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Darm

Der Themenbereich "Darm" rückt Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms in den Fokus, die Ihre tägliche Diagnostik und Therapie maßgeblich prägen. Hier finden Sie fachlich fundierte Beiträge zu aktuellen Studien, Leitlinienänderungen und klinischen Entwicklungen, die Sie dabei unterstützen, Ihr Vorgehen evidenzbasiert zu überprüfen und anzupassen.

Die Inhalte sind auf den ärztlichen Entscheidungsprozess ausgerichtet und liefern Ihnen eine verlässliche Einordnung neuer Erkenntnisse zu chronischen, funktionellen und entzündlichen Darmerkrankungen. So bleiben Sie fachlich auf dem aktuellen Stand und können relevante Neuerungen gezielt in Ihre klinische Praxis integrieren.

Neuste Artikel

Darmtrakt mit DNA-Doppelhelix vor blauem Hintergrund
Mikrobiom-Forschung

Darmmikrobiom-Analyse: Shotgun-Metagenomik im systematischen Benchmark

Metagenomsequenzierung des Darmmikrobioms: Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat erstmals systematisch geprüft, welche Sequenzierungstiefe für taxonomische, funktionelle und stammspezifische Analysen tatsächlich nötig ist – mit klaren Empfehlungen für Studienplanung, Kostenkalkulation und die Vergleichbarkeit zwischen Laboren.
Magen-Darm-Trakt
Intensivmedizin

Selektive Darmdekontamination auf der Intensivstation: Weniger Infektionen, aber kein Überlebensvorteil

Selektive Darmdekontamination bei beatmeten Intensivpatienten: Die internationale SuDDICU-Studie mit 20.000 Patienten zeigt keinen Effekt auf die Krankenhaussterblichkeit, reduziert jedoch Bakteriämien und resistente Erregerisolate deutlich. Warum eine breite klinische Implementierung dennoch fraglich bleibt – die Ergebnisse im Detail.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
Menge wichtiger als Aufnahmemuster

Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Molekülmodell eines Proteins
Darm-Hirn-Achse

Parkinson und CED: KI-Projekt sucht molekulare Verbindungen

Das Erlanger Projekt AI-PREDICT nutzt künstliche Intelligenz und Deep Learning, um molekulare Signaturen aufzuspüren, die Parkinson und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verbinden. Ziel ist eine Risikostratifizierung Jahre vor dem Auftreten erster Parkinson-Symptome – und eine Blaupause für die Erforschung weiterer Komorbiditäten.
Faltige Hand eines alten Mannes auf einem Gehstock
Altersbedingte Dysbiose

Darmmikrobiom im Alter: Immunüberwachung steuert Dysbiose

Darmmikrobiom und Altern: Forschende des Leibniz-Instituts in Jena präsentieren in „PLoS Biology" eine neue Hypothese zur altersbedingten Dysbiose. Demnach verliert nicht das Mikrobiom selbst sein Gleichgewicht – vielmehr lässt die Immunüberwachung nach, sodass dominante Mikroorganismen die Oberhand gewinnen. Ein Ansatz mit Folgen für künftige Mikrobiomtherapien.
Laparoskopie im OP-Saal
OP aufschieben – aber zu welchem Preis?

Akute Appendizitis ohne OP: Langzeitrisiken neu bewertet

Bei akuter Appendizitis muss nicht zwingend sofort operiert werden – ein konservatives Vorgehen gewinnt in der Praxis an Bedeutung. Doch wie verlässlich ist diese Strategie auf lange Sicht? Eine kanadische Kohortenstudie mit über 13.000 nicht operierten Patienten zeigt nun, dass Notfall-Reinterventionen seltener auftreten als bislang angenommen. Dennoch unterzieht sich jeder fünfte Betroffene innerhalb von fünf Jahren einer elektiven Appendektomie.
Medizinische Illustration des Darms mit einem Tumor im Dickdarm
Nachsorge bei Darmkrebs

Darmkrebsrezidiv: Frühes Wiederauftreten erhöht Sterberisiko deutlich

Darmkrebsrezidiv und Prognose: Eine Analyse mit über 34.000 operierten Patienten zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und dem Mortalitätsrisiko. Vor allem im ersten postoperativen Jahr ist die Gefahr besonders hoch – mit konkreten Konsequenzen für die Nachsorgestrategie und das Therapiefenster.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
05:51 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Zanzalintinib-Atezolizumab verbessert Gesamtüberleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom | Study Snacks – Gastroenterologie #055

Das metastasierte Kolorektalkarzinom zählt nach wie vor zu den prognostisch ungünstigsten Tumorerkrankungen: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei lediglich rund 15 %. Während Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Tumoren mit Defekten im DNA-Reparatursystem deutliche Fortschritte gebracht haben, profitiert die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten bislang nicht von diesen Therapien. Etablierte Monotherapien wie Regorafenib, Trifluridin-Tipiracil oder Fruquintinib erzielen ein medianes Gesamtüberleben von gerade einmal sieben Monaten – der Bedarf an wirksamen neuen Behandlungsoptionen ist also hoch.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Metabolische Risikofaktoren in den Fokus rücken

Darmkrebs bei jungen Erwachsenen: Adipositas und Diabetes als Risikotreiber

Darmkrebs trifft zunehmend auch junge Erwachsene unter 50 Jahren. Eine internationale Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen rückt in diesem Zusammenang 5 metabolische Risikofaktoren in den Fokus: Adipositas erhöht das Risiko um 45%, aber auch Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, arterielle Hypertonie und das metabolische Syndrom sind eng mit der steigenden Inzidenz verknüpft. Prävention und Screening müssen daher früher ansetzen.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Vorsorge mit Augenmaß

Darmkrebsvorsorge ab 75: Wann verliert die Koloskopie an Bedeutung?

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch bei über 75-Jährigen mit zuvor entdeckten Adenomen überwiegen konkurrierende Todesursachen das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, deutlich. Beo älteren Erwachsenen kann es daher tatsächlich sinnvoll ein, der Vorsorgekoloskopie gegenüber anderen gesundheitlichen Anliegen eine geringere Priorität einzuräumen.
Ein Wegweiser mit zwei Schildern mit den Aufschriften „Landleben“ und „Stadtleben“ an einer Metallstange vor blauem Himmel mit Wolken.
Sozioökonomische Einflüsse auf das kolorektale Karzinom

Darmkrebs-Mortalität: Entscheidet der Wohnort über das Überleben?

In sozioökonomisch schwachen Wohngegenden ist das Sterberisiko bei Darmkrebs deutlich erhöht. Entscheidende Faktoren sind späte Diagnosen, ein häufiger Verzicht auf die Operation und die Art der Krankenversicherung – selbst Privatversicherte sind betroffen. Die zugrundeliegenden Mechanismen offenbaren wichtige therapeutische Stellschrauben.
Von komplexen Omics-Daten in die Klinik

Mikrobiomforschung: Funktion statt Sequenz im klinischen Fokus

Wie sich das Darmmikrobiom gezielt über die Ernährung beeinflussen lässt, rückt zunehmend in den Fokus der klinischen Praxis. Mediterrane Kost, Restore-Diät und fermentierte Lebensmittel modulieren die mikrobielle Zusammensetzung messbar und eröffnen neue Wege in der personalisierten Therapie. Auf dem 132. DGIM-Kongress erläuterte Prof. Stephan C. Bischoff, Stuttgart, warum gerade ein funktionsorientierter Blick auf die Mikrobiota im klinischen Alltag weiterhilft.