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Vorsorge mit Augenmaß

Darmkrebsvorsorge ab 75: Wann verliert die Koloskopie an Bedeutung?

|von Daniela Lukaßen-Held

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch bei über 75-Jährigen mit zuvor entdeckten Adenomen überwiegen konkurrierende Todesursachen das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, deutlich. Beo älteren Erwachsenen kann es daher tatsächlich sinnvoll ein, der Vorsorgekoloskopie gegenüber anderen gesundheitlichen Anliegen eine geringere Priorität einzuräumen.

ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Koloskopie als Goldstandard der Darmkrebsvorsorge: Im hohen Alter muss der Nutzen individuell gegen konkurrierende Sterberisiken abgewogen werden. (© phonlamaiphoto/stock.adobe.com)

Eine Koloskopie gilt als wichtiges Instrument zur Darmkrebsfrüherkennung. Das darmkrebsbedingte Sterberisiko kann durch ihren Einsatz nachhaltig gesenkt werden. Doch gilt das immer? Wie sieht es etwa bei älteren Patienten aus, bei denen in früheren Darmspiegelungen bereits Adenome entdeckt worden sind? Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen nun: Todesfälle, die nicht durch Darmkrebs verursacht sind, treten bei diesen Patienten deutlich häufiger auf als Todesfälle infolge von Darmkrebs.

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