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Schwangerschaft & Geburt & Wochenbett

Der Themenbereich „Schwangerschaft, Geburt & Wochenbett“ bündelt fachrelevante Inhalte zu Betreuung, Diagnostik und Therapie rund um die Perinatalmedizin. Im Mittelpunkt stehen die optimale Begleitung schwangerer Patientinnen, die sichere und individuelle Geburtsplanung sowie ein evidenzbasiertes Management postpartaler Herausforderungen – stets mit Blick auf mütterliche und neonatale Gesundheit.

Dabei werden sowohl medizinische als auch strukturelle Aspekte berücksichtigt: Entwicklungen in der Geburtshilfe, Fragen der Versorgungssicherheit, präventive Maßnahmen und die Bedeutung einer kontinuierlichen, interdisziplinären Betreuung im Wochenbett.

Neuste Artikel

Gerichtssaal
Prozess

Tod bei Hausgeburt: Hebamme erneut vor Gericht

Hausgeburt mit tödlichem Ausgang: Eine 64-jährige Hebamme muss sich erneut vor dem Landgericht Verden verantworten, nachdem ihr Baby während der Geburt an Sauerstoffmangel starb. Der BGH bestätigte den Schuldspruch wegen Körperverletzung mit Todesfolge – nun wird neu über das Strafmaß verhandelt. Die Zulassung der Hebamme war zum Tatzeitpunkt bereits widerrufen.
Schwangere bei der Blutdruckmessung
Nephrologie und Schwangerschaft

Präeklampsie macht Nierenkontrollen auf Lebenszeit notwendig

Eine Präeklampsie endet nicht mit der Entbindung: Die Schwangerschaftskomplikation kann bleibende Nierenschäden hinterlassen und erhöht langfristig das Risiko für chronische Nierenerkrankung und Bluthochdruck. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie fordert eine strukturierte Nachsorge nach klarem Schema und macht darauf aufmerksam, dass Nierenfunktionskontrollen auch Jahre nach der Schwangerschaft Teil der medizinischen Vorgeschichte bleiben müssen.
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Gesund durch die Schwangerschaft

Stark gegen Gestationsdiabetes?

Eine Schwangerschaft geht mit zahlreichen körperlichen Veränderungen einher und kann etwa das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Gestationsdiabetes erhöhen. Eine aktuelle Studie hat untersucht, ob gezieltes Krafttraining während der Schwangerschaft diesem Risiko entgegenwirken kann. Dabei wurde auch betrachtet, welchen Einfluss das Training auf die Lebensqualität der Frauen hat.
Medikamente zum Schwangerschaftsabbruch sind in einer gynäkologischen Praxis vor einem Ultraschallbild zu sehen.
Reproduktive Gesundheit

Abtreibungspille: Südkorea lässt medikamentösen Schwangerschaftsabbruch erstmals zu

Nach jahrelangem politischen Stillstand nach dem Verfassungsgerichtsurteil von 2019 ebnet Seoul nun den Weg für den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch bis zur neunten Woche. Ab 2027 soll das importierte Präparat zunächst ausschließlich ärztlich verordnet werden – eine späte Zäsur in einem konservativ geprägten Gesundheitssystem.
Schwangere Rheumapatientin hält einen Tablettenblister vor den Bauch
Weniger absetzen, mehr steuern

Rheuma und Schwangerschaft – sichere Optionen auch bei Hochrisikoverläufen

Eine sichere Schwangerschaft ist heute für die meisten Patientinnen mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung möglich, wenn Therapie und interdisziplinäre Betreuung frühzeitig abgestimmt sind. Neue Daten zu Hochrisiko-APS und kongenitalem AV-Block eröffnen weitere Perspektiven – doch Widersprüche zwischen Beipackzetteln und Leitlinien führen weiterhin zu unnötigen, zum Teil sogar gefährlichen Therapieabbrüchen.
Mehrere Packungen Paracetamol-Lösung von ratiopharm in einer geöffneten Apothekenschublade, eine Hand entnimmt eine der Schachteln.
Kleinere Eierstöcke, weniger Follikel, niedrigere Hormonspiegel

Paracetamol in der Schwangerschaft beeinflusst Eierstöcke der Töchter

Paracetamol in der Schwangerschaft rückt erneut in den Fokus: Bei Töchtern exponierter Mütter wurden kleinere Eierstöcke, weniger Follikel und niedrigere Spiegel an Fortpflanzungshormonen berichtet. Erste Hinweise deuten auf eine Dosis-Wirkungs-Beziehung – mit möglichen Folgen für Fruchtbarkeit und Menopause.
Schwangere Frau arbeitet an einem Schreibtisch
Belastung in der Frühschwangerschaft

Fehlgeburtsrisiko steigt mit Stehen, Gehen und Bücken im Beruf

Langes Stehen, viel Gehen und vor allem häufiges Vorwärtsbeugen am Arbeitsplatz erhöhen das Risiko für eine Fehlgeburt messbar. Das zeigt eine dänische Registerauswertung von mehr als 800.000 Schwangerschaften erstmals auf Basis einer schwangerschaftsspezifischen Job-Expositions-Matrix. Pro zusätzlicher Stunde beruflichen Bückens stieg die adjustierte Hazard Ratio auf 1,36 – auch bei Frauen ohne vorherige Arbeitsunfähigkeit. Die Autoren plädieren für klare Empfehlungen zur Entlastung werdender Mütter bereits in der Frühschwangerschaft.
Schwangere Frau sitzt im Krankenhaus und wird auf eine PDA vorbereitet
Entwarnung für die PDA

Periduralanästhesie unter Geburt ohne erhöhtes Risiko für Neugeborene und Kinder

Die Periduralanästhesie zählt zu den effektivsten Verfahren der Schmerzlinderung während der Geburt – doch Sorgen um mögliche Folgen für das Neugeborene beeinflussen bis heute die Aufklärung und die Entscheidungen werdender Mütter. Eine schottische Kohortenstudie mit knapp 500.000 Geburten liefert nun robuste populationsbasierte Evidenz zur neonatalen Sicherheit: Weder für schwere neurologische Morbidität, neonatale Sepsis, Mortalität noch für eine spätere Zerebralparese ergaben sich Hinweise auf ein erhöhtes Risiko – konsistent über alle Subgruppen hinweg.
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Desogestrel bei Risikoprofilen und Komorbidität

Desogestrel bietet östrogenfreie Kontrazeption mit Zusatznutzen: Sie bietet Vorteile bei menstrueller Migräne, PMS, Endometriose sowie für Raucherinnen, Frauen über 35 und in der Stillzeit.
Schwangere Frau im Krankenhaus an CTG angeschlossen
Entwarnung für die PDA

Periduralanalgesie unter der Geburt ohne erhöhte Risiken für das Neugeborene

Die Periduralanalgesie ist die effektivste Methode zur Schmerzlinderung unter der Geburt – doch viele Frauen fürchten Nachteile für ihr Kind. Eine landesweite schottische Kohortenstudie mit knapp einer halben Million Geburten hat jetzt zentrale Sicherheitsfragen beantwortet: weder schwere neonatale Morbidität noch neonatale Mortalität oder Zerebralparese im Kindesalter treten unter PDA häufiger auf. Auch Frühgeborene und Hochrisikoschwangerschaften profitieren von der Analgesie ohne zusätzliche Risiken.
Pärchen hält Händchen beim Arzt
Kleines Risiko, große Unsicherheit

Assistierte Reproduktion und hormonabhängige Krebserkrankungen: Signal oder Störgröße?

Erhöhen ART, intrauterine Insemination oder Clomifencitrat das Risiko für hormonabhängige Tumoren? Eine australische Kohortenstudie mit rund 1,75 Millionen Frauen liefert differenzierte Antworten: Zwar zeigen sich für Mamma-, Ovarial-, Uterus- und Schilddrüsenkarzinome erhöhte Hazard Ratios nach reproduktionsmedizinischer Behandlung – die Absolutzahlen bleiben jedoch klein. Vieles spricht dafür, dass Detektionsbias und nicht erfasste Confounder wie Endometriose oder PCOS die beobachteten Assoziationen zumindest teilweise erklären.
Eine Schwangere sitzt auf dem Sofa, hat einen Laptop auf den Knien und fühlt sich sichtlich unwohl.
Nausea und Emesis gravidarum

Beratungsstrategien und Therapieoptionen bei Schwangerschaftsübelkeit

Nausea und Emesis gravidarum zählen zu den häufigsten Beratungsanlässen im ersten Trimenon: Bis zu drei Viertel der Patientinnen sind betroffen. Welche nichtmedikamentösen Empfehlungen sind wirksam, wann sind Vitamin B6 und Doxylamin indiziert, und welche roten Flaggen weisen auf eine Hyperemesis gravidarum hin – ein Überblick für die gynäkologische Praxis.