICAL-PC2-Studie, deren Daten erstmals auf dem ESC 2026, dem diesmährigen jahreskongress der European Society of Cardiology präsentiert wurden. Die spezialisierte Mitbetreuung verbesserte die Cholesterinkontrolle deutlich und erhöhte die Statinverordnungen von 40 auf 63%. Auf harte kardiovaskuläre Endpunkte wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod hatte die Intervention nach knapp 6 Jahren jedoch keinen signifikanten Einfluss.
Mikroskopische Darstellung zerfallender Tumorzellen als Symbolbild für das Tumorlysesyndrom
Besonders schwer Erkrankte profitieren

Rasburicase senkt beim Tumorlysesyndrom das Risiko für Dialyse und Tod

Seit rund 20 Jahren gehört Rasburicase zur Therapie des lebensbedrohlichen Tumorlysesyndroms. Zum ersten Mal liefern jetzt Real-World-Daten den Nachweis, dass das Enzym nicht nur den Harnsäurespiegel senkt, sondern Patienten tatsächlich vor Dialyse und Tod bewahrt – vor allem, wenn es innerhalb der ersten Stunden nach Diagnose verabreicht wird. Besonders stark profitieren schwer erkrankte Betroffene mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion.
Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.

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