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Der Themenbereich "Darm" rückt Erkrankungen des Dünn- und Dickdarms in den Fokus, die Ihre tägliche Diagnostik und Therapie maßgeblich prägen. Hier finden Sie fachlich fundierte Beiträge zu aktuellen Studien, Leitlinienänderungen und klinischen Entwicklungen, die Sie dabei unterstützen, Ihr Vorgehen evidenzbasiert zu überprüfen und anzupassen.

Die Inhalte sind auf den ärztlichen Entscheidungsprozess ausgerichtet und liefern Ihnen eine verlässliche Einordnung neuer Erkenntnisse zu chronischen, funktionellen und entzündlichen Darmerkrankungen. So bleiben Sie fachlich auf dem aktuellen Stand und können relevante Neuerungen gezielt in Ihre klinische Praxis integrieren.

Neuste Artikel

DNA
Studie zeigt klaren Nutzen

Darmkrebs: ctDNA-Bluttest steuert Chemotherapie gezielter

Für viele Betroffene stellt sich nach einer Darmkrebs-OP die entscheidende Frage: Ist eine adjuvante Chemotherapie nötig, um ein Rezidiv zu verhindern? Die randomisierte CIRCULATE-Studie unter Dresdner Leitung belegt erstmals, dass Patienten mit nachweisbarer zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) klar von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren – und ctDNA-negative Betroffene auf die belastende Behandlung verzichten könnten.
Frau bei der Krebsfrüherkennung
Krebsvorsorge Screening

Krebsfrüherkennung bei Frauen: Warum die Teilnahmequoten zu niedrig bleiben

Eine US-Studie mit über 68.000 Frauen zeigt erhebliche Lücken bei Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs-Screenings. Besonders die Darmkrebsvorsorge wird gemieden. Welche zwei Risikogruppen die Studie identifiziert und welche Strategien die Screeningquoten verbessern könnten.
Medikamente als Turm
Nicht nur Antibiotika sind das Problem

Clostridioides difficile: Diese Nicht-Antibiotika erhöhen das CDI-Risiko

Nicht nur Antibiotika treiben das Risiko für Clostridioides-difficile-Infektionen in die Höhe: Eine schwedische Registerstudie mit über 42.000 CDI-Fällen zeigt, dass auch Kortikosteroide, Analgetika und Protonenpumpeninhibitoren unabhängig mit einem erhöhten Risiko einhergehen – mit konkreten Konsequenzen für die tägliche Verordnungspraxis.
Yellow paper plane, volatility in the business and investment
Krebsregister-Analyse zu frühem Darmkrebs

Darmkrebs unter 40: Deutsche Daten zeigen Anstieg

Mehr Darmkrebsdiagnosen bei unter 40-Jährigen, aber kein US-Szenario in Deutschland. Eine Auswertung von zehn Krebsregistern mit über 28.000 Fällen zeigt einen realen, jedoch moderaten Anstieg früh auftretender Darmkrebserkrankungen zwischen 2003 und 2023 – mit Folgen für Diagnostik, Risikoeinschätzung und die Diskussion ums Screening-Alter.
Brot mit Schiefertafel und Aufschrift Zöliakie
Risiken früh erkennen, Verläufe besser verstehen

Zöliakie und Pankreatitis: Erhöhtes Risiko nach Diagnose belegt

Eine umfangreiche Kohortenstudie mit über 57.000 Betroffenen belegt einen bislang wenig beachteten Zusammenhang zwischen Zöliakie und akuter Pankreatitis. Das Risiko ist um 42 Prozent erhöht, besonders in den Jahren nach der Diagnose, und auch schwere Verläufe treten häufiger auf.
Darmpolypen unterschiedlicher Größe
Nicht nur Polypenmerkmale zählen

Darmpolypen-Rezidiv: Demografische Faktoren prägen das Risiko entscheidend

Das Rezidivrisiko bei Darmpolypen wird bislang vor allem an Histologie, Größe und Anzahl der Adenome festgemacht. Eine Analyse mit knapp 60.000 Patienten zeigt nun, dass auch Geschlecht, Alter, Adipositas und familiäre Belastung das Wiederauftreten kolorektaler Adenome entscheidend beeinflussen und neue Überwachungsstrategien nötig machen.
Bakterien unter dem Mikroskop
Darmkrebsforschung

Darmkrebs: Neu entdecktes Virus in Bacteroides fragilis als möglicher Risikofaktor

Ein bislang unbekanntes Virus im Darmbakterium Bacteroides fragilis rückt als potenzieller Mitverursacher von Darmkrebs in den Fokus. Der Caudoviricetes-Prophage ließ sich in Tumorisolaten und Stuhlproben von Darmkrebspatienten deutlich häufiger nachweisen als bei Gesunden – mit Perspektiven für Früherkennung, Prävention und neue Therapieansätze.
Darminnenansicht abstrakt
Neue Ansätze für Infektionsforschung

Darm-Organoide: Schleimbarriere schützt vor EPEC-Infektionen

Ein Berliner Forschungsteam hat mit Darm-Organoiden einen natürlichen Abwehrmechanismus gegen enteropathogene Escherichia coli identifiziert. Die Schleimschicht der Darmschleimhautzellen bildet offenbar eine wirksame Barriere gegen den Erreger. Besonders für die Pädiatrie eröffnen sich damit neue Perspektiven in der Infektionsforschung.
llustration des menschlichen Darms mit hervorgehobenem Tumor im Dickdarm
Umweltgifte und Krebs

Darmkrebs bei Jüngeren: Pestizid Picloram als neuer Risikofaktor identifiziert

Steigt das Darmkrebsrisiko durch Pestizide? In Tumoren von Patienten unter 50 Jahren fanden sich gehäuft epigenetische Spuren des Unkrautvernichters Picloram – verbunden mit einem 1,56-fach erhöhten Erkrankungsrisiko. Auch Glyphosat, Atrazin und andere Herbizide gerieten dabei ins Visier der Forscher.
Darmmikrobiom mit Bakterien im Hintergrund
Im Fokus

Darmmikrobiom bei CED: KI ebnet Weg zur personalisierten Therapie

Das Darmmikrobiom rückt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zunehmend in den Fokus personalisierter Therapieansätze. Im NRW-Verbundprojekt MikrobiomProCheck entwickeln Forschende KI-basierte Analysen von Genen, Metaboliten und Proteinen aus Stuhlproben. Damit sollen künftig individuelle Behandlungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa möglich werden – und Koloskopien zur Verlaufskontrolle ersetzt.
Human intestines colon organ shape with hands. Digestive tract p
Schluss mit dem Begriffs-Wirrwarr

Darmgesundheit: Internationale ISAPP-Definition schafft erstmals Klarheit

Ein internationales ISAPP-Expertengremium mit Beteiligung der Universität Hohenheim legt erstmals eine einheitliche wissenschaftliche Definition von Darmgesundheit vor. Der Konsensus schafft eine gemeinsame Basis für Forschung, Diagnostik und Patientenkommunikation und zeigt zugleich, warum Mikrobiomanalysen allein keine belastbare Beurteilung erlauben.
Lupe auf Darm-Symbol vor Arztkittel
Molekulare Türklingel

CED-Therapie: Neuer Darm-Signalweg als Angriffspunkt identifiziert

Ein Team der Universität Siegen hat ein Sensor-Protein im Darmepithel identifiziert, das über die Duale Oxidase die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies steuert und bei Morbus Crohn sowie Colitis ulcerosa aus dem Gleichgewicht gerät. Der entschlüsselte Signalweg könnte zur Grundlage neuer CED-Medikamente werden – erforscht an Käferlarven statt an Mäusen.