Eine wöchentlich einzunehmende orale Kombinationstherapie aus Islatravir und Lenacapavir hält die Viruslast bei HIV-1-Patienten ebenso zuverlässig unter der Nachweisgrenze wie die etablierte tägliche Dreifachkombination Bictegravir–Emtricitabin–Tenofoviralafenamid. Nach 48 Wochen erreichten 93,4 % der Patienten unter dem Wochenregime eine anhaltende virologische Suppression – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil und deutlich höherer Adhärenz. Die Phase-III-Studie ISLEND-1 eröffnet damit eine neue Perspektive gegen „pill fatigue“ in der lebenslangen HIV-Therapie.
Wöchentliche HIV-Tablette ebenbürtig zur täglichen Standardtherapie
Die einmal tägliche, kombinierte antiretrovirale Therapie hat die HIV-Behandlung in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend verändert und aus der einst tödlichen Infektion eine chronisch behandelbare Erkrankung gemacht. Doch die konsequente tägliche Tabletteneinnahme bleibt eine Hürde: Sie kann zu „pill fatigue“ führen, Stigmatisierung verstärken und die Adhärenz beeinträchtigen – mit dem Risiko eines Therapieversagens, der Resistenzentwicklung und einer weiteren Virustransmission. Alternative Regime mit selteneren Einnahmeintervallen könnten hier neue Wege eröffnen. Während injizierbare Depotpräparate bereits verfügbar sind, wünschen sich viele Betroffene laut Umfragen weiterhin eine orale Option.
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