Startseite Alle Beiträge Gynäkologie Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt
Forschende entdecken Schutzschild des Tumors

Entzündungskaskade als Schlüssel für Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom entlarvt

|von Beatrice Hamberger

Warum sprechen Patientinnen mit High-Grade Serous Carcinoma so häufig nicht auf Platin und Taxane an? Eine Antwort auf diese Frage liefert jetzt ein US-amerikanisches Forschungsteam: Eine IL-1β-gesteuerte Entzündungskaskade lockt Neutrophile in den Tumor – und sabotiert dort die Wirksamkeit der Chemotherapie. Der Mechanismus dahinter: Die angelockten Immunzellen setzen sogenannte NETs frei – netzartige Strukturen, die Krebszellen regelrecht vor den Medikamenten abschirmen.

Stilisierte Darstellung der weiblichen Fortpflanzungsorgane mit Eierstöcken vor blauem Hintergrund mit Zellstrukturen, DNA-Molekülen und Krebsschleifen.
Chemoresistenz beim Ovarialkarzinom: Nach einer Chemotherapie steigt der IL-1β-Spiegel im Tumormilieu und lockt Neutrophile an, die den Krebs vor der Therapie schützen. (© Icruci/stock.adobe.com)

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Es ist eine der ganz großen Fragen in der Onkologie: Warum wird Eierstockkrebs so oft resistent gegenüber Chemotherapie? Forschende vom Wistar Institute in Pennsylvania sind dieser Frage nachgegangen und haben einen Mechanismus entdeckt, der zu eben dieser Resistenzentwicklung zumindest einen entscheidenden Beitrag leistet. Demnach löst eine Chemotherapie eine Entzündungskaskade in der Tumormikroumgebung aus. Die angelockten Immunzellen tragen letztlich dazu bei, den Krebs vor einer nachfolgenden Chemotherapie zu schützen.

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