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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

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Neuste Artikel

Arzt in medizinischer Kleidung mit Stethoskop präsentiert eine stilisierte 3D-Darstellung von Prostata und Harnblase, umgeben von Icons zu kardiologischer und urologischer Diagnostik.
Herzschutz mit Grenzen

Prostatakarzinom: Kardiologische Mitbetreuung senkt Cholesterin, aber nicht Herzinfarkte

Männer mit Prostatakarzinom tragen ein hohes kardiovaskuläres Risiko – besonders unter Androgendeprivationstherapie. Ob eine systematische Überweisung an Kardiologen oder Internisten dieses Risiko messbar senkt, prüfte die internationale RADICAL-PC2-Studie, deren Daten erstmals auf dem ESC 2026, dem diesmährigen jahreskongress der European Society of Cardiology präsentiert wurden. Die spezialisierte Mitbetreuung verbesserte die Cholesterinkontrolle deutlich und erhöhte die Statinverordnungen von 40 auf 63%. Auf harte kardiovaskuläre Endpunkte wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder kardiovaskulären Tod hatte die Intervention nach knapp 6 Jahren jedoch keinen signifikanten Einfluss.
Mikroskopische Darstellung zerfallender Tumorzellen als Symbolbild für das Tumorlysesyndrom
Besonders schwer Erkrankte profitieren

Rasburicase senkt beim Tumorlysesyndrom das Risiko für Dialyse und Tod

Seit rund 20 Jahren gehört Rasburicase zur Therapie des lebensbedrohlichen Tumorlysesyndroms. Zum ersten Mal liefern jetzt Real-World-Daten den Nachweis, dass das Enzym nicht nur den Harnsäurespiegel senkt, sondern Patienten tatsächlich vor Dialyse und Tod bewahrt – vor allem, wenn es innerhalb der ersten Stunden nach Diagnose verabreicht wird. Besonders stark profitieren schwer erkrankte Betroffene mit bereits eingeschränkter Nierenfunktion.
Drei ineinandergreifende Zahnräder mit den Nationalflaggen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands als
Moderne Hämatologie und Medizinische Onkologie

Präzisionsonkologie, KI und Frühintervention prägen Jahrestagung 2026 in Wien

Die Hämatologie und Medizinische Onkologie erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel: Molekulare Diagnostik, Künstliche Intelligenz und neue Immuntherapien revolutionieren nicht nur das Verständnis von Blut- und Krebserkrankungen, sondern öffnen auch völlig neue Behandlungswege. Innovative Konzepte der Risikostratifizierung, Früherkennung und Frühintervention machen es zunehmend möglich, Erkrankungen bereits in ihren frühesten Stadien zu erkennen und gezielt einzugreifen – lange bevor sie sich vollständig manifestieren. Vom 9. bis 12. Oktober 2026 diskutieren DGHO, OeGHO, SGMO und SGH in Wien, wie sich Risikostratifizierung, Frühintervention und personalisierte Therapiekonzepte in den klinischen Alltag übersetzen lassen.
Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.
Mikroskopische Darstellung von Blutzellen mit hervorgehobener rosafarbener Stammzelle
Kompass für die Spenderwahl

HLA-Matching in der Stammzelltransplantation: neue EBMT-Empfehlungen für die Praxis

Fortschritte in Typisierungstechnologie, GvHD-Prophylaxe und supportiver Versorgung haben die Rolle der HLA-Kompatibilität in der allogenen Stammzelltransplantation verändert. Die EBMT hat nun erstmals konsensbasierte Empfehlungen zur Spenderauswahl, zum Umgang mit Anti-HLA-Antikörpern und zum Stellenwert von Post-Transplant-Cyclophosphamid veröffentlicht. Sie bieten einen praxisnahen Leitfaden – von der Erstdiagnose bis zum Rezidiv-Monitoring.
Wasser wird aus Karaffe in Wassergläser gegossen
Chloriertes Trinkwasser

Unterschätztes Risiko für das Endometriumkarzinom

Trihalomethane und Halogenessigsäuren entstehen bei der Chlorung von Trinkwasser – und stehen im Verdacht, das Risiko für gynäkologische Malignome zu erhöhen. Eine prospektive Kohortenstudie an über 53.000 kalifornischen Lehrerinnen liefert nun neue Hinweise: Langfristige Exposition gegenüber bestimmten Desinfektionsnebenprodukten war mit einem erhöhten Risiko für Uteruskarzinome assoziiert – und zwar histotypspezifisch. Nitrat, Arsen und Uran zeigten dagegen keinen Zusammenhang
Ein abgelegter Telefonhörer.
Schockanruf mit Krebslüge

Seniorin wird Opfer perfider Betrüger

Mit einem perfiden Schockanruf haben Betrüger eine Seniorin aus Ditzingen um wertvollen Schmuck gebracht. Die Täter gaben sich als Mitarbeiter einer Klinik aus und behaupteten, ihre Tochter benötige dringend teure Krebsmedikamente. Die Frau übergab Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro. Die Polizei warnt: Die Betrugsmasche mit angeblichen Krebsbehandlungen und Medikamentenkosten tritt derzeit wieder vermehrt auf.
Lupe vergrößert eine blaue Figur inmitten vieler brauner Holzfiguren
Evidenzlücke bremst Ausweitung

G-BA lehnt Ausweitung des Darmkrebs-Screenings auf jüngere Risikopersonen ab

Bei jüngeren Personen mit familiärem Darmkrebsrisiko bleibt die individuelle Risikoberatung und kurative Abklärung der zentrale Versorgungspfad – ein organisiertes, einladungsbasiertes Screening wird es vorerst nicht geben. Die Anamneseerhebung zum familiären Risiko im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung sowie die niederschwellige Koloskopie zur Abklärung von Beschwerden bleiben die wichtigsten Instrumente, um Betroffene früh zu identifizieren.
Drei Frauen unterschiedlichen Alters im Profil nebeneinander
Genetische Risikoanalyse

Familiärer Brustkrebs: Jeder fünfte Verwandte trägt Risikogen

Fast 20% der gesunden Verwandten von Brust- und Eierstockkrebspatientinnen tragen pathogene Genvarianten – bei Männern sogar mehr als ein Drittel. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Tumorsuppressorgene BRCA1 und BRCA2 – doch auch Varianten in weiteren Genen können das Krebsrisiko in betroffenen Familien erheblich erhöhen.
Lupe fokussiert auf rote Spielfigur inmitten weißer Figuren
Diagnostische Lücke schließt sich

Kombiniertes Zervix-Screening deckt deutlich mehr Adenokarzinom-Vorstufen auf

Seit 2020 setzt Deutschland bei Frauen ab 35 Jahren auf die Kombination aus HPV-Test und Zytologie - mit Erfolg, wie die Ergebnisse einer bundesweiten Auswertung deutscher Krebsregisterdaten nun nahelegen: Die Zahl diagnostizierter Adenocarcinomata in situ ist seither deutlich gestiegen – mit einem jährlichen Zuwachs von 27,5% in der Zielgruppe. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome hin, einer Tumorform, bei der die konventionelle Zytologie an ihre Grenzen stieß.
Darstellung des menschlichen Darms in einer futuristischen, digitalen Umgebung mit medizinischen Symbolen und Datenvisualisierungen.
KI-Hype gebremst?

Darmkrebsvorsorge bei Lynch-Syndrom: KI bringt keinen Zusatznutzen in Expertenhand

KI-Assistenzsysteme in der Koloskopie gelten als vielversprechendes Werkzeug zur Adenom-Detektion. Doch bei Menschen mit Lynch-Syndrom zeigt die internationale CADLY2-Studie unter Leitung des Universitätsklinikums Bonn ein unerwartetes Bild. In spezialisierten Zentren mit erfahrenen Untersuchenden erkennt die künstliche Intelligenz nicht mehr Krebsvorstufen als die hochwertige Standarduntersuchung.
Anatomische 3D-Illustration menschlicher Nieren vor blauem Hintergrund
Nierenzellkarzinom nach Checkpointblockade

Belzutifan plus Lenvatinib schlägt Cabozantinib beim vorbehandelten Nierenzellkarzinom

Nach Versagen einer Immuncheckpoint-Blockade fehlt beim fortgeschrittenen klarzelligen Nierenzellkarzinom bislang ein klar definierter Therapiestandard. Die Phase-III-Studie LITESPARK-011 liefert nun einen vielversprechenden Kandidaten: Die Kombination aus dem HIF-2α-Inhibitor Belzutifan und dem Multikinaseinhibitor Lenvatinib verlängerte das progressionsfreie Überleben gegenüber Cabozantinib um rund 4 Monate.

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