Startseite Arzneimittel & Abrechnung

Arzneimittel & Abrechnung

Der Themenbereich „Arzneimittel & Abrechnung“ bietet Ärzten einen schnellen, fundierten Überblick über aktuelle Markttrends, sicherheitsrelevante Arzneimittelmeldungen und wichtige Abrechnungsänderungen.

Die Beiträge beleuchten die dynamische Entwicklung des Apotheken‑ und Arzneimittelmarktes, zudem informiert der Themenbereich über essenzielle Sicherheitswarnungen wie z.B. Rote-Hand-Briefe. Auch die Abrechnungsrealität in Arztpraxen steht im Fokus.

Nutzen Sie den kompakten, interdisziplinär nutzbaren Überblick , um in Ihrem Praxisalltag Verordnungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und moderne Versorgungskompetenz zu stärken.

Neuste Artikel

Zwei elektronische Versichertenkarten der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) liegen auf einem Tisch.
Millionenbetrug bei Kassen

Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen: AOK meldet Rekordzahl an Verdachtsfällen

Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen erreicht ein neues Rekordniveau: Die AOK Hessen verzeichnet 1.232 Hinweise auf Fehlverhalten, 195 Strafanzeigen und gesicherte Forderungen von 4,8 Millionen Euro. Besonders anfällig sind Verhinderungspflege, häusliche Krankenpflege und Verbandmittel-Rezepte – mit teils dreisten Betrugsmaschen.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
Rote-Hand-Brief

Tavneos® (Avacopan): EMA empfiehlt Zulassungswiderruf

Tavneos® (Avacopan) verliert die Wirksamkeitsgrundlage: Datenintegritätsprobleme in der pivotalen ADVOCATE-Studie und neue Fälle von arzneimittelinduzierten Leberschäden bewegen den CHMP zur Empfehlung, die EU-Zulassung zu widerrufen. Das bedeutet: Patienten mit aktiver Granulomatose mit Polyangiitis (GPA) oder mikroskopischer Polyangiitis (MPA) dürfen nicht mehr neu auf Avacopan eingestellt werden, laufende Therapien sind zu beenden, und unter noch aktiven Therapien sind die Leberwerte engmaschig zu kontrollieren.
Zeichen für einen Rote Hand Brief
AkdÄ informiert

Rote-Hand-Brief zu Ixchiq: Chikungunya-Impfstoff nur noch bei hohem Infektionsrisiko

Der Chikungunya-Lebendimpfstoff darf laut EMA und Paul-Ehrlich-Institut nur noch bei Personen mit hohem Infektionsrisiko angewendet werden. Grund sind schwerwiegende unerwünschte Ereignisse, darunter Fälle von aseptischer Meningitis mit Krankenhausaufenthalten und Todesfällen. Bei Immunsuppression besteht eine Kontraindikation.
Modell einer Gebärmutter
Gebärmutterkörperkrebs aktuell

Aktualisierte S3-Leitlinie Endometriumkarzinom: risikoadaptierte Therapie und molekulare Klassifikation

Die überarbeitete Empfehlung stellt die risikoadaptierte, molekular-basierte Therapie in den Mittelpunkt, präzisiert Indikationen zur Sentinel-Lymphadenektomie und definiert, wann auf adjuvante Chemo- oder Strahlentherapie verzichtet werden kann – für weniger Übertherapie und mehr Lebensqualität.
Holzwaage mit Würfeln
Nutzenbewertungen

G-BA-Nutzenbewertungen aus dem Juni 2026

Nicht immer bietet ein zugelassenes Medikament bzw. ein neuer Wirkstoff auch einen Vorteil gegenüber dem bisherigen Therapiestandard. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) seit 2011 die Aufgabe, nach Markteintritt von neu zugelassenen Arzneimitteln eine Nutzenbewertung durchzuführen. Er prüft, ob und in welchem Ausmaß ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie besteht.
drei Hände, die jeweils ein Puzzleteil hochhalten - eines rot, eines blau, eines gelb
Neue Klasse von Inkretin-Mimetika in der Adipositastherapie

Topline-Daten aus TRIUMPH-1: Bis zu 30% Gewichtsverlust mit Triple-Agonist

Bis zu 38,5 kg weniger Körpergewicht nach 104 Wochen – der Triple-Agonist Retatrutid aus der Phase-III-Studie TRIUMPH-1 nähert sich in der höchsten Dosierung Ergebnissen, die bislang nur die bariatrische Chirurgie erzielte. Auch die niedrige 4-mg-Dosis senkte das Gewicht um durchschnittlich 19%. Zusätzlich besserten sich Taillenumfang, Lipidprofil, Blutdruck und hsCRP. Die Verträglichkeit blieb auf dem Niveau bekannter Inkretin-Therapien.
Behandschuhte Hände halten Holzwürfel mit Leber-, Mikroskop- und Labor-Symbolen
Hepatitis-D-Therapie

Hepatitis D: FDA lässt Bulevirtid aus Heidelberger Forschung zu

Bulevirtid gegen Hepatitis D: Die FDA hat den in Heidelberg entwickelten Entry-Inhibitor für den US-Markt zugelassen. Damit steht die weltweit erste zugelassene Therapie gegen die aggressive Virusinfektion, die häufig in Leberzirrhose und Leberkrebs mündet, nun auch Millionen Patienten in den USA zur Verfügung – ein Meilenstein nach 30 Jahren Forschung.
Histologisches Bild eines diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL)
MYC- und BCL2-Koexpression

Tucidinostat plus R-CHOP: Neue Erstlinienoption beim Double-Expressor-DLBCL?

Double-Expressor-Lymphome mit Koexpression von MYC und BCL2 gelten unter R-CHOP als prognostisch ungünstig. Die Phase-III-Studie DEB zeigt nun: Die zusätzliche Gabe des oralen Histon-Deacetylase-Inhibitors Tucidinostat senkt das Risiko für Progress, Rezidiv oder Tod signifikant – bei beherrschbarem Nebenwirkungsprofil und höherer kompletter Remissionsrate.
Medikamente verschiedener Hersteller in Form von Tabletten und Pflastern liegen in einer Apotheke auf dem Tisch.
EU-Arzneimittelversorgung

Critical Medicines Act: EU sichert Arzneimittelversorgung durch heimische Produktion

Lieferengpässe bei Antibiotika und Onkologika: Die EU hat sich auf neue Regeln geeinigt, um die Produktion kritischer Arzneimittel in Europa mit öffentlichen Geldern zu fördern. Künftig sollen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge in der EU hergestellte Medikamente bevorzugt und gemeinsame Beschaffungen erleichtert werden.
Rote-Hand
Arzneimittelsicherheit Progesteron

Famenita 200 mg: Rote-Hand-Brief warnt vor fehlerhafter Brailleschrift auf N3-Packung

Fehlerhafte Brailleschrift auf Famenita 200 mg Weichkapseln: Auf der äußeren Umhüllung der N3-Packung ist in Blindenschrift fälschlich „FAMENITA 100 mg" angegeben. Die AkdÄ informiert über das Verwechslungsrisiko in der Hormonsubstitution und die Aufklärungspflicht bei der Abgabe an blinde Patientinnen.
Schreibtisch mit Laptop, der den Schriftzug Kolumne trägt
Christines Kolumne

Impotente Pharmahersteller

Wenn Potenzpillen im Darknet florieren, Nobelpreise als Pferdeentwurmung enden und Pharmafusionen Jobs kosten wie Kopfschmerztabletten Hirnzellen, dann ist klar: Die Branche steht nicht unter Dauererektion. Eine Kolumne über impotente Hersteller, potente Illusionen und den letzten Rest Hoffnung im Blister.
Ingmar Hoerr, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Curevac
Biotech-Übernahme Tübingen

Biontech schließt Curevac-Standort Tübingen – Gründer wirft Täuschung vor

Schwere Vorwürfe nach der Curevac-Übernahme: Mitgründer Ingmar Hoerr wirft Biontech Täuschung und Trickserei vor. Der Mainzer Konzern will den Tübinger Hauptsitz bis Ende 2027 schließen, mehr als 800 Arbeitsplätze fallen weg. Auch die Gewerkschaft IGBCE vermutet, dass es vor allem um die Beendigung jahrelanger Patentstreitigkeiten geht.