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Gesundheit & Ernährung

Der Themenbereich „Gesundheit & Ernährung“ versammelt aktuelle Erkenntnisse aus Prävention, Ernährungsmedizin, Public Health und klinischer Forschung – verständlich aufbereitet und relevant eingeordnet.

Im Themenbereich finden Sie einen vielseitigen, wissenschaftlich fundierten Überblick zu praxisrelevanten Themen, die immer weiter an Bedeutung gewinnen – von Prävention über Ernährungsmedizin bis hin zur psychosozialen Versorgung.

Neuste Artikel

DNA-Doppelhelix, die sich durch ein grünes, naturähnliches Umfeld zieht; integriert ist ein analoge Wecker
Armut prägt Biologie

Soziale Ungleichheit beschleunigt die biologische Alterung messbar

Niedriger sozioökonomischer Status und Diskriminierung hinterlassen tiefe Spuren im Epigenom: Die bislang größte Metaanalyse mit fast 66.000 Personen aus 140 Studien bestätigt, dass soziale Benachteiligung die biologische Alterung beschleunigt – nachweisbar bereits im Kindesalter und besonders deutlich mit epigenetischen Uhren der neuesten Generation.
Best sources of carbs on light gray background. Healthy food concept.
Gewichtsprobleme

Ernährung in den Wechseljahren: Welche Kost vor Gewichtszunahme schützt

Eine Auswertung der Nurses' Health Study II mit über 38.000 Frauen zeigt, welche Ernährungsmuster die menopausale Gewichtszunahme am wirksamsten bremsen. Pflanzenbasierte Kost, Mittelmeerdiät und ein niedriger Insulin-Index schneiden besonders gut ab – die Details für die Praxis.
Human intestines colon organ shape with hands. Digestive tract p
Schluss mit dem Begriffs-Wirrwarr

Darmgesundheit: Internationale ISAPP-Definition schafft erstmals Klarheit

Ein internationales ISAPP-Expertengremium mit Beteiligung der Universität Hohenheim legt erstmals eine einheitliche wissenschaftliche Definition von Darmgesundheit vor. Der Konsensus schafft eine gemeinsame Basis für Forschung, Diagnostik und Patientenkommunikation und zeigt zugleich, warum Mikrobiomanalysen allein keine belastbare Beurteilung erlauben.
Paar umarmt sich auf einem Pier
Kuss mit Folgen?

Zöliakie und Küssen: Studie entkräftet Sorge vor Glutenübertragung

Die Therapie der Zöliakie basiert auf einer strikt glutenfreien Diät. Viele Betroffene berichten von erheblicher Angst vor unbeabsichtigtem Glutenkontakt – auch durch intime Berührungen wie das Küssen ihres nicht erkrankten Partners. Belastbare Daten zu dieser Sorge fehlten bislang. Eine prospektive US-Studie zeigt nun, dass selbst nach hoher Glutenlast des Partners nur in Ausnahmefällen relevante Mengen im Speichel von Zöliakiepatienten ankommen.
Ein Glas wird mit klarem Wasser gefüllt, Wasser spritzt über den Rand.
Bei Hitzewellen ist Vorsicht geboten

Klimawandel: Hitze lässt Risiko für Nierensteine steigen

Mit zunehmenden Hitzewellen ist auch hierzulande mit mehr Fällen von Urolithiasis zu rechnen. Nierensteine entwickeln sich damit zu einer relevanten Begleiterscheinung der Sommermonate. Anlässlich des Hitzeaktionstags am 11. Juni 2026 weist die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie auf die Bedeutung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr von rund 2,5 Litern täglich hin und empfiehlt eine gezielte Risikoabklärung in der Praxis – insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit entsprechender Vorgeschichte.
Roter herzförmiger Luftballon liegt auf nassem Asphalt im Regen
Gendermedizin im Fokus

Frauengesundheit: Warum geschlechtersensible Medizin jetzt Priorität bekommt

Symptome bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden bei Frauen häufig übersehen, weil diagnostische Standards auf männlichen Referenzwerten beruhen. Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover fordern die Länder eine geschlechtersensible Ausrichtung von Forschung, Versorgung und ärztlicher Weiterbildung.
Arzt mit Maßband am Bauch eines übergewichtigen Patienten
Neue Kriterien

Klinische Adipositas: 80 Prozent der Betroffenen bereits erkrankt

Klinische Adipositas und neue Lancet-Kriterien: Eine Auswertung von NHANES, EPIC-Potsdam und TULIP zeigt, dass rund 80 Prozent der Menschen mit BMI ≥ 30 kg/m² bereits messbare gesundheitliche Einschränkungen aufweisen. Was das für Risikostratifizierung, Diagnostik und Lebensstilintervention in der Praxis bedeutet.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
Menge wichtiger als Aufnahmemuster

Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Person in ruhiger Meditationshaltung auf einer Yogamatte
Krebs besiegt – Lebensqualität gewonnen

Yoga statt Tabletten: Bessere Schlafqualität, weniger Fatigue und Angst

Sanftes Yoga zeigt in der onkologischen Nachsorge bemerkenswerte Effekte: Bereits 2 Yoga-Sitzungen pro Woche können Schlafstörungen, Fatigue, Angst und Stimmungsstörungen messbar lindern – und damit eine nicht medikamentöse Option für gleich 4 zentrale Folgesymptome eröffnen, wie jetzt auf dem ASCO Annual Meeting 2026 zu hören war. Damit sei Yoga ein kostenkünstiger und niederschwelliger nicht medikamentöser Ansatz, der Krebsüberlebenden aktiv angetragen werden sollte, so das Fazit der Autorinnen und Autoren der präsentierten Studie.
Gebärmutter aus Blumen zusammengesetzt
Aktionstag gegen den Schmerz

Unterleibsschmerzen bei Frauen: Endometriose und Vulvodynie früh erkennen

Starke Periodenkrämpfe, Brennen an der Vulva oder Schmerzen beim Sex: Hinter chronischen Unterleibsschmerzen stecken oft Endometriose, Vulvodynie oder komplexe Unterbauchsyndrome. Warum eine strukturierte Anamnese mit Schmerztagebuch entscheidend ist – und welche diagnostischen Schritte Frauenärztinnen und Frauenärzte jetzt im Praxisalltag etablieren sollten.
Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Impfschutz Schwangerschaft

Influenza- und COVID-19-Impfung: Schwangere zu selten geschützt

Influenza- und COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft: Eine norwegische Registerstudie mit 50.000 Frauen zeigt deutliche Impflücken – nur 29,9 Prozent erhielten eine Grippeimpfung, 12,1 Prozent eine COVID-19-Impfung. Welche regionalen und altersspezifischen Unterschiede sich zeigen und was das für die Praxis bedeutet.
Vitamin-D-Kapseln auf Holzuntergrund
Mammakarzinom Therapie

Mammakarzinom: Vitamin-D-Spiegel verbessert Prognose und Überleben

Eine Kohortenanalyse mit fast 4.000 Patientinnen zeigt, dass ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel mit besserem Gesamtüberleben, längerem krankheitsfreien Überleben und einem geringeren kardiometabolischen Risiko einhergeht. Warum die routinemäßige Bestimmung sinnvoll ist und welche Fragen zur Supplementierung offenbleiben.