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Im Themenbereich "Ösophagus und Magen" finden Sie aktuell relevante Inhalte zu Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens, die Ihnen im medizinischen Alltag regelmäßig begegnen. Die Beiträge greifen neue Studien, Leitlinienanpassungen und fachliche Einordnungen auf und unterstützen Sie dabei, diagnostische und therapeutische Entscheidungen evidenzbasiert zu treffen.

Sie erhalten kompakte Updates zu endoskopischen Verfahren, medikamentösen Therapiekonzepten und zum Management funktioneller wie struktureller Erkrankungen. Die Beiträge helfen Ihnen, Entwicklungen früh einzuordnen und Ihr Vorgehen bei häufigen wie komplexen Krankheitsbildern gezielt zu aktualisieren.

Neuste Artikel

Operationsteam in blauer OP-Kleidung führt einen robotergestützten minimalinvasiven Eingriff mithilfe eines chirurgischen Robotersystem durch.
Weniger Blutverlust und kürzere Klinikaufenthalte

Magenkrebs-OP: Robotergestützte Gastrektomie schlägt Laparoskopie

Die robotergestützte Gastrektomie bei Magenkrebs punktet mit weniger Blutverlust, selteneren Umstiegen auf offene Operationen und kürzeren Klinikaufenthalten gegenüber der Laparoskopie. Der Zeitaufwand ist jedoch deutlich höher – und die Vorteile fallen je nach Resektionsart unterschiedlich aus.
Helicobacter pylori
Resistenzen zwingen zum Umdenken

Eradikation von H. pylori: Warum Standardtherapien global ins Straucheln geraten

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung trägt Helicobacter pylori in sich – doch die Eradikation wird zunehmend schwieriger. Steigende Resistenzraten gegen Clarithromycin, Metronidazol und Levofloxacin lassen Standardtripeltherapien in vielen Regionen ins Leere laufen. Ein aktueller Übersichtsartikel beleuchtet regionale Resistenzmuster, ordnet aktuelle Leitlinienempfehlungen ein und stellt neue therapeutische Ansätze vor – von vonoprazanbasierten Regimen über gastroretentive Wirkstoffträger bis hin zu nicht antibiotischen Strategien.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Erste RCT-Daten zu Dupilumab

Eosinophile Gastritis: IL-4/IL-13-Blockade reduziert Eosinophilenlast um die Hälfte

Für die eosinophile Gastritis existiert bislang keine zugelassene Therapie. Der monoklonale Antikörper Dupilumab, der die Typ-2-Zytokine IL-4 und IL-13 blockiert, könnte diese Lücke schließen. In einer Phase-II-Studie reduzierte die Substanz die gastrale Eosinophilenzahl signifikant und verbesserte auch endoskopische sowie histologische Parameter deutlich. Ein Effekt auf die Symptomlast blieb dagegen aus – möglicherweise ein Dosis- oder Zeitfrage.
Nahaufnahme einer Person im weißen Arztkittel mit Stethoskop, die mit den Händen mehrere transparente, ineinandergreifende Zahnräder in einer digitalen Darstellung berührt
Multimodale Therapie 2.0

Nur wer an vielen Stellschrauben dreht, verbessert die Therapie von GI-Tumoren

Multimodale Therapie, Immuncheckpoint-Inhibitoren und biomarkergeleitete Strategien verändern das Management von Ösophagus- und Magenkarzinomen. Um aber die Qualität der Behandlung dieser Tumore nachhaltig zu verbessen, sind darüber hinaus eine konsequente Versorgung der Patienten in Zentren und kreativere, stärker auf Biomarker ausgerichtete Studiendesigns notwendig.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Chemotherapie verlängert progressionsfreies Überleben

HER2-positives Magenkarzinom: Bispezifischer HER2-Antikörper schlägt Trastuzumab im Erstlinien-Setting

Beim fortgeschrittenen HER2-positiven Adenokarzinom von Magen und ösophagogastralem Übergang galt Trastuzumab plus Chemotherapie über Jahre als Erstlinienstandard. Nun fordert ein bispezifischer HER2-Antikörper – mit und ohne PD-1-Inhibitor – diese Stellung heraus: In der Phase-III-Studie HERIZON-GEA-01 zeigte die Kombination signifikante Vorteile beim progressionsfreien Überleben, beim Gesamtüberleben profitierte zumindest der Tripel-Arm. Erkauft wurde der Effekt mit einer höheren Rate gastrointestinaler Nebenwirkungen.
Histologisches Bild eines neuroendokrinen Tumors aus einem Dünndarmpolypen
Steigende Inzidenz, gute Prognose

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien – die großen Unbekannten

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Neoplasien (GEP-NEN) werden immer häufiger diagnostiziert – vor allem in frühen, nicht metastasierten Stadien. Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie aus Ontario nahm jetzt Inzidenz, Gesamtüberleben und krebsspezifisches Überleben über 2 Jahrzehnte in den Fokus.
Mikroskopische Darstellung von Helicobacter pylori
Bedeutender Fortschritt bei Magenkrebs

Helicobacter pylori: Optimiertes Metronidazol wirkt 60-fach stärker

Helicobacter pylori und Antibiotikaresistenz: Forschende der TU München haben Metronidazol chemisch so modifiziert, dass es das Magenbakterium bis zu 60-fach effektiver eliminiert – auch resistente Stämme. Im Tiermodell gelang die vollständige Eradikation bei niedriger Dosis und geringerer Belastung des Darmmikrobioms.
Medizinische Illustration des Oberkörpers mit hervorgehobener Speiseröhre:
Extraluminales Wachstumsmuster

Speiseröhrenkrebs ohne luminalen Tumor: Seltener Fall mit Wirbelsäuleninvasion

Ein außergewöhnlicher Fall: Ein 68-jähriger Patient zeigt klassische Symptome eines Speiseröhrenkrebses – doch die Endoskopie bleibt unauffällig. Das schlecht differenziertes Adenokarzinom posterior hatte sich vielmehr in die Brustwirbelsäule ausgebreitet. Extraluminale Wachstumsmuster des Ösophaguskarzinoms sind selten – und damit einen besondere diagnostische Herausforderung.
Mann geht mit Klopapier zur Toilette
Schutz vor Gastroenteritis

Magen-Darm-Infekt: Fünf Hygienetipps schützen Angehörige vor Ansteckung

Eine Gastroenterologin des Berufsverbands bng nennt fünf konkrete Hygienemaßnahmen, mit denen sich Angehörige wirksam vor einer Ansteckung mit Noroviren, Rotaviren und anderen Erregern schützen können – von Händewaschen über Flächendesinfektion bis hin zur richtigen Wäschehygiene bei 60 Grad.
Ösophaguskarzinom (Illustration)
Argument für Paradigmenwechsel?

Ösophaguskarzinom: Roboterchirurgie verlängert Überleben gegenüber Thorakoskopie

Robotergestützte Ösophagektomie überzeugt in der Phase-III-Studie RAMIE: Beim resektablen Plattenepithelkarzinom des Ösophagus erreichten Patienten mithilfe einer robotergestützten minimalinvasiven Ösophagektomie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 69,4% gegenüber 56,2% nach einem thorakoskopischen Eingriff – bei vergleichbarem Sicherheitsprofil. Das stärkt die Rolle der Robotik in der minimalinvasiven Ösophaguschirurgie.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Erhaltungsstrategie auf dem Prüfstand

Magenkarzinom: Camrelizumab basierte Erhaltungstherapie verlängert Gesamtüberleben

Magenkarzinom und Erhaltungstherapie: In der Erstlinie des fortgeschrittenen HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens gehören Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zum Standard – doch welche Erhaltungsstrategie nach der Induktion optimal ist, war bislang offen. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Antworten: Camrelizumab plus CAPOX mit anschließender Camrelizumab-Erhaltung verlängert das Gesamtüberleben, während eine zusätzliche antiangiogene Komponente keinen Mehrwert zeigt.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Neuer Risikofaktor

Streptococcus anginosus – ein weiterer Treiber von Magenkrebs?

Rund 50% aller Menschen weltweit sind mit Helicobacter pylori infiziert. Bei den meisten Betroffenen treten keine Symptome auf. Allerdings gilt Helicobacter pylori als wichtiger Risikofaktor für Magenkrebs. Wissenschaftler haben nun jedoch mit Streptococcus anginosus noch ein weiteres Bakterium ausfindig gemacht, das die Entstehung von Magenkrebs fördert.