Startseite Gesundheit & Ernährung

Gesundheit & Ernährung

Evidenzbasierte Erkenntnisse aus Ernährungsmedizin, Prävention und Public Health

Der Themenbereich „Gesundheit & Ernährung“ versammelt aktuelle Erkenntnisse aus Prävention, Ernährungsmedizin, Public Health und klinischer Forschung – verständlich aufbereitet und relevant eingeordnet.

Im Themenbereich finden Sie einen vielseitigen, wissenschaftlich fundierten Überblick zu praxisrelevanten Themen, die immer weiter an Bedeutung gewinnen – von Prävention über Ernährungsmedizin bis hin zur psychosozialen Versorgung.

Neuste Artikel

Butterröllchen auf Marmor
Pflanzliche Fette statt Butter & Co.

Kann eine Ernährungsumstellung das Überleben nach Prostatakrebs verbessern?

Könnte eine Nahrungsumstellung dazu beitragen, die Prognose von Prostatakarzinompatienten zu verbessern? Würe es zum Beispiel helfen, weniger Butter, Wurst und Käse zu essen und stattdessen auf Olivenöl, Nüsse oder Hülsenfrüchte zu setzen? In der Allgemeinbevölkerung senkt eine solche Reduktion der gesättigten Fettsäuren nachweislich das Mortalitätsrisiko. Die ernüchternde Nachricht für Ihren Patienten: Einen direkten Einfluss auf den Verlauf des Prostatakarzinoms selbst scheint die Fettzusammensetzung der Nahrung nicht zu haben. Die gute Nachricht: Trotzdem senkt der Patient dadurch sein Risiko zu versterben – weil er damit sein Herz schützt und das Risiko anderer Krebserkrankungen reduziert.
Eine Gruppe erwachsener Menschen ist gemeinsam draußen unterwegs, einige mit Wanderstöcken, eine Person mit Fahrrad; sie bewegen sich in einer grünen, natürlichen Umgebung und wirken aktiv und gut gelaunt.
Geriatrie-Kongress Frankfurt

Longevity-Trend in der Kritik: Lässt sich Altern wirklich aufhalten?

Longevity als Milliardenmarkt: Peptide, Supplements und Anti-Aging-Strategien versprechen ein längeres Leben – doch belastbare Belege fehlen. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie warnt vor der Pathologisierung des Alterns und erklärt, welche Maßnahmen für ein gesundes Altwerden tatsächlich evidenzbasiert sind.
Ärztin im weißen Kittel mit Stethoskop hält eine Tafel mit Begriffen zur Krebsprävention und einem gesunden Lebensstil – darunter Bewegung, Ernährung, Sport, Stressminderung und Entspannung – und zeigt den Daumen nach oben
Prävention mit enormem Potenzial

Vier von zehn Krebsfällen könnten verhindert werden – jetzt wächst der Druck auf die Politik

Rund 40 % aller Krebsneuerkrankungen wären vermeidbar – doch Deutschland schöpft dieses Potenzial bislang kaum aus. Der 2. Nationale Krebspräventionsgipfel von Deutscher Krebshilfe und DKFZ benennt nun 6 konkrete Handlungsfelder und formuliert klare Erwartungen an die Politik – von höheren Tabak- und Alkoholsteuern bis zu einer bundesweiten Präventionsdekade.
Mehrere Packungen Paracetamol-Lösung von ratiopharm in einer geöffneten Apothekenschublade, eine Hand entnimmt eine der Schachteln.
Kleinere Eierstöcke, weniger Follikel, niedrigere Hormonspiegel

Paracetamol in der Schwangerschaft beeinflusst Eierstöcke der Töchter

Paracetamol in der Schwangerschaft rückt erneut in den Fokus: Bei Töchtern exponierter Mütter wurden kleinere Eierstöcke, weniger Follikel und niedrigere Spiegel an Fortpflanzungshormonen berichtet. Erste Hinweise deuten auf eine Dosis-Wirkungs-Beziehung – mit möglichen Folgen für Fruchtbarkeit und Menopause.
Augenscreening-Aufsteller mit stilisiertem Auge in einer dm-Filiale zwischen Verkaufsregalen
Ein neuer Fall für die Justiz

Sehtest zwischen Shampoo und Zahnpasta sorgt für Streit

Das Glaukom-Screening für 14,95 Euro von dm sorgt für eine juristische Grundsatzdebatte. Die Wettbewerbszentrale hält das Angebot für problematisch und verweist auf medizinische Standards und Patientenschutz. Das Landgericht Karlsruhe muss nun klären, ob Gesundheitsvorsorge auch außerhalb klassischer Arztpraxen stattfinden darf. Im Mittelpunkt stehen Verbraucherschutz, Digitalisierung und die Zukunft der Prävention.
Unscharfe Aufnahme einer großen Menschenmenge in einem dicht besuchten Festzelt auf dem Oktoberfest. Im Bildzentrum sind mehrere Personen scharf erkennbar, während die Umgebung durch einen Zoom- bzw. Bewegungsunschärfe-Effekt verwischt dargestellt ist.
Wiesn ohne Virusfrust

Die Kampagne «München impft» sagt der Wiesn-Grippe den Kampf an

Enge Bierzelte, internationales Publikum, Schlafmangel und Alkohol: Auf dem Oktoberfest treffen ideale Bedingungen für Atemwegsinfekte aufeinander. SARS-CoV-2 dominiert die schweren Atemwegsinfekte in den vollen Festzelten, wo sechs Millionen Besucher aus aller Welt auf engstem Raum feiern – ideale Bedingungen für Tröpfcheninfektionen. Influenza und RSV spielen zur Wiesn-Zeit noch eine untergeordnete Rolle, nehmen aber ab Ende November zu. Für Risikopatienten ab 60 bzw. 75 Jahren empfiehlt die STIKO jetzt gezielte Impfungen gegen Covid-19, Influenza und RSV – bevor die Grippesaison ihren Höhepunkt im Januar erreicht.
Hand hält Smartphone mit geöffneter Ernährungstracking-App über einer Schale mit frischem Gemüsesalat und buntem Gemüse auf einem Holztisch.
Konsistenz schlägt Perfektion

Jeder zusätzliche Tag digitales Ernährungstracking steigert den Abnehmerfolg

Nahrungsmittel-Tracking-Apps helfen beim Abnehmen – und zwar umso mehr, je regelmäßiger sie genutzt werden. In einer retrospektiven Kohortenstudie erreichten 7 von 10 Abnehmwilligen nach 6 Monaten einen klinisch relevanten Gewichtsverlust. Jeder zusätzliche Tracking-Tag pro Woche steigerte die Erfolgschancen signifikant. Auch lange, ununterbrochene Dokumentationsserien zahlten sich deutlich aus. Damit sind die KI-gestützten Apps ein niederschwelliger Baustein für das Gewichtsmanagement in der Praxis.
Ärztin spricht an ihrem Tisch mit einer Patientin
Zum Welttag der sexuellen Gesundheit

Intimgesundheit sollte beim Arzt kein Tabuthema sein

Rund 90 Prozent der Patientinnen und Patienten wünschen sich ein ärztliches Gespräch über sexuelle Gesundheit – tatsächlich findet es jedoch nur bei einer Minderheit statt. Wie sich Zeitdruck, Scham und Vorurteile überwinden lassen und welche strukturierten Werkzeuge wie die „5Ps" den Einstieg erleichtern, zeigen DDG und DSTIG mit praxisnahen Empfehlungen zur Gesprächsführung.
Die App «Lebensmittelwarnung» ist auf einem Smartphone vor einem geöffneten Kühlschrank zu sehen.
Lebensmittelrückruf

Listerien in Streichmettwurst: Hersteller ruft drei Sorten zurück

Listerien in Streichmettwurst: Die Firma Fleischwaren Wulff aus Göttingen ruft 3 Sorten Schinken-Streichmettwurst-Hörnchen zurück. Verkauft wurde die Ware in 6 Bundesländern. Für Schwangere, ältere und immungeschwächte Patientinnen und Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für eine schwere Listeriose – ärztliche Abklärung bei Symptomen ist angezeigt.
Eine Person hält ein Smartphone mit beiden Händen über einen Holztisch und fotografiert eine Mahlzeit bestehend aus Nudeln, einem grünen Burger mit Pommes und einem Smoothie, um die Kalorien per App zu erfassen.
Foto statt Waage – wie zuverlässig ist das?

KI-Kalorien-Apps unterschätzen Energiegehalt von Mahlzeiten um ein Drittel

KI-gestützte Ernährungs-Apps versprechen präzise Kalorienangaben per Smartphone-Foto – doch sie unterschätzen den tatsächlichen Energiegehalt von Mahlzeiten systematisch, besonders wenn es um Fett geht. Experten warnten auf der Nutrition 2026: Wer die Portionsgrößen nicht manuell anpasst oder die Mengen nicht selbst eingibt, nimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Kalorien zu sich, als die App anzeigt.
Eher quantitative Eigenschaften entscheidend

Darmmikrobiom: Menge der Bakterien wichtiger als Zusammensetzung

Ballaststoffreiche Ernährung und Intervallfasten wirken im Darm ähnlich entzündungshemmend – obwohl sie die bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms unterschiedlich verändern. Eine Studie der Universität Hohenheim rückt daher die absolute Menge der Darmbakterien in den Fokus.
Eine Schwangere sitzt auf dem Sofa, hat einen Laptop auf den Knien und fühlt sich sichtlich unwohl.
Nausea und Emesis gravidarum

Beratungsstrategien und Therapieoptionen bei Schwangerschaftsübelkeit

Nausea und Emesis gravidarum zählen zu den häufigsten Beratungsanlässen im ersten Trimenon: Bis zu drei Viertel der Patientinnen sind betroffen. Welche nichtmedikamentösen Empfehlungen sind wirksam, wann sind Vitamin B6 und Doxylamin indiziert, und welche roten Flaggen weisen auf eine Hyperemesis gravidarum hin – ein Überblick für die gynäkologische Praxis.