Bei Kindern mit unkomplizierter Blinddarmentzündung scheint die Operation langfristig sicherer zu sein als eine reine Antibiotikatherapie – auch wenn Letztere zunächst schonender erscheint. Aber: Etwa ein Drittel der nur mit Antibiotika behandelten Kinder müssen – so die Daten einer Lancet-Studie – innerhalb eines Jahres trotzdem operiert werden.
Blinddarmentzündung bei Kindern: OP statt Antibiotika
Kinder sind besonders gefährdet, an einer Blinddarmentzündung zu erkranken. Damit ist die Appendizitis eine der häufigsten chirurgischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Im Jahr 2021 wurde in Deutschland bei gut 23.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 20 Jahren der Blinddarmfortsatz entfernt. Knapp 11.500 dieser Eingriffe entfielen auf die Altersgruppe der 5- bis 15-Jährigen [1].
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