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Weniger ist mehr

Frühes Mammakarzinom: PAM50-Test ermöglicht einen Verzicht auf Chemotherapie

|von Friederike Klein

Beim frühen ER+/HER2-negativen Mammakarzinom liefert die auf dem dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology, dem ASCO 2026, vorgestellte OPTIMA-Studie überzeugende Evidenz für eine personalisierte Therapiesteuerung: Bei Patient*innen ab 40 Jahren mit bis zu 9 befallenen Lymphknoten kann anhand des PAM50-Tests (ROR ≤60) in vielen Fällen sicher auf eine Chemotherapie verzichtet werden – ohne Einbußen beim krankheitsfreien Überleben.

Abstrakte Darstellung eines weiblichen Oberkörpers mit blau leuchtenden, digitalen Linien und hervorgehobener Brustregion vor dunklem Hintergrund, ergänzt durch grafische Lichteffekte.
Personalisierte Therapieentscheidung beim frühen ER+/HER2-negativen Mammakarzinom: Der PAM50-Test kann helfen, Patientinnen eine belastende Chemotherapie zu ersparen – bei vergleichbarer Prognose. (© Matthieu/stock.adobe.com)

Genexpressionstest erweitert Therapiespielraum

An der OPTIMA-Studie nahmen 4.429 Patientinnen mit frühem ER+ HER2-negativen Brustkreb_s ab 40 Jahren mit bis zu 9 betroffenen axillären Lymphknoten teil. Auch ohne Lymphnotenbefall konnten Patient_innen eingeschlossen werden, dann nämlich, wenn ein Tumor mit einer Raumforderung >30 mm vorlag. Sie erhielten randomisiert entweder eine Standardchemotherapie gefolgt von einer endokrinen Therapie (prämenopausal ergänzt um eine ovarielle Suppression, n=2.215) oder die Therapie wurde nach dem Testergebnis mit dem POM50 (Prosigna®) ausgewählt (n=2.214): Bei einem ROR-Wert >60 – ROR steht hier für „Risk of Recurrence“ – erfolgte zusätzlich zur endokrinen Therapie eine Chemotherapie, darunter nicht.

Die Studie prüfte die Nichtunterlegenheit der POM50-stratifizierten Therapie. Primärer Endpunkt war die 5-Jahres-Überlebensrate ohne invasiven Brustkrebs (IBCFS) in der Per-Protokoll-Analyse. Die Per-Protokoll-Population (PPP) umfasste im Kontrollarm insgesamt 2.059 Patient_innen, im PAM50-Arm 2.094 Patient_innen. 62% der PPP waren postmenopausale Frauen, 37% prämenopausale Frauen und 1% Männer. Im Kontrollarm wiesen 66,0% der Patient*innen einen ROR-Wert ≤60 auf, im PAM50-Arm 67,8%.

Vergleichbare Überlebensraten ohne Chemotherapie

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