Startseite Darm Seite 3

Darm

Der Themenbereich "Darm" rückt Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms in den Fokus, die Ihre tägliche Diagnostik und Therapie maßgeblich prägen. Hier finden Sie fachlich fundierte Beiträge zu aktuellen Studien, Leitlinienänderungen und klinischen Entwicklungen, die Sie dabei unterstützen, Ihr Vorgehen evidenzbasiert zu überprüfen und anzupassen.

Die Inhalte sind auf den ärztlichen Entscheidungsprozess ausgerichtet und liefern Ihnen eine verlässliche Einordnung neuer Erkenntnisse zu chronischen, funktionellen und entzündlichen Darmerkrankungen. So bleiben Sie fachlich auf dem aktuellen Stand und können relevante Neuerungen gezielt in Ihre klinische Praxis integrieren.

Neuste Artikel

Medizinische Illustration des Darms mit einem Tumor im Dickdarm
Nachsorge bei Darmkrebs

Darmkrebsrezidiv: Frühes Wiederauftreten erhöht Sterberisiko deutlich

Darmkrebsrezidiv und Prognose: Eine Analyse mit über 34.000 operierten Patienten zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und dem Mortalitätsrisiko. Vor allem im ersten postoperativen Jahr ist die Gefahr besonders hoch – mit konkreten Konsequenzen für die Nachsorgestrategie und das Therapiefenster.
Podcast Cover: Study Snacks Gastroenterologie 1200x627
05:51 min
Podcast: Study Snacks – Gastroenterologie

Zanzalintinib-Atezolizumab verbessert Gesamtüberleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom | Study Snacks – Gastroenterologie #055

Das metastasierte Kolorektalkarzinom zählt nach wie vor zu den prognostisch ungünstigsten Tumorerkrankungen: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei lediglich rund 15 %. Während Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Tumoren mit Defekten im DNA-Reparatursystem deutliche Fortschritte gebracht haben, profitiert die große Mehrheit der Patientinnen und Patienten bislang nicht von diesen Therapien. Etablierte Monotherapien wie Regorafenib, Trifluridin-Tipiracil oder Fruquintinib erzielen ein medianes Gesamtüberleben von gerade einmal sieben Monaten – der Bedarf an wirksamen neuen Behandlungsoptionen ist also hoch.
Ein übergewichtiges junges Paar steht eng zusammen und ist mit einem Maßband umwickelt.
Metabolische Risikofaktoren in den Fokus rücken

Darmkrebs bei jungen Erwachsenen: Adipositas und Diabetes als Risikotreiber

Darmkrebs trifft zunehmend auch junge Erwachsene unter 50 Jahren. Eine internationale Metaanalyse mit Daten von über 117.000 Personen rückt in diesem Zusammenang 5 metabolische Risikofaktoren in den Fokus: Adipositas erhöht das Risiko um 45%, aber auch Typ-2-Diabetes, Hyperlipidämie, arterielle Hypertonie und das metabolische Syndrom sind eng mit der steigenden Inzidenz verknüpft. Prävention und Screening müssen daher früher ansetzen.
ndoskop während einer Koloskopie mit Monitoransicht des Darminneren zur Abklärung eines positiven Stuhltests im Rahmen der Darmkrebsvorsorge.
Vorsorge mit Augenmaß

Darmkrebsvorsorge ab 75: Wann verliert die Koloskopie an Bedeutung?

Die Koloskopie senkt das Darmkrebsrisiko – doch bei über 75-Jährigen mit zuvor entdeckten Adenomen überwiegen konkurrierende Todesursachen das Risiko, an Darmkrebs zu versterben, deutlich. Beo älteren Erwachsenen kann es daher tatsächlich sinnvoll ein, der Vorsorgekoloskopie gegenüber anderen gesundheitlichen Anliegen eine geringere Priorität einzuräumen.
Ein Wegweiser mit zwei Schildern mit den Aufschriften „Landleben“ und „Stadtleben“ an einer Metallstange vor blauem Himmel mit Wolken.
Sozioökonomische Einflüsse auf das kolorektale Karzinom

Darmkrebs-Mortalität: Entscheidet der Wohnort über das Überleben?

In sozioökonomisch schwachen Wohngegenden ist das Sterberisiko bei Darmkrebs deutlich erhöht. Entscheidende Faktoren sind späte Diagnosen, ein häufiger Verzicht auf die Operation und die Art der Krankenversicherung – selbst Privatversicherte sind betroffen. Die zugrundeliegenden Mechanismen offenbaren wichtige therapeutische Stellschrauben.
Von komplexen Omics-Daten in die Klinik

Mikrobiomforschung: Funktion statt Sequenz im klinischen Fokus

Wie sich das Darmmikrobiom gezielt über die Ernährung beeinflussen lässt, rückt zunehmend in den Fokus der klinischen Praxis. Mediterrane Kost, Restore-Diät und fermentierte Lebensmittel modulieren die mikrobielle Zusammensetzung messbar und eröffnen neue Wege in der personalisierten Therapie. Auf dem 132. DGIM-Kongress erläuterte Prof. Stephan C. Bischoff, Stuttgart, warum gerade ein funktionsorientierter Blick auf die Mikrobiota im klinischen Alltag weiterhilft.
Darmkrebs Vorsorge
Altersgrenze und Intervalle auf dem Prüfstand

Darmkrebs-Screening ab 45? IQWiG sieht keine belastbare Evidenz

Sollte die Darmkrebs-Früherkennung künftig schon ab 45 statt ab 50 Jahren angeboten werden? Die USA haben hier vorgelegt. Jetzt hat auch das IQWiG im Auftrag des G-BA geprüft, ob eine Absenkung der Altersgrenze oder eine Anpassung der Koloskopie-Intervalle wissenschaftlich gerechtfertigt wäre – und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine eigens entwickelte Modellierung liefert dem G-BA nun dennoch Handlungsoptionen.
3D-Darstellung des Inneren des Dickdarms mit Polypen und endoskopischem Instrument zur Resektion
Schonender operieren

Minimalinvasive Darmkrebs-Resektion senkt Mortalitätsrisiko bei Hochrisikopatienten deutlich

Minimalinvasive Resektionen bei Darmkrebs reduzieren die 90-Tage-Mortalität gegenüber offenen Eingriffen um fast zwei Drittel – besonders Hochbetagte und multimorbide Patienten profitieren. Doch gerade diese Risikogruppe erhält den schonenderen Eingriff am seltensten. Eine aktuelle Studie legt eine klare Versorgungslücke offen.
Person legt eine Probe für einen FIT-Stuhltest in einen Behälter, um sie per Post zur Untersuchung einzusenden.
Zwei Screening-Wege im direkten Vergleich

Darmkrebs-Screening: Koloskopie und FIT-Test nahezu gleichauf

Koloskopie oder FIT-Stuhltest – welches Darmkrebs-Screening schützt besser? Eine aktuelle Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren verhindern den Großteil der Darmkrebsfälle und Todesfälle zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr. Die Koloskopie hat bei der Inzidenz leicht die Nase vorn, die Kombination beider Methoden erzielt die besten Resultate.
Darmkrebs, Darmkarzinom, Darmneoplasie, 3D-Darstellung eines bösartigen Tumors im Darm
Neuer Therapiestandard

Atezolizumab halbiert Rückfallrisiko bei dMMR-Darmkrebs im Stadium III

Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III profitieren erheblich von einer adjuvanten Immuntherapie: Die Kombination aus Atezolizumab und mFOLFOX6 senkt das Risiko für Rückfall oder Tod um 50% gegenüber alleiniger Chemotherapie. Die ATOMIC-Studie etabliert damit einen neuen biomarkerbasierten Behandlungsstandard – bereits verankert in den NCCN-Leitlinien.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Fortgeschrittener Darmkrebs

3D-Mikrotumoren verbessern die Auswahl der optimalen Chemotherapie

Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist eine Chemotherapie oft zentraler Bestandteil der Behandlung. Mit MicroOrganoSpheres, winzigen 3D-Tumormodellen aus Patientenproben, kann künftig schneller ermittelt werden, welche Chemotherapie am besten wirkt – ein Schritt hin zu hochpräziser individualisierter Krebsmedizin.
Schwarze Waage
Präoperative Diät

Gewichtsverlust senkt Komplikationsrisiken bei Darmkrebs-OP

Eine strenge, kurzzeitige Gewichtsreduktion kann das Komplikationsrisiko bei adipösen Darmkrebspatienten vor der Operation verringern – und ist trotz Diagnose-Stress gut umsetzbar, wie eine aktuelle Studie zeigt.