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Darm

Der Themenbereich "Darm" rückt Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms in den Fokus, die Ihre tägliche Diagnostik und Therapie maßgeblich prägen. Hier finden Sie fachlich fundierte Beiträge zu aktuellen Studien, Leitlinienänderungen und klinischen Entwicklungen, die Sie dabei unterstützen, Ihr Vorgehen evidenzbasiert zu überprüfen und anzupassen.

Die Inhalte sind auf den ärztlichen Entscheidungsprozess ausgerichtet und liefern Ihnen eine verlässliche Einordnung neuer Erkenntnisse zu chronischen, funktionellen und entzündlichen Darmerkrankungen. So bleiben Sie fachlich auf dem aktuellen Stand und können relevante Neuerungen gezielt in Ihre klinische Praxis integrieren.

Neuste Artikel

Mitochondria, a membrane-enclosed cellular organelles producing energy, 3D illustration
Gestörte Zellenergie schwächt IgA-Schutz

Neuer Schlüsselmechanismus bei Morbus Crohn entdeckt

Neue Forschung aus Lübeck und Kiel zeigt, warum die Darmbarriere von Morbus-Crohn-Patienten selbst in klinischer Remission geschwächt bleibt: Eine gestörte mitochondriale Energieproduktion in Immunzellen verhindert die Bildung zentraler Schutzantikörper. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie stärkt den immunologischen Forschungsschwerpunkt der Universität zu Lübeck und liefert gleichzeitig wichtige Grundlagen für das neue DFG-Graduiertenkolleg GRK 3095 zu Antikörperantworten an Barriereorganen.
urn:newsml:dpa.com:20090101:260314-935-1215479
Operation mit 3D-Bild

Präzisionschirurgie rettet 79-Jährige mit Darmkrebs

Eine 79-jährige Patientin galt als austherapiert, bis ein Ärzteteam im Pius-Hospital Oldenburg auf Holomedizin setzte: Mit Augmented Reality verwandelten sie radiologische Daten in dreidimensionale Hologramme – und konnten den Krebs erfolgreich operieren. Für die Patientin ein zweites Leben und die Erfüllung eines lang gehegten Traums.
Männliche und weibliche Strickzeichnungen auf blauem und rosa Post-it.
Neues Forschungsprojekt gestartet

Darmkrebs: (K)Eine Frage des Geschlechts?

Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs unterschiedliche Therapien? Ein Dresdner Forschungsteam untersucht erstmals systematisch, welche molekularen Unterschiede zwischen den Geschlechtern den Verlauf von Darmkrebs beeinflussen – und wie daraus präzisere Therapien entstehen könnten.
Frau hält eine Tablette und ein Glas Wasser in der Hand
Neue Analyse verneint Nutzen und warnt vor Blutungen

ASS schützt wohl nicht vor Darmkrebs

Ob Azetylsalizylsäure (ASS) vor Darmkrebs schützen kann, bleibt umstritten. Eine umfassende Cochrane-Analyse zeigt nun, dass Menschen ohne spezielles Risiko aus einer täglichen ASS-Einnahme wahrscheinlich keinen präventiven Nutzen ziehen, zugleich jedoch häufiger schwere Blutungen entwickeln.
3D‑Darstellung des Inneren des Dickdarms, in dem mehrere Polypen sichtbar sind; ein endoskopisches Instrument greift gerade einen dieser Polypen zur Entfernung.
Was die DNA über erbliches Krebsrisiko verrät

Neue Einblicke in die Genetik von Polypen

Die genetische Untersuchung von Darmpolypen kann entscheidende Hinweise auf erbliche Risiken liefern – besonders bei Menschen mit adenomatöser oder serratierter Polyposis. Jetzt entschlüsselte, frühe Mechanismen der Polypenbildung könnten den Weg zu präziseren Diagnosen und besseren Therapieentscheidungen öffnen.
Frau hält sich Bauch
Viszeraler Schmerz trifft tiefer

Wie Bauchweh Empathie besonders verstärkt

Nicht jeder Schmerz fühlt sich gleich an – seine Art prägt unser Empfinden. Innere Schmerzen wie Bauchweh empfinden wir nicht nur selbst intensiver, sie verstärken auch unser Mitgefühl für andere, vor allem für nahestehende Menschen. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum zeigt, wie stark dieser Effekt wirklich ist.
11:09 min
Interview

Drei Fragen an… Prof. Martin Storr zum Reizdarm

Mit dem neuen Videoformat „Drei Fragen an…“ starten wir eine Interviewreihe mit führenden Expertinnen und Experten der Medizin. Den Auftakt macht Prof. Dr. Martin Storr, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie und Leiter des Zentrums für Endoskopie in Starnberg.
OP-Besteck auf OP-Tisch
APPAC-Studie

Appendizitis ohne OP? Neue 10-Jahres-Daten sprechen dafür!

Die antibiotische Therapie der unkomplizierten akuten Appendizitis wird seit einigen Jahren als mögliche Option zur chirurgischen Appendektomie diskutiert. Belastbare Langzeitdaten über mehr als fünf Jahre lagen bislang jedoch noch nicht vor. Eine aktuelle Auswertung der finnischen APPAC-Studie schließt nun diese Lücke: Das 10-jährige Follow-up zeigt, wie häufig es nach einer zunächst erfolgreichen konservativen Behandlung zu Rückfällen und später doch notwendigen Appendektomien kommt.
Eine Person misst ihren Blutdruck mit einem elektronischen Handgelenk-Blutdruckmessgerät.
Relevant für die Nachsorge?

Bluthochdruck: Keine höhere Rückfallgefahr – außer bei Darmkrebs

Bluthochdruck erhöht das Rückfallrisiko solider Tumoren nicht – mit einer markanten Ausnahme. Für Darmkrebs-Patienten kann Hypertonie das Rezidivrisiko steigern, dies legen aktuelle Studienergebnisse nahe. Zumindest bei Darmkrebspatienten sollten daher konsequente Blutdruckkontrollen Teil der onkologischen Nachsorge sein.
rohes Fleisch in einer Theke
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Hoher Fleischverzehr steigert Schubrisiko

Neue Erkenntnisse aus der prospektiven PREdiCCt‑Kohorte zeigen: Bestimmte Ernährungsgewohnheiten könnten das Risiko für Schübe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) deutlich beeinflussen. Besonders bei Patienten mit Colitis ulcerosa rückt ein zentraler Faktor in den Fokus – mit überraschend klaren Risikozuwächsen. Die Ergebnisse liefern damit einen wichtigen Impuls für die individuelle Ernährungsberatung in der Remission.
Innenansicht Darm
Darmflora als aktive Immunplayer

Wie Bakterien menschliche Zellen direkt beeinflussen

Neue Forschung zeigt, dass gewöhnliche Darmbakterien Proteine direkt in menschliche Zellen transportieren und so zentrale Immunprozesse steuern – mit potenziellen Folgen für Erkrankungen wie Morbus Crohn.
Illustration eines menschlichen Darms mit unterschiedlich weit forteschrittenen Tumorstandien
Gewebesteifigkeit als möglicher Risikofaktor

Neue Marker für frühen Darmkrebs: Ein Blick ins Gewebe

Darmkrebs gilt als Erkrankung des höheren Alters – doch immer häufiger sind auch jüngere Menschen betroffen. Nicht nur Entzündungen, sondern auch biomechanische Veränderungen des Darmgewebes könnten eine entscheidende Rolle spielen. Warum eine erhöhte Gewebesteifigkeit zum frühen Treiber der Tumorentstehung wird und was das für Prävention und Diagnostik bedeutet.