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Gastroenterologie

Aktuelle Entwicklungen, Leitlinien und Studien zu Magen-Darm, Leber und Pankreas

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

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Frau bei der Krebsfrüherkennung
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3D-Illustration einer menschlichen Leber; auf der Oberfläche ist ein leuchtend markierter Tumorherd sichtbar, der von einem grünen Laserstrahl gezielt getroffen wird
STRIDE verändert das Spiel

Immuntherapie plus Embolisation verbessert Überleben beim nicht resektablem HCC

Beim nicht resektablen hepatozellulären Karzinom verlängert die Kombination aus transarterieller Chemoembolisation und dem STRIDE-Regime das progressionsfreie Überleben signifikant. Die Phase-III-Studie EMERALD-3 – eine der Late-Breaker-Studien auf dem diesjährigen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2026) – zeigt zudem einen Trend zu längerem Gesamtüberleben bei akzeptablem Sicherheitsprofil.
Lupe personalisiert
Warum manche Menschen gesund bleiben

Prävention in der Gastroenterologie: DGVS fordert Forschung zu Schutzmechanismen

Die DGVS rückt Prävention in der Gastroenterologie stärker in den Mittelpunkt und fordert mehr Forschung dazu, warum manche Menschen trotz Risikofaktoren gesund bleiben. Frühe Marker, Darmkrebsvorsorge und Lebensstilfaktoren bieten konkrete Ansätze für Darm, Leber und Stoffwechsel. Auch die geplante Herstellerabgabe auf Süßgetränke begrüßt die Fachgesellschaft.
Ein Elternpaar geht am Ufer eines Gewässers entlang und hält gemeinsam ein Kind an den Händen, sodass das Kind beim Gehen leicht angehoben wird.
Je früher, desto schlechter

Übergewicht gleich Übergewicht? Beim Krebsrisiko stimmt das nur bedingt

Adipositas zählt zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für Krebs – doch nicht jedes Übergewicht wirkt sich gleich aus. Entscheidend scheint der Zeitpunkt der Gewichtszunahme im Erwachsenenalter zu sein: Wer früh adipös wird, trägt ein deutlich höheres Risiko für bestimmte Krebsarten – mit klaren Unterschieden zwischen Männern und Frauen.
Preisverleihung
Ausgebremst

Lebermetastasen: RNAi-Therapie erhält Preis der Deutschen Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung zeichnet 2026 einen neuen Therapieansatz gegen Lebermetastasen aus. Mittels RNA-Interferenz wird gezielt das Neuropeptid Y in Leberzellen ausgeschaltet und Tumorzellen so der entscheidende Lockstoff entzogen, bevor sie sich in der Leber ansiedeln können. Das Verfahren verspricht neue Optionen für die klinische Praxis.
Mikroskopische Darstellung von Helicobacter pylori
Bedeutender Fortschritt bei Magenkrebs

Helicobacter pylori: Optimiertes Metronidazol wirkt 60-fach stärker

Helicobacter pylori und Antibiotikaresistenz: Forschende der TU München haben Metronidazol chemisch so modifiziert, dass es das Magenbakterium bis zu 60-fach effektiver eliminiert – auch resistente Stämme. Im Tiermodell gelang die vollständige Eradikation bei niedriger Dosis und geringerer Belastung des Darmmikrobioms.
Mikroskopische Darstellung von Clostridioides-difficile-Bakterien
CDI-Rezidivprophylaxe

Clostridioides difficile: Vancomycin-Tapering senkt frühe Rezidive

Eine kanadische randomisierte Studie zeigt, dass ein vierwöchiges Schema mit anschließendem Ausschleichen die Rezidivrate nach 38 Tagen deutlich senkt – von 15,4 auf 6,7 Prozent. Nach 56 Tagen schmilzt der Vorteil gegenüber Placebo jedoch zusammen.
Medikamente als Turm
Nicht nur Antibiotika sind das Problem

Clostridioides difficile: Diese Nicht-Antibiotika erhöhen das CDI-Risiko

Nicht nur Antibiotika treiben das Risiko für Clostridioides-difficile-Infektionen in die Höhe: Eine schwedische Registerstudie mit über 42.000 CDI-Fällen zeigt, dass auch Kortikosteroide, Analgetika und Protonenpumpeninhibitoren unabhängig mit einem erhöhten Risiko einhergehen – mit konkreten Konsequenzen für die tägliche Verordnungspraxis.
Yellow paper plane, volatility in the business and investment
Krebsregister-Analyse zu frühem Darmkrebs

Darmkrebs unter 40: Deutsche Daten zeigen Anstieg

Mehr Darmkrebsdiagnosen bei unter 40-Jährigen, aber kein US-Szenario in Deutschland. Eine Auswertung von zehn Krebsregistern mit über 28.000 Fällen zeigt einen realen, jedoch moderaten Anstieg früh auftretender Darmkrebserkrankungen zwischen 2003 und 2023 – mit Folgen für Diagnostik, Risikoeinschätzung und die Diskussion ums Screening-Alter.
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CT-Scans und Krebsrisiko: 5% aller Krebsfälle durch Strahlenbelastung?

CT-Scans stehen zunehmend unter Verdacht, das Krebsrisiko messbar zu erhöhen. Eine aktuelle US-Analyse führt rund 103.000 Krebsneuerkrankungen auf 93 Millionen Computertomografien im Jahr 2023 zurück – das entspricht etwa 5% aller Krebsdiagnosen. Besonders betroffen sind Darm, Lunge und Blase sowie Kinder mit erhöhtem Schilddrüsenkrebsrisiko.
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Zöliakie und Pankreatitis: Erhöhtes Risiko nach Diagnose belegt

Eine umfangreiche Kohortenstudie mit über 57.000 Betroffenen belegt einen bislang wenig beachteten Zusammenhang zwischen Zöliakie und akuter Pankreatitis. Das Risiko ist um 42 Prozent erhöht, besonders in den Jahren nach der Diagnose, und auch schwere Verläufe treten häufiger auf.
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Zöliakie: Alarmsymptome bei Diagnose erhöhen Osteoporose-Risiko

Eine Langzeitstudie über knapp zehn Jahre zeigt, dass rund 45 Prozent der Betroffenen – überwiegend Frauen – mit Anämie, Gewichtsverlust oder Bauchschmerzen diagnostiziert werden. Die Langzeitprognose bleibt vergleichbar, doch das Risiko für Osteopenie und Osteoporose ist deutlich erhöht.

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