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Infektiologie

Infektionen verändern sich stetig – durch neue Erreger, Resistenzen und globale Dynamiken. Der Bereich "Infektiologie" greift diese Entwicklungen auf und beleuchtet infektiologische Fragestellungen dort, wo sie klinisch relevant werden: bei Diagnostik, Therapieentscheidung und Versorgungsstrategie.

Die Beiträge liefern medizinische Orientierung in einem Feld, das hohe Aufmerksamkeit und aktuelles Wissen erfordert. Sie schärfen den Blick für Zusammenhänge und unterstützen eine rationale, evidenzbasierte Behandlung im ärztlichen Alltag.

Neuste Artikel

Unscharfe Aufnahme einer großen Menschenmenge in einem dicht besuchten Festzelt auf dem Oktoberfest. Im Bildzentrum sind mehrere Personen scharf erkennbar, während die Umgebung durch einen Zoom- bzw. Bewegungsunschärfe-Effekt verwischt dargestellt ist.
Wiesn ohne Virusfrust

Die Kampagne «München impft» sagt der Wiesn-Grippe den Kampf an

Enge Bierzelte, internationales Publikum, Schlafmangel und Alkohol: Auf dem Oktoberfest treffen ideale Bedingungen für Atemwegsinfekte aufeinander. SARS-CoV-2 dominiert die schweren Atemwegsinfekte in den vollen Festzelten, wo sechs Millionen Besucher aus aller Welt auf engstem Raum feiern – ideale Bedingungen für Tröpfcheninfektionen. Influenza und RSV spielen zur Wiesn-Zeit noch eine untergeordnete Rolle, nehmen aber ab Ende November zu. Für Risikopatienten ab 60 bzw. 75 Jahren empfiehlt die STIKO jetzt gezielte Impfungen gegen Covid-19, Influenza und RSV – bevor die Grippesaison ihren Höhepunkt im Januar erreicht.
Neue Studienergebnisse

Mpox-Übertragung: Spermien erleichtern Infektion mit dem Virus

Mpox und sexuelle Übertragung: Ein Frankfurter Forschungsteam zeigt, warum Samenflüssigkeit das Infektionsrisiko deutlich erhöht. Eiweißfasern im Sperma erleichtern dem Virus das Andocken an Schleimhautzellen – ein Befund mit Konsequenzen für Prävention, Impfberatung und die Aufklärung neuer Risikogruppen in der ärztlichen Praxis.
Die App «Lebensmittelwarnung» ist auf einem Smartphone vor einem geöffneten Kühlschrank zu sehen.
Lebensmittelrückruf

Listerien in Streichmettwurst: Hersteller ruft drei Sorten zurück

Listerien in Streichmettwurst: Die Firma Fleischwaren Wulff aus Göttingen ruft 3 Sorten Schinken-Streichmettwurst-Hörnchen zurück. Verkauft wurde die Ware in 6 Bundesländern. Für Schwangere, ältere und immungeschwächte Patientinnen und Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für eine schwere Listeriose – ärztliche Abklärung bei Symptomen ist angezeigt.
Eine Boeing 747 der Lufthansa setzt im letzten Licht des Tages auf dem Flughafen Frankfurt zur Landung an
Tropenkrankheit am Rollfeld

Flughafen-Malaria in Frankfurt fordert zwei Todesopfer unter Beschäftigten

Am Frankfurter Flughafen sind 2 Beschäftigte an den Folgen einer Malaria-tropica-Infektion gestorben, 4 weitere überstanden die Erkrankung. Als Überträger gelten Anophelesmücken, die vermutlich per Flugzeug aus einem Endemiegebiet eingeschleppt wurden – ein diagnostisch tückisches Phänomen mitten in Deutschland.
Ein Arzt zeigt auf das Röntgenbild einer Lunge.
Tuberkulose-Alarm in Oberhavel

Nach Tuberkulose-Fall im Pflegeheim: Gesundheitsamt testet mehr als 100 Kontaktpersonen

Nach der Erkrankung einer ehemaligen Pflegeheim-Mitarbeiterin in Hohen Neuendorf hat das Gesundheitsamt Oberhavel mehr als 100 Kontaktpersonen mit Blutproben untersucht. Bewohner und Beschäftigte zeigen bislang keine typischen Symptome. Die Behörde koordiniert jetzt weitere Schritte gemeinsam mit der Einrichtung.
Nahaufnahme von einem Babyfuss im Krankenhaus
Ermittlungen in Kinderklinik

Frühchen stirbt in Paderborn: Staatsanwaltschaft prüft Darmkeim-Infektion

Nach dem Tod eines Frühchens in der Intensivstation der Paderborner Kinderklinik St. Louise hat die Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Obduktion und mikrobiologische Untersuchungen sollen klären, ob der Darmkeim wirklich die Todesursache war. Auch das Gesundheitsamt prüft nun die Hygieneabläufe auf der Station.
Vorsichtig überprüft eine Krankenschwester auf einer Frühchenstation den korrekten Sitz einer Sauerstoffsonde am winzigen Fuß eines erst wenige Tage alten Frühchens in einer Klinik
Aufnahmestopp nach Ausbruch

Enterobacter-Ausbruch in Paderborner Kinderklinik: Frühchen stirbt an Sepsis

Auf der Neugeborenen-Intensivstation der Paderborner St. Louise Kinderklinik ist ein Frühchen nach einer Enterobacter-Infektion an einer schweren Sepsis gestorben, ein weiteres kämpft ums Überleben. Bei vier Kindern wurde das Darmbakterium nachgewiesen. Die Klinik hat Neuaufnahmen ausgesetzt und sucht mit dem Gesundheitsamt nach der Infektionsquelle.
Closeup of doctor hands in protective gloves injecting vaccination in arm of unrecognizable female patient in clinic,
Zervixkarzinom

HPV-Impfung – und wie sie die Sterberate senken kann

4.388 Frauen sind im Jahr 2022 in Deutschland nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten neu an Gebärmutterhalskrebs erkrankt, 1.413 Sterbefälle wurden verzeichnet. Zuverlässigen Schutz - so zeigen verschiedene Studien - bietet die Impfung gegen Humane Papillomviren.
Eine 3D-Illustration verschiedener blauer und violetter Viren und Bakterien auf dunkelblauem Hintergrund
Dritthäufigste Todesursache

Infektionen bei Diabetes – ein unterschätztes Risiko mit potenziell tödlichen Folgen

Infektionen bei Diabetes werden noch immer unterschätzt, dabei sind sie häufig, verlaufen oft schwer und sind nicht selten tödlich – sowohl bei Typ-1- als auch bei Typ-2-Diabetes und Prädiabetes. Bei Typ-2-Diabetes sind Infektionen – nach Herzerkrankungen und Krebs – sogar die dritthäufigste Todesursache. Entscheidend ist dabei nicht nur der HbA1c-Wert an sich, sondern auch seine Variabilität. Umso wichtiger erscheint eine effiziente Glukosekontrolle und die Früherkennung von Infektionen in der täglichen Praxis. Auch in den Leitlinien sollte das Infektionsmanagement stärker zum Tragen kommen.
Impfstoff-Ampullen mit Spritze
Infektionsrisiko messbar senken

DGRh konkretisiert Impf-Empfehlungen zu Zoster, HPV, Polio und Co.

Welche Impfungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind jenseits von Atemwegs- und Reiseimpfungen relevant? Und welche Besonderheiten bei Indikation, Schema und Sicherheit gelten? Mit diesen Fragen befasst sich ein aktuelles Positionspapier der DGRh. Die zentrale Botschaft: Impfungen Zoster, HPV, Polio und Co. sollen weder durch aktive Krankheitsphasen noch durch geplante Therapieeskalationen verzögert werden. Vor allem die Zoster-Impfung ab 18 Jahren, das erweiterte HPV-Schema und die konsequente Nutzung von Totimpfstoffen bieten konkrete Ansatzpunkte, das Infektionsrisiko dieser vulnerablen Patientengruppe im Alltag messbar zu senken.
Anthony Fauci erscheint im Kapitol vor dem Senatsausschuss für innere Sicherheit und Regierungsangelegenheiten.
Corona-Pandemie

US-Senatsausschuss will Fauci wegen Missachtung belangen

Anthony Fauci gerät erneut ins Visier des US-Senats: Ein Ausschuss stimmte für eine Resolution wegen Missachtung des Kongresses, nachdem der Immunologe bei einer Anhörung zur Corona-Pandemie von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht hatte. Nun soll das Justizministerium den Fall prüfen – Faucis Anwalt spricht von einem persönlichen Feldzug.
Tablette und Glas Wasser werden von einer Krankenschwester an einen Patienten gereicht
Nur noch 52 Dosen im Jahr

Wöchentliche HIV-Tablette ebenbürtig zur täglichen Standardtherapie

Eine wöchentlich einzunehmende orale Kombinationstherapie aus Islatravir und Lenacapavir hält die Viruslast bei HIV-1-Patienten ebenso zuverlässig unter der Nachweisgrenze wie die etablierte tägliche Dreifachkombination Bictegravir–Emtricitabin–Tenofoviralafenamid. Nach 48 Wochen erreichten 93,4 % der Patienten unter dem Wochenregime eine anhaltende virologische Suppression – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil und deutlich höherer Adhärenz. Die Phase-III-Studie ISLEND-1 eröffnet damit eine neue Perspektive gegen „pill fatigue“ in der lebenslangen HIV-Therapie.