Nicht die Zahl neuer Substanzen ist es, was beim Ovarialkarzinom über den Therapieerfolg entschiedet, sondern die intelligente Sequenz aus optimaler Chirurgie, Chemotherapie, PARP-Inhibitoren, Antiangiogenese und – in selektierten Subgruppen – Immuntherapie. Tumorbiologie und Biomarker rücken damit ins Zentrum einer personalisierten Behandlungsstrategie.
Ovarialkarzinom erfolgreich therapieren: Bessere Strategie schlägt mehr Wirkstoffe
„Der Fortschritt entsteht nicht allein durch mehr Wirkstoffe, sondern durch eine bessere Strategie.“ Diese Überzeugung vertrat PD Anne-Sophie Heimes, Mainz. „Die Pipeline zur Therapie des Ovarialkarzinom ist vielfältiger denn je, und die Strategie heißt Sequenz und Individualisierung„, betonte sie. Für Prof. Dirk Bauerschlag, Jena, war die gute Nachricht: „Wir können überhaupt personalisieren“, was beim Ovarialkarzinom im Unterschied z.B. zu Brustkrebs noch nicht lange der Fall sei.
Chirurgie ist der entscheidende erste Schritt
Bei primär fortgeschrittenem Ovarialkarzinom erfolgt die erste Weichenstellung in der optimalen zytoreduktiven Operation: Bei der Präsentation der Daten aus der TRUST-Studie (Trial of Radical Upfront Surgery Therapy) im Jahr 2025 war zwar das Gesamtüberleben (OS) als primärer Endpunkt noch nicht erreicht, aber das krankheitsfreie Überleben (DFS) ergab einen signifikanten Vorteil für primäres Debulking im Vergleich zu Intervall-Debulking. Hier erfolgt die erste Selektion, denn „keine Systemtherapie ersetzt die optimale Chirurgie“, betonte Heimes.
Systemtherapie: Timing ist alles
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