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Gesundheit & Ernährung

Evidenzbasierte Erkenntnisse aus Ernährungsmedizin, Prävention und Public Health

Der Themenbereich „Gesundheit & Ernährung“ versammelt aktuelle Erkenntnisse aus Prävention, Ernährungsmedizin, Public Health und klinischer Forschung – verständlich aufbereitet und relevant eingeordnet.

Im Themenbereich finden Sie einen vielseitigen, wissenschaftlich fundierten Überblick zu praxisrelevanten Themen, die immer weiter an Bedeutung gewinnen – von Prävention über Ernährungsmedizin bis hin zur psychosozialen Versorgung.

Neuste Artikel

Kinesiotaping der Schulter bei muskuloskelettalen Beschwerden durch eine Physiotherapeut
Kurzfristiger Nutzen, unsichere Evidenz

Kinesiotaping bei muskuloskelettalen Beschwerden auf dem Prüfstand

Kinesiotapes sind in Sport und Physiotherapie allgegenwärtig – doch was leisten sie wirklich bei muskuloskelettalen Erkrankungen? Eine umfassende Analyse liefert ernüchternde Antworten: Unmittelbar und kurzfristig lassen sich Schmerzen zwar lindern und die Funktion verbessern, mittelfristig verpuffen die Effekte weitgehend. Zudem ist die methodische Qualität der Evidenz überwiegend kritisch niedrig.
Eine Besprechungsrunde am Tisch von oben gesehen
Mehr Krebs, höhere Mortalität

Lange Sitzphasen sind ein eigenständiger Krebs-Risikofaktor – Bewegung schützt

Nicht die Gesamtdauer, sondern die Länge einzelner Sitzphasen beeinflusst das Krebsrisiko. Aber auch die Krebsmortalität erhöht sich durch langes, ununterbrochenes Sitzen – und zwar um 9% pro zusätzlicher Stunde. Es lässt sich aber auch mit einfachen Mitteln gegensteuern: Kurze Bewegungspausen senken das Risiko messbar und sind damit ein neuer Ansatz für die Krebsprävention.
Zwei Gläser Wein, eins rot, eins weiß
Die versteckte Gefahr im Glas

Alkohol und Krebs: Ein Tröpfchen schadet nicht?

Alkoholkonsum ist gesellschaftlich anerkannt. Doch wie gefährlich sind bereits geringe Mengen mit Blick auf das Krebsrisiko? Besonders gastroenterologische Krebsarten wie Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Leberkrebs zeigen eine klare Verbindung zu Alkohol – auch bei niedrigem Konsum.
Multivitamin-Mineralstoff-Präparate und frisches Obst
Ein nur moderater, aber spürbarer Effekt

Können Multivitamine die funktionelle Gesundheit älterer Erwachsener erhalten?

Nachlassende Belastbarkeit und kardiovaskuläre Beschwerden prägen den Alltag vieler älterer Menschen. Ob eine tägliche Einnahme von Multivitamin-Mineralstoff-Präparaten oder Kakaoextrakt hier gegensteuern kann, stand im Fokus einer Sekundäranalyse der COSMOS-Studie. Das Ergebnis: Multivitaminpräparate verbesserten die Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden im Alltag messbar und auch die Symptomlast ging zurück. Der Effekt blieb zwar moderat, war aber spürbar.
Eine Hand greift nach einer unbeschrifteten weißen Pillendose, neben der weiße Kapseln auf einem Holztablett liegen; im Hintergrund steht ein Glas Wasser
Riskante Selbstmedikation bei Hypothyreose

Nahrungsergänzungsmittel können die L-Thyroxin-Therapie gefährden

Viele Patienten mit Hypothyreose greifen ergänzend zu online beworbenen Nahrungsergänzungsmitteln, wenn Symptome wie Abgeschlagenheit, Wortfindungsstörungen oder Gewichtszunahme trotz einer stabilen L-Thyroxin-Substitution weiterhin bestehen bleiben. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) mahnt nun zur Zurückhaltung: Belastbare Nachweise für einen Effekt dieser Präparate auf den Schilddrüsenhormonstoffwechsel fehlen – und einzelne Inhaltsstoffe wie Cholin können die laufende L-Thyroxin-Therapie sogar aktiv beeinträchtigen. Hier sind Sie als Behandler gefragt!
Mann hält sich Bauch mit beiden Händen
Alles aus dem Takt?

Wenn nächtliches Essen den Darm durcheinanderbringt

Bauchschmerzen, Rumoren im Darm und ein Völlegefühl: Ein fettiges und schweres Essen am Abend ist keine gute Idee. Und auch mit Salat hat der Darm eine Menge zu tun. Die Folge: Wir schlafen schlecht. Und das ist nicht nur ein Gefühl. So zeigen auch Studien, dass wir mit einigen Lebensmitteln besser schlafen als mit anderen.
Das Bild zeigt eine stehende Person von hinten in einem blauen Sportoberteil und einer blauen Shorts. Eine eingeblendete anatomische Grafik des Beckens macht die Hüftgelenke sichtbar. Das linke Hüftgelenk ist durch einen rot-orange leuchtenden Bereich hervorgehoben
Effekt ist geringer als gedacht

Sport ist kein „Wundermittel“ gegen Schmerzen bei Hüftarthrose

Bewegung gilt als Basismaßnahme bei Hüftarthrose – doch wie groß ist der analgetische Effekt wirklich? Laut einem aktuellen Cochrane-Review reduzieren strukturierte Trainingsprogramme Schmerzen und Funktionseinschränkungen im Mittel nur um wenige Punkte auf einer 100-Punkte-Skala. Damit bleiben die Effekte unterhalb der Schwelle einer klinisch relevanten Verbesserung. Als Add-on zu anderen Therapien senkt Bewegung immerhin das Risiko unerwünschter Ereignisse leicht.
Senioren und Pflegekräfte sitzen im Kreis und musizieren gemeinsam mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten wie Trommeln und Tamburinen in einem hellen Gemeinschaftsraum eines Pflegeheims.
Orientierungshilfe

Pflegeheim-Empfehlungsliste: 3.600 stationäre Einrichtungen im Überblick

FOCUS-Gesundheit veröffentlicht erstmals eine digitale Empfehlungsliste mit 3.600 stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Grundlage sind Selbstauskünfte, Prüfberichte des Medizinischen Dienstes und Reputationsdaten – sortierbar nach Postleitzahl. Die Empfehlungsliste bietet eine Orientierung bei der Suche und Auswahl von geeigneten Pflegeheimen und ist die erste Zusammenstellung ihrer Art.
Eine durchgestrichene Zigarette liegt auf einem Notizzettel mit der handschriftlichen Aufschrift „Ab heute rauchfrei!"
„Rauchfrei im Mai" brachte über 19.000 Ausstiege

Lungenkrebs-Prävention: Mit strukturierten Programmen fällt ein Rauchstopp leichter

Strukturierte Programme wie „Rauchfrei im Mai" erhöhen die Erfolgsquote gegenüber unbegleiteten Ausstiegsversuchen um ein Vielfaches. Mehr als 19.000 Menschen nahmen 2026 an der Aktion teil, rund 17% blieben den gesamten Monat rauchfrei. Damit übertrifft das strukturierte Programm die Erfolgsquote unbegleiteter Ausstiegsversuche deutlich – ein wichtiges Signal für die ärztliche Rauchentwöhnungsberatung.
Ausgedrückte Zigarette mit Rauch
Weniger Nikotin, kein Mehrkonsum

Sind nikotinreduzierte Zigaretten der Weg aus der Tabakabhängigkeit?

Könnte eine drastische Reduktion des Nikotingehalts in Zigaretten das Rauchverhalten nachhaltig verändern – und damit Millionen Leben retten? Kritiker befürchten, Raucher könnten den geringeren Nikotingehalt schlicht durch mehr Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte ausgleichen. Doch dies scheint tatsächlich nicht der Fall zu sein, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Ihr Ergebnis: Kompensatorisches Rauchen bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Ein Schild mit der Aufschrift „Baden auf eigene Gefahr“ steht am Ufer des Süßen Sees bei den See-Terrassen Seeburg
Frühe Bakterien-Saison

Früher Saisonstart bei Vibrionen-Infektionen – und schon zwei Todesfälle

Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee fordern 2026 bereits 2 Todesopfer: Das RKI registriert 17 Fälle und einen ungewöhnlich frühen Saisonstart. Betroffen sind vor allem ältere Menschen – bei Wassertemperaturen über 20 Grad vermehren sich die Bakterien in Oberflächengewässern rasant und werden zur unterschätzten Gefahr für Badegäste.
Nahaufnahme zweier Erwachsener, die nebeneinandersitzen und ihre Hände auf einem Knie ineinandergelegt halten.
Beziehungsstatus

Weniger Krebs bei Verheirateten?

Krebspatienten in einer Ehe haben Untersuchungen zufolge eine bessere Prognose. Aber kann die Beziehung auch vor Krebs schützen? Eine Studie hat untersucht, ob verheiratete Menschen seltener an Krebs erkranken - mit spannenden Ergebnissen.