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Infektiologie

Infektionen verändern sich stetig – durch neue Erreger, Resistenzen und globale Dynamiken. Der Bereich "Infektiologie" greift diese Entwicklungen auf und beleuchtet infektiologische Fragestellungen dort, wo sie klinisch relevant werden: bei Diagnostik, Therapieentscheidung und Versorgungsstrategie.

Die Beiträge liefern medizinische Orientierung in einem Feld, das hohe Aufmerksamkeit und aktuelles Wissen erfordert. Sie schärfen den Blick für Zusammenhänge und unterstützen eine rationale, evidenzbasierte Behandlung im ärztlichen Alltag.

Neuste Artikel

Frühchen im Inkubator mit Messsonde am Fuß
Frühgeburten

Schwanger und Long COVID – was heißt das für Mutter und Kind?

Eine Schwangerschaft ist schon alleine aufregend – doch was, wenn die werdende Mutter zusätzlich von Long COVID betroffen ist? Eine Studie hat nun untersucht, ob die Erkrankung das Risiko für Frühgeburten und andere Schwangerschaftskomplikationen erhöht. Das Ergebnis ist zunächst beruhigend, zeigt aber auch ein mögliches Warnsignal.
mRNA-Impfstoff mit DNA-Helices
Pharmakovigilanz-Panne bei mRNA-Impfstoffen

Blinder Fleck im US-Meldesystem: Wie Sicherheitssignale der Corona-Impfstoffe systematisch übersehen wurden

Myokarditis, Perikarditis, Tinnitus, Bell-Parese – Meldungen zu unerwünschten Ereignissen nach mRNA-Impfungen häuften sich ab 2021 rasant. Doch das zentrale statistische Frühwarnsystem der US-Behörden FDA und CDC schlug nicht an. Interne Dokumente belegen jetzt: Der eingesetzte Data-Mining-Algorithmus war durch die Datenflut mathematisch überfordert – ein Phänomen namens „Masking“. Eine FDA-Ärztin, die auf das Problem hinwies und eine Lösung anbot, wurde zum Schweigen gebracht.
Kind kriegt Pflaster auf Arm nach Impfung
Masernschutzgesetz unter der Lupe

Neue Evaluation empfiehlt Abschaffung der Masern-Nachweispflicht

Rund 40 Millionen Euro Ressourcenaufwand, sieben verhinderte Masernerkrankungen: Eine umfassende Ex-post-Evaluation des Masernschutzgesetzes kommt zu dem Schluss, dass die sanktionsbewehrte Nachweispflicht ihr Ziel zu einem unverhältnismäßig hohen Preis erreicht. Die Evaluation empfiehlt, das Zwangsinstrument aufzuheben und stattdessen auf gezielte Prävention zu setzen.
Sepsis Blutvergiftung Schild Arzt
Zu spät erkannt, zu oft tödlich

Sepsis-Mortalität: Deutschland hat den Anschluss verloren

Bei der Versorgung von Sepsispatienten schneidet Deutschland im internationalen Vergleich schlecht ab: Während Norwegen und Finnland ihre Mortalität deutlich senken konnten, steigt sie in Deutschland weiter an: Aktuell versterben hierzulande mindestens 140.000 Menschen pro Jahr an den Folgen einer Sepss. Mit dem Sepsis-Dossier Deutschland 2026 will die Sepsis-Stiftung jetzt gegensteuern und fordert eine nationale Infektionsmanagementstrategie. Hausarztpraxen sollen dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.
Unscharfe Aufnahme einer großen Menschenmenge in einem dicht besuchten Festzelt auf dem Oktoberfest. Im Bildzentrum sind mehrere Personen scharf erkennbar, während die Umgebung durch einen Zoom- bzw. Bewegungsunschärfe-Effekt verwischt dargestellt ist.
Wiesn ohne Virusfrust

Die Kampagne «München impft» sagt der Wiesn-Grippe den Kampf an

Enge Bierzelte, internationales Publikum, Schlafmangel und Alkohol: Auf dem Oktoberfest treffen ideale Bedingungen für Atemwegsinfekte aufeinander. SARS-CoV-2 dominiert die schweren Atemwegsinfekte in den vollen Festzelten, wo sechs Millionen Besucher aus aller Welt auf engstem Raum feiern – ideale Bedingungen für Tröpfcheninfektionen. Influenza und RSV spielen zur Wiesn-Zeit noch eine untergeordnete Rolle, nehmen aber ab Ende November zu. Für Risikopatienten ab 60 bzw. 75 Jahren empfiehlt die STIKO jetzt gezielte Impfungen gegen Covid-19, Influenza und RSV – bevor die Grippesaison ihren Höhepunkt im Januar erreicht.
Neue Studienergebnisse

Mpox-Übertragung: Spermien erleichtern Infektion mit dem Virus

Mpox und sexuelle Übertragung: Ein Frankfurter Forschungsteam zeigt, warum Samenflüssigkeit das Infektionsrisiko deutlich erhöht. Eiweißfasern im Sperma erleichtern dem Virus das Andocken an Schleimhautzellen – ein Befund mit Konsequenzen für Prävention, Impfberatung und die Aufklärung neuer Risikogruppen in der ärztlichen Praxis.
Die App «Lebensmittelwarnung» ist auf einem Smartphone vor einem geöffneten Kühlschrank zu sehen.
Lebensmittelrückruf

Listerien in Streichmettwurst: Hersteller ruft drei Sorten zurück

Listerien in Streichmettwurst: Die Firma Fleischwaren Wulff aus Göttingen ruft 3 Sorten Schinken-Streichmettwurst-Hörnchen zurück. Verkauft wurde die Ware in 6 Bundesländern. Für Schwangere, ältere und immungeschwächte Patientinnen und Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für eine schwere Listeriose – ärztliche Abklärung bei Symptomen ist angezeigt.
Eine Boeing 747 der Lufthansa setzt im letzten Licht des Tages auf dem Flughafen Frankfurt zur Landung an
Tropenkrankheit am Rollfeld

Flughafen-Malaria in Frankfurt fordert zwei Todesopfer unter Beschäftigten

Am Frankfurter Flughafen sind 2 Beschäftigte an den Folgen einer Malaria-tropica-Infektion gestorben, 4 weitere überstanden die Erkrankung. Als Überträger gelten Anophelesmücken, die vermutlich per Flugzeug aus einem Endemiegebiet eingeschleppt wurden – ein diagnostisch tückisches Phänomen mitten in Deutschland.
Ein Arzt zeigt auf das Röntgenbild einer Lunge.
Tuberkulose-Alarm in Oberhavel

Nach Tuberkulose-Fall im Pflegeheim: Gesundheitsamt testet mehr als 100 Kontaktpersonen

Nach der Erkrankung einer ehemaligen Pflegeheim-Mitarbeiterin in Hohen Neuendorf hat das Gesundheitsamt Oberhavel mehr als 100 Kontaktpersonen mit Blutproben untersucht. Bewohner und Beschäftigte zeigen bislang keine typischen Symptome. Die Behörde koordiniert jetzt weitere Schritte gemeinsam mit der Einrichtung.
Nahaufnahme von einem Babyfuss im Krankenhaus
Ermittlungen in Kinderklinik

Frühchen stirbt in Paderborn: Staatsanwaltschaft prüft Darmkeim-Infektion

Nach dem Tod eines Frühchens in der Intensivstation der Paderborner Kinderklinik St. Louise hat die Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Obduktion und mikrobiologische Untersuchungen sollen klären, ob der Darmkeim wirklich die Todesursache war. Auch das Gesundheitsamt prüft nun die Hygieneabläufe auf der Station.
Vorsichtig überprüft eine Krankenschwester auf einer Frühchenstation den korrekten Sitz einer Sauerstoffsonde am winzigen Fuß eines erst wenige Tage alten Frühchens in einer Klinik
Aufnahmestopp nach Ausbruch

Enterobacter-Ausbruch in Paderborner Kinderklinik: Frühchen stirbt an Sepsis

Auf der Neugeborenen-Intensivstation der Paderborner St. Louise Kinderklinik ist ein Frühchen nach einer Enterobacter-Infektion an einer schweren Sepsis gestorben, ein weiteres kämpft ums Überleben. Bei vier Kindern wurde das Darmbakterium nachgewiesen. Die Klinik hat Neuaufnahmen ausgesetzt und sucht mit dem Gesundheitsamt nach der Infektionsquelle.
Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Zervixkarzinom

HPV-Impfung – und wie sie die Sterberate senken kann

4.388 Frauen sind im Jahr 2022 in Deutschland nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten neu an Gebärmutterhalskrebs erkrankt, 1.413 Sterbefälle wurden verzeichnet. Zuverlässigen Schutz - so zeigen verschiedene Studien - bietet die Impfung gegen Humane Papillomviren.