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Gonadal & reproduktiv

Der Bereich „Gonadale und reproduktive Endokrinologie“ umfasst hormonelle Störungen der Keimdrüsen und deren Auswirkungen auf reproduktive Gesundheit, Stoffwechsel und Lebensqualität.

Im Fokus stehen Diagnostik und Therapie von Hypogonadismus bei Frauen und Männern, Zyklusstörungen und Amenorrhoe, Androgenisierungsstörungen sowie dem polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS). Darüber hinaus werden aktuelle Entwicklungen zur geschlechtsangleichenden Hormontherapie bei Transgender‑Patient:innen beleuchtet. Die Inhalte unterstützen dabei, hormonelle Zusammenhänge einzuordnen und evidenzbasierte Entscheidungen für Diagnostik, Behandlung und Langzeitbetreuung zu treffen.

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Ein Tablet auf weißem Untergrund zeigt auf blauem Bildschirm die chemische Strukturformel von Testosteron und das Wort „Testosteron“. Daneben liegt ein medizinisches Stethoskop.
Verordnung ohne Diagnostik

Testosterontherapie: Nur 12% der Männer werden leitliniengerecht abgeklärt

Testosteronverordnungen bei Männern haben sich in den USA in den letzten 30 Jahren vervierfacht – die Diagnoseraten eines Hypogonadismus blieben jedoch stabil. Eine retrospektive Analyse aus Michigan zeigt nun, wie groß die Lücke zwischen Leitlinienempfehlung und Verordnungsrealität tatsächlich ist: Nur ein Bruchteil der Männer erhält vor der Erstverordnung eine adäquate biochemische Abklärung. Auch relevante Kontraindikationen wie obstruktive Schlafapnoe oder ein bekanntes Prostatakarzinom bleiben häufig unberücksichtigt. Übrigens: Die Situation in Deutschland zeigt durchaus Parallelen.