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Gastroenterologie

Aktuelle Entwicklungen, Leitlinien und Studien zu Magen-Darm, Leber und Pankreas

Was gibt es Neues in der Gastroenterologie? Unter diesem Themenbereich finden Sie aktuelle Entwicklungen aus einem der dynamischsten Fachgebiete der Inneren Medizin. Gebündelt werden News, Studien, Leitlinien-Updates und praxisrelevante Einordnungen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, des Pankreas und der Gallenwege – verständlich, kompakt und auf den Punkt gebracht.

Der Fokus liegt auf dem konkreten Nutzen für den ärztlichen Alltag: Welche neuen Therapieoptionen zeichnen sich ab? Was ändern aktualisierte Empfehlungen für Diagnostik, Screening oder Verlaufskontrolle? Von CED über Hepatologie bis hin zu gastrointestinalen Tumoren greift der Themenbereich relevante Fragestellungen auf und ordnet sie klinisch ein.

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Neuste Artikel

Arzt zieht Handschuh im OP an
Darm-Anastomosen

Implantierbare Sensorfolie warnt früh vor Komplikationen nach Darmoperationen

Darm-Anastomosen bergen ein erhebliches Risiko für postoperative Komplikationen. Insbesondere Durchblutungsstörungen oder immunologische Reaktionen können innerhalb kurzer Zeit zu schweren Folgeschäden bis hin zum Tod führen. Ein interdisziplinäres Team aus Dresden und Rostock hat nun eine implantierbare Sensorfolie entwickelt, die Durchblutungsstörungen an Darm-Anastomosen in Echtzeit erkennt und so schwerwiegende postoperative Komplikationen verhindern könnte.
Endoskopische Aufnahme eines großen, unregelmäßig geformten Tumors im Darm
Neuer Standard beim metastasierten kolorektalen Karzinom?

Kombination aus Checkpoint-Inhibitor und gezielter Therapie verbessert Überleben

Ein neuartiger Wirkmechanismus verspricht unheilbar kranken Darmkrebspatienten ein längeres Leben. Im Mittelpunkt steht der experimentelle Tyrosinkinase-Inhibitor Zanzalintinib: Wird er mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab kombiniert, verbessert dies das Überleben bei metastasiertem Darmkrebs deutlich – selbst in schwierigen Subgruppen. 
Medikamente als Turm
Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Antibiotikaprophylaxe bei oberen GI-Blutungen: Kürzere Dauer ohne Mortalitätsnachteil?

Internationale Leitlinien empfehlen bislang eine 5- bis 7-tägige Antibiotikaprophylaxe bei Patienten mit Leberzirrhose und oberer gastrointestinaler (GI-)Blutung. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 14 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) stellt die bisherige Empfehlung jetzt allerdings infrage. Denn danach ist eine kürzere Antibiotikagabe – oder sogar der Verzicht darauf – hinsichtlich der Gesamtmortalität wahrscheinlich nicht schlechter.
Infusion in Nahaufnahme
Trastuzumab deruxtecan überzeugt

IQWiG erkennt deutlichen Vorteil bei HER2-positivem Magenkrebs

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastzumab deruxtecan ist für mehrere Anwendungsgebiete zugelassen und wird zur Behandlung verschiedener Tumoren (etwa in Brust oder Lunge) eingesetzt. Neue Studiendaten belegen jetzt: Trastuzumab deruxtecan verbessert die Therapieergebnisse bei fortgeschrittenem HER2-positivem Magenkarzinom deutlich.
leuchtende abstrakte Leber in den Händen
Chronische Abstoßung

Neue molekulare Muster nach Lebertransplantation entdeckt

Ein internationales Team identifiziert erstmals molekulare Fingerabdrücke, die die Diagnose chronischer Abstoßungen nach Lebertransplantationen erleichtern sollen.
Anatiische Darstellung des Darms (Kolon) mit Entzündungszeichen oder Blutungen vzw. Ulzerationeen
Alarmzeichen ‚Blut im Stuhl‘

Rektale Blutungen – Warnsignal für Darmkrebs bei jungen Erwachsenen

Blut im Stuhl? Gerade bei Menschen unter 50 kann das ein entscheidender Hinweis auf Darmkrebs sein – auch ohne familiäre Vorbelastung. Eine aktuelle Studie zeigt: Wer rektale Blutungen hat, trägt ein 8,5-fach höheres Risiko für eine Diagnose. Warum die Zahl junger Betroffener steigt und welche Symptome ernst genommen werden müssen, erfahren Sie hier.
Steam salmon and vegetables, Paleo, keto, fodmap diet on old rustic wooden table
Bauchgefühl

Wie Darm und Psyche miteinander kommunizieren – und was Ernährung bewirken kann

Unser Darm kommuniziert mit dem Gehirn – über Nerven, Hormone und das Immunsystem. Erfahren Sie, wie Mikrobiom und Ernährung unsere Psyche beeinflussen.
Person im grauen T-Shirt mit grafischer Darstellung des Verdauungstrakts auf dem Bauch. Die Leber und der Darm sind weiß skizziert, ein roter Lichtpunkt markiert den Bereich der Leber.
Resistenzen überwinden

Neue Immuntherapie-Kombination zerstört Lebermetastasen bei Darmkrebs

Darmkrebs und seine Lebermetastasen sind üblicherweise resistent gegen Immuntherapien. Jetzt aber haben Forschende mit einer neuen Immuntherapie-Kombination einen Weg gefunden, diese Resistenzen zu überwinden. Die Kombination aus LIGHT und Anti-CTLA-4 veränderte im präklinischen Modell das Tumormikromilieu und machte resistente Tumoren angreifbar – und ermöglichte so eine Kontrolle über Lebermetastasen bei Darmkrebs.
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
„Baltimore-Dreieck“ gezielt bestrahlen

Rekordverdächtig niedrige Rezidivrate bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom

Die intraoperative Bestrahlung des sogenannten „Baltimore-Dreiecks“, einer nervenreichen, dreieckigen Region oberhalb des Pankreas, zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom. In Kombination mit einer neoadjuvanten Strahlen(chemo)therapie konnte die Lokalrezidivrate auf nur 5 % gesenkt werden – ein bisher unerreichter Wert.
Grafische Darstellung eines Magens mit Tumor, umgeben von Immunzellen
Hoffnungsträger Immuntherapie

MATTERHORN-Studie zeigt Vorteil im Gesamtüberleben bei Magenkarzinom

Laut der finalen Analyse der MATTERHORN-Studie senkt die Kombination aus Durvalumab und perioperativer FLOT-Chemotherapie das Sterberisiko um 22 % und steigert das 3-Jahres-Überleben signifikant. Damit etabliert sich die Immuntherapie als neuer Standard für Patient*innen mit resektablem Karznomen des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs. 
Grafische Darstellung des menschlichen Darms mit hervorgehobenem Tumorbereich.
Metastasierten kolorektalen Karzinom mit hoher Mikrosatelliteninstabilität

Nivolumab plus Ipilimumab: Die Kombi stiehlt der Mono- und Chemotherapie die Show

Die Studie CheckMate 8HW bestätigt die Überlegenheit der kombinierten Immuntherapie mit Nivolumab und Ipilimumab (Nivo-Ipi) gegenüber Monotherapie und Chemotherapie bei metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) mit defizientem Mismatch-Repair und/oder hoher Mikrosatelliteninstabilität (dMMR/MSI-H). Ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben und ein deutlicher Vorteil beim Gesamtüberleben sprechen für die kombinierte Immuntherapie als Erstlinientherapie.
Rx aktuell

Stellungnahme der AkdÄ zu Nivolumab bei Leberzellkarzinom

Stellungnahme der AkdÄ zur frühen Nutzenbewertung § 35a SGB V von Nivolumab – neues Anwendungsgebiet: Leberzellkarzinom, nicht resezierbar oder fortgeschritten, Erstlinie, Kombination mit Ipilimumab.

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