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Darm

Der Themenbereich "Darm" rückt Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms in den Fokus, die Ihre tägliche Diagnostik und Therapie maßgeblich prägen. Hier finden Sie fachlich fundierte Beiträge zu aktuellen Studien, Leitlinienänderungen und klinischen Entwicklungen, die Sie dabei unterstützen, Ihr Vorgehen evidenzbasiert zu überprüfen und anzupassen.

Die Inhalte sind auf den ärztlichen Entscheidungsprozess ausgerichtet und liefern Ihnen eine verlässliche Einordnung neuer Erkenntnisse zu chronischen, funktionellen und entzündlichen Darmerkrankungen. So bleiben Sie fachlich auf dem aktuellen Stand und können relevante Neuerungen gezielt in Ihre klinische Praxis integrieren.

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Paar umarmt sich auf einem Pier
Kuss mit Folgen?

Zöliakie und Küssen: Studie entkräftet Sorge vor Glutenübertragung

Die Therapie der Zöliakie basiert auf einer strikt glutenfreien Diät. Viele Betroffene berichten von erheblicher Angst vor unbeabsichtigtem Glutenkontakt – auch durch intime Berührungen wie das Küssen ihres nicht erkrankten Partners. Belastbare Daten zu dieser Sorge fehlten bislang. Eine prospektive US-Studie zeigt nun, dass selbst nach hoher Glutenlast des Partners nur in Ausnahmefällen relevante Mengen im Speichel von Zöliakiepatienten ankommen.
Antibiotika Antibiogramm in Petrischale
Antibiotikatherapie

Darmmikrobiom: Antibiotika hinterlassen jahrelang Spuren im Darm

Eine aktuelle Auswertung von fast 15.000 Erwachsenen zeigt nachhaltige Folgen einer Antibiotikatherapie für das Darmmikrobiom. Noch vier bis acht Jahre nach der Behandlung sind Vielfalt und Zusammensetzung der Darmbakterien verändert. Während Penicillin V kaum Spuren hinterlässt, beeinflussen Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin die Darmflora besonders stark.
Bücherstapel mit Doktorhut:
Schützt Bildung vor Darmkrebstod?

Darmkrebs: Geringe Bildung verdoppelt das Mortalitätsrisiko junger Erwachsener

Wer keinen Hochschulabschluss hat, stirbt deutlich häufiger an Darmkrebs – das belegt eine Analyse mit über 101.000 jungen Erwachsenen. Einkommen, Ernährung und medizinische Versorgung sind die Faktoren, die wahrscheinlich eine tragende Rolle für diesen Zusammenang spielen. Sollte der Bildungsstand daher stärker als bisher als Risikomarker in Präventionsstrategien einfließen?
Frau mit Bauchschmerzen und visualisiertem Darm
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: Fastenähnliche Diät senkt Symptome und Entzündungswerte

Eine zyklisch durchgeführte fastenähnliche Diät kann bei Patienten mit leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn die Krankheitsaktivität deutlich senken und das fäkale Calprotectin als Entzündungsmarker reduzieren. Rund zwei Drittel der Behandelten sprachen klinisch an, schwerwiegende Nebenwirkungen blieben aus.
Laparoskopie im OP-Saal
Operativer vs. biologischer Therapieansatz

Ilealer Morbus Crohn: Ileozökale Resektion mit Langzeitvorteil gegenüber Infliximab

Operation oder Biologikum? Beim ilealen Morbus Crohn liefert die 10-Jahres-Auswertung der LIR!C-Studie neue Argumente für ein frühes chirurgisches Vorgehen: Nach ileozökaler Resektion erreichen deutlich mehr Patienten eine therapiefreie Remission als unter Infliximab – mit besonders ausgeprägtem Vorteil bei Jüngeren.
Mann geht mit Klopapier zur Toilette
Schutz vor Gastroenteritis

Magen-Darm-Infekt: Fünf Hygienetipps schützen Angehörige vor Ansteckung

Eine Gastroenterologin des Berufsverbands bng nennt fünf konkrete Hygienemaßnahmen, mit denen sich Angehörige wirksam vor einer Ansteckung mit Noroviren, Rotaviren und anderen Erregern schützen können – von Händewaschen über Flächendesinfektion bis hin zur richtigen Wäschehygiene bei 60 Grad.
Darmtrakt mit DNA-Doppelhelix vor blauem Hintergrund
Mikrobiom-Forschung

Darmmikrobiom-Analyse: Shotgun-Metagenomik im systematischen Benchmark

Metagenomsequenzierung des Darmmikrobioms: Ein Team der Uniklinik RWTH Aachen hat erstmals systematisch geprüft, welche Sequenzierungstiefe für taxonomische, funktionelle und stammspezifische Analysen tatsächlich nötig ist – mit klaren Empfehlungen für Studienplanung, Kostenkalkulation und die Vergleichbarkeit zwischen Laboren.
Magen-Darm-Trakt
Intensivmedizin

Selektive Darmdekontamination auf der Intensivstation: Weniger Infektionen, aber kein Überlebensvorteil

Selektive Darmdekontamination bei beatmeten Intensivpatienten: Die internationale SuDDICU-Studie mit 20.000 Patienten zeigt keinen Effekt auf die Krankenhaussterblichkeit, reduziert jedoch Bakteriämien und resistente Erregerisolate deutlich. Warum eine breite klinische Implementierung dennoch fraglich bleibt – die Ergebnisse im Detail.
Mikrobiom Darmschleimhaut mit Bakterien
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Darmmikrobiom: Tägliche Mikrobenmenge entscheidender als Aufnahmemuster

Ein neues mathematisches Modell zeigt, dass die tägliche Gesamtzahl aufgenommener Mikroorganismen die Diversität der Darmflora stärker beeinflusst als die Verteilung der Einnahme über den Tag. Welche Konsequenzen sich daraus für Probiotika-Dosierung und Ernährungsempfehlungen ableiten lassen.
Molekülmodell eines Proteins
Darm-Hirn-Achse

Parkinson und CED: KI-Projekt sucht molekulare Verbindungen

Das Erlanger Projekt AI-PREDICT nutzt künstliche Intelligenz und Deep Learning, um molekulare Signaturen aufzuspüren, die Parkinson und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verbinden. Ziel ist eine Risikostratifizierung Jahre vor dem Auftreten erster Parkinson-Symptome – und eine Blaupause für die Erforschung weiterer Komorbiditäten.
Faltige Hand eines alten Mannes auf einem Gehstock
Altersbedingte Dysbiose

Darmmikrobiom im Alter: Immunüberwachung steuert Dysbiose

Darmmikrobiom und Altern: Forschende des Leibniz-Instituts in Jena präsentieren in „PLoS Biology" eine neue Hypothese zur altersbedingten Dysbiose. Demnach verliert nicht das Mikrobiom selbst sein Gleichgewicht – vielmehr lässt die Immunüberwachung nach, sodass dominante Mikroorganismen die Oberhand gewinnen. Ein Ansatz mit Folgen für künftige Mikrobiomtherapien.
Laparoskopie im OP-Saal
OP aufschieben – aber zu welchem Preis?

Akute Appendizitis ohne OP: Langzeitrisiken neu bewertet

Bei akuter Appendizitis muss nicht zwingend sofort operiert werden – ein konservatives Vorgehen gewinnt in der Praxis an Bedeutung. Doch wie verlässlich ist diese Strategie auf lange Sicht? Eine kanadische Kohortenstudie mit über 13.000 nicht operierten Patienten zeigt nun, dass Notfall-Reinterventionen seltener auftreten als bislang angenommen. Dennoch unterzieht sich jeder fünfte Betroffene innerhalb von fünf Jahren einer elektiven Appendektomie.