Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie
Argument für Paradigmenwechsel?

Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie

|von Simone Ritter

Robotergestützte Ösophagektomie überzeugt in der Phase-III-Studie RAMIE: Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus erreichten Patienten mithilfe einer robotergestützten minimalinvasiven Ösophagektomie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 69,4% gegenüber 56,2% nach einem thorakoskopischen Eingriff – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil. Das stärkt die Rolle der Robotik in der minimalinvasiven Ösophaguschirurgie.

Ösophaguskarzinom (Illustration)
Plattenepithelkarzinom des Ösophagus: Die robotergestützte Ösophagektomie zeigt in der RAMIE-Studie einen möglichen Überlebensvorteil gegenüber der thorakoskopischen Technik. (© Dr_Microbe/stock.adobe.com)

Die robotergestützte minimalinvasive Ösophagektomie (RAMIE) wird weltweit zunehmend eingesetzt, doch fehlte bislang eine große, multizentrische, randomisierte Studie mit dem Gesamtüberleben als primärem Endpunkt.

RAMIE-Studie: Design und Patientenkollektiv im Überblick

In die offene, randomisierte Phase-III-Nichtunterlegenheitsstudie an 6 chinesischen Kliniken wurden 362 Patienten (85% Männer) mit bioptisch gesichertem Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (cT1–4a, N0–2, M0/M1 bei supraklavikulären Lymphknotenmetastasen) eingeschlossen und 1:1 zur robotergestützten oder zur thorakoskopischen Ösophagektomie – jeweils mit mindestens 2-Feld-Lymphadenektomie – randomisiert. Stratifiziert wurde nach neoadjuvanter Therapie. Die Nichtunterlegenheitsgrenze lag bei einer Hazard Ratio (HR) von 1,33 für das 5-Jahres-Gesamtüberleben.

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