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Gesundheit & Ernährung

Evidenzbasierte Erkenntnisse aus Ernährungsmedizin, Prävention und Public Health

Der Themenbereich „Gesundheit & Ernährung“ versammelt aktuelle Erkenntnisse aus Prävention, Ernährungsmedizin, Public Health und klinischer Forschung – verständlich aufbereitet und relevant eingeordnet.

Im Themenbereich finden Sie einen vielseitigen, wissenschaftlich fundierten Überblick zu praxisrelevanten Themen, die immer weiter an Bedeutung gewinnen – von Prävention über Ernährungsmedizin bis hin zur psychosozialen Versorgung.

Neuste Artikel

Eine Person hält ein Smartphone mit beiden Händen über einen Holztisch und fotografiert eine Mahlzeit bestehend aus Nudeln, einem grünen Burger mit Pommes und einem Smoothie, um die Kalorien per App zu erfassen.
Foto statt Waage – wie zuverlässig ist das?

KI-Kalorien-Apps unterschätzen Energiegehalt von Mahlzeiten um ein Drittel

KI-gestützte Ernährungs-Apps versprechen präzise Kalorienangaben per Smartphone-Foto – doch sie unterschätzen den tatsächlichen Energiegehalt von Mahlzeiten systematisch, besonders wenn es um Fett geht. Experten warnten auf der Nutrition 2026: Wer die Portionsgrößen nicht manuell anpasst oder die Mengen nicht selbst eingibt, nimmt mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Kalorien zu sich, als die App anzeigt.
Eher quantitative Eigenschaften entscheidend

Darmmikrobiom: Menge der Bakterien wichtiger als Zusammensetzung

Ballaststoffreiche Ernährung und Intervallfasten wirken im Darm ähnlich entzündungshemmend – obwohl sie die bakterielle Zusammensetzung des Mikrobioms unterschiedlich verändern. Eine Studie der Universität Hohenheim rückt daher die absolute Menge der Darmbakterien in den Fokus.
Eine Schwangere sitzt auf dem Sofa, hat einen Laptop auf den Knien und fühlt sich sichtlich unwohl.
Nausea und Emesis gravidarum

Beratungsstrategien und Therapieoptionen bei Schwangerschaftsübelkeit

Nausea und Emesis gravidarum zählen zu den häufigsten Beratungsanlässen im ersten Trimenon: Bis zu drei Viertel der Patientinnen sind betroffen. Welche nichtmedikamentösen Empfehlungen sind wirksam, wann sind Vitamin B6 und Doxylamin indiziert, und welche roten Flaggen weisen auf eine Hyperemesis gravidarum hin – ein Überblick für die gynäkologische Praxis.
Reste von gerauchten Zigaretten liegen in einem Aschenbecher.
Tabakentwöhnung

E-Zigaretten schlagen Nikotinpflaster in der Rauchentwöhnung

Nikotinhaltige Vapes führen doppelt so häufig zum Rauchstopp wie klassische Nikotinersatztherapien: Eine Cochrane-Übersichtsarbeit mit fast 30.000 Teilnehmern weist Abstinenzraten von 8–10% nach. Fachleute mahnen dennoch zur Vorsicht, denn Abhängigkeit und langfristige Gesundheitsrisiken durch den Vape-Konsum bleiben bestehen.
Zwei Gläser zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk
Europäischer Vergleich

Zuckersteuer auf Softdrinks in Europa – unterschiedlichste Effekte

Die Bundesregierung plant die Einführung einer Zuckersteuer auf Softdrinks – doch in weiten Teilen Europas ist sie längst Realität. Von Großbritannien über Frankreich bis Ungarn zeigt sich ein gemischtes Bild aus geringerem Zuckergehalt, angepassten Rezepturen und begrenzter Lenkungswirkung. Die Bandbreite der Effekte reicht dabei von deutlich gesunkenen Zuckergehalten und angepassten Rezepturen bis hin zu kaum messbaren Effekten auf Konsum und Gesundheit.
Eine Getränkedose mit einem Softdrink und zahlreiche Zuckerwürfel liegen auf einem Tisch.
Knappe Mehrheit gegen zusätzliche Getränkesteuer

Zuckersteuer auf Softdrinks spaltet die Bevölkerung

Zuckersteuer auf Cola und Limonade: Eine YouGov-Umfrage zeigt ein knappes Meinungsbild in Deutschland. Während 43 Prozent eine Abgabe auf zuckerhaltige Getränke unterstützen, lehnen 44 Prozent zusätzliche Steuern grundsätzlich ab. Die Bundesregierung will die Abgabe ab 2027 einführen – Light- und Zero-Produkte bleiben außen vor.
Eine pflegebedürftige Seniorin sitzt auf ihrem Bett, aufgenommen beim Besuch einer ambulanten Pflegekraft in der Wohnung der Patientin.
Rekordsommer mit tödlichen Folgen

Traurige Höchstmarke: RKI schätzt 14.000 Hitzetote bis Anfang August

Das RKI legt neue Schätzungen zur Übersterblichkeit im Sommer vor: Rund 14.000 hitzebedingte Todesfälle bis Anfang August – mit Spitzenwerten im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Besonders Hochbetagte ab 85 Jahren tragen die Hauptlast, die Hitzewelle Ende Juni forderte allein in einer Woche fast 10.000 Tote.
Außenaufnahme einer Filiale der Drogeriemarktkette dm in der Karlsruher Innenstadt (Aufnahme mit Langzeitbelichtung).
Gesundheit auf dem Einkaufszettel

Herz-Kreislauf-Check bei dm: Drogeriekette drängt in ärztliches Terrain

Herz-Kreislauf-Check zwischen Shampoo und Zahnpasta: dm plant noch in diesem Jahr, Vitaldaten seiner Kundschaft für einen Herz-Kreislauf-Check per Sensorik-Kabine zu erfassen. Parallel weitet die Drogeriekette ihr Augenscreening von 8 auf 30 Filialen aus. Massive Kritik weht dm dabei von Ärzteverbänden um die Nase, zudem steht ein Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Karlsruhe an: Die Wettbewerbszentrale klagt gegen das Augenscreening.
Kinesiotaping der Schulter bei muskuloskelettalen Beschwerden durch eine Physiotherapeut
Kurzfristiger Nutzen, unsichere Evidenz

Kinesiotaping bei muskuloskelettalen Beschwerden auf dem Prüfstand

Kinesiotapes sind in Sport und Physiotherapie allgegenwärtig – doch was leisten sie wirklich bei muskuloskelettalen Erkrankungen? Eine umfassende Analyse liefert ernüchternde Antworten: Unmittelbar und kurzfristig lassen sich Schmerzen zwar lindern und die Funktion verbessern, mittelfristig verpuffen die Effekte weitgehend. Zudem ist die methodische Qualität der Evidenz überwiegend kritisch niedrig.
Eine Besprechungsrunde am Tisch von oben gesehen
Mehr Krebs, höhere Mortalität

Lange Sitzphasen sind ein eigenständiger Krebs-Risikofaktor – Bewegung schützt

Nicht die Gesamtdauer, sondern die Länge einzelner Sitzphasen beeinflusst das Krebsrisiko. Aber auch die Krebsmortalität erhöht sich durch langes, ununterbrochenes Sitzen – und zwar um 9% pro zusätzlicher Stunde. Es lässt sich aber auch mit einfachen Mitteln gegensteuern: Kurze Bewegungspausen senken das Risiko messbar und sind damit ein neuer Ansatz für die Krebsprävention.
Zwei Gläser Wein, eins rot, eins weiß
Die versteckte Gefahr im Glas

Alkohol und Krebs: Ein Tröpfchen schadet nicht?

Alkoholkonsum ist gesellschaftlich anerkannt. Doch wie gefährlich sind bereits geringe Mengen mit Blick auf das Krebsrisiko? Besonders gastroenterologische Krebsarten wie Darmkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und Leberkrebs zeigen eine klare Verbindung zu Alkohol – auch bei niedrigem Konsum.
Multivitamin-Mineralstoff-Präparate und frisches Obst
Ein nur moderater, aber spürbarer Effekt

Können Multivitamine die funktionelle Gesundheit älterer Erwachsener erhalten?

Nachlassende Belastbarkeit und kardiovaskuläre Beschwerden prägen den Alltag vieler älterer Menschen. Ob eine tägliche Einnahme von Multivitamin-Mineralstoff-Präparaten oder Kakaoextrakt hier gegensteuern kann, stand im Fokus einer Sekundäranalyse der COSMOS-Studie. Das Ergebnis: Multivitaminpräparate verbesserten die Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden im Alltag messbar und auch die Symptomlast ging zurück. Der Effekt blieb zwar moderat, war aber spürbar.