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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

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Neuste Artikel

HPV-Impfstoffampullen und Spritze
Nahezu vollständiger Rückgang

HPV-Impfung reduziert Sterblichkeit an Gebärmutterhalskrebs drastisch

HPV-Impfung wirkt – dies wurde jetzt auf nationaler Ebene dokumentiert: Zwischen 2020 und 2024 ist in England keine geimpfte Frau im Alter von 20–24 Jahren mehr an einem Zervixkarzinom verstorben. Das schulbasierte Impfprogramm, das dort 2008 eingeführt wurde, senkte HPV-Infektionen bei Jugendlichen um 90% – und bei Impfquoten von bis zu 90% sank die Sterblichkeit durch Gebärmutterhalskrebs in der jüngsten Altersgruppe um 100%. Ein starkes Signal!
Eine medizinische Fachperson zeigt mit einem Finger auf eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs auf einem Tablet; auf der linken Lungenhälfte ist ein auffälliger, farblich hervorgehobener Bereich zu sehen, daneben liegt ein Stethoskop
Marker mit Gewicht

PD-L1 bleibt „Taktgeber“ bei der Therapie des fortgeschrittenen NSCLC

Beim fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom bleibt PD-L1 der entscheidende Biomarker für die Therapiesteuerung. Studien wie PACIFIC oder die KEYNOTE-Studien 024, 189 und 407 belegen den klaren Nutzen einer PD-L1-gestützten Stratifizierung. Bei Hochexprimierern stellt sich sogar schon die Frage, ob eine Chemotherapie überhaupt noch erforderlich ist.
Mammografie
Vermeidbare Krebsfälle

Krebs-Screening und keiner geht hin? Das sind die Gründe

Obwohl Krebsvorsorgeprogramme nachweislich die Krebssterblichkeit mit Blick auf unterschiedliche Tumorarten senken können, werden die Angebote nicht von jedem genutzt.
Zwei Hände bedienen ein Tablet, auf dessen Bildschirm das Wort „Pankreaskarzinom“ groß dargestellt ist.
Ältere besonders benachteiligt

Pankreaskarzinom: Leitlinienempfehlungen häufig nicht umgesetzt

Die Versorgung von Patienten mit Pankreaskarzinomen ist verbesserungsfähig. Obwohl eine multimodale Therapie mit Operation plus Chemotherapie nachweislich die besten Ergebnisse liefert, erhalten in Deutschland nur etwa 45% der Betroffenen eine adjuvante oder additive Chemotherapie. Von den über 80-jährigen Erkrankten wurden fast 40% weder operativ noch zytostatisch behandelt.
zwei muskulöse Arme beim Armdrücken
FLT3-Inhibitoren im Duell

Gilteritinib vs. Midostaurin bei FLT3-mutierter AML – Wer hat die Nase vorn?

Erstmals liefert eine Phase-III-Studie einen direkten Head-to-Head-Vergleich zweier FLT3-Inhibitoren in der Erstlinie der FLT3-mutierten AML – und schaffte es so in die Late-Breaker-Session auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA2026) in Stockholm: Demnach senkt Gilteritinib das Rezidivrisiko gegenüber Midostaurin zwar deutlich, ein Vorteil beim Gesamtüberleben bleibt jedoch aus. Folgetherapien dürften das Bild maßgeblich beeinflusst haben.
Mikroskopische Darstellung leukämischer Lymphozyten
Neue Therapieoption

Pirtobrutinib plus VenR senkt Progressionsrisiko bei rezidivierter CLL um 45%

Pirtobrutinib zusätzlich zu Venetoclax-Rituximab kann das progressionsfreie Überleben bei rezidivierter oder refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie deutlich velängern: Im Rahmen der Phase-III-Studie BRUIN CLL-322 sank das Progressionsrisiko um 45% – auch bei BTKi-vorbehandelten und Hochrisikopatienten. Die zusätzliche Toxizität bleibt überschaubar.
TV-Koch Johann Lafer
Prominente Krebserkrankung

Lymphdrüsenkrebs: Johann Lafer spricht offen über Chemotherapie-Folgen

Fernsehkoch Johann Lafer schildert erstmals öffentlich, wie stark ihn die Krebstherapie im Alltag einschränkt. Geschmacksverlust, offene Finger und Nahrungsprobleme belasten den 68-Jährigen massiv. Trotz nicht heilbarer Erkrankung zeigt sich der Spitzenkoch kämpferisch – und will mit seinem Bekenntnis anderen Betroffenen Mut machen.
Eine erhobene Hand hält eine rosafarbene Schleife, das internationale Symbol für Brustkrebsbewusstsei.
Die Erstlinie ist entscheidend

Therapiesequenz beim metastasierten Mammakarzinom: Wirksamste Optionen zuerst

Neue Subtypen, neue Wirkstoffe, neue Regeln: Beim metastasierten Mammakarzinom entscheidet die frühe Wahl der wirksamsten Substanz maßgeblich über den Therapieerfolg. Biomarkergesteuerte Konzepte – von der Dreierkombination mit Inavolisib bei PIK3CA-Mutation bis zur frühen Intervention bei ESR1-Mutation – erweitern das Spektrum deutlich. Antikörper-Drug-Konjugate lösen die klassische Chemotherapie in immer mehr Linien ab und verschieben sie weit nach hinten.
Illustration eines menschlichen Magens mit einer deutlich sichtbaren tumorartigen Läsion an der Magenwand.
Chemotherapie verlängert progressionsfreies Überleben

HER2-positives Magenkarzinom: Bispezifischer HER2-Antikörper schlägt Trastuzumab im Erstlinien-Setting

Beim fortgeschrittenen HER2-positiven Adenokarzinom von Magen und ösophagogastralem Übergang galt Trastuzumab plus Chemotherapie über Jahre als Erstlinienstandard. Nun fordert ein bispezifischer HER2-Antikörper – mit und ohne PD-1-Inhibitor – diese Stellung heraus: In der Phase-III-Studie HERIZON-GEA-01 zeigte die Kombination signifikante Vorteile beim progressionsfreien Überleben, beim Gesamtüberleben profitierte zumindest der Tripel-Arm. Erkauft wurde der Effekt mit einer höheren Rate gastrointestinaler Nebenwirkungen.
Stilisierte Illustration von vier medizinischen Fachkräften im weißen Kittel mit Stethoskopen und Akten, die in einem Krankenhausgang stehen; im Hintergrund ist links ein großes Fenster mit schwarzem Rahmen sichtbar, die Figuren sind in gedeckten Blau- und Grautönen dargestellt.
EHA-Kongress 2026 in Stockholm

Neue Immuntherapien und zielgerichtete Ansätze treiben die Hämatoonkologie voran

Die Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zeigte: Innovative Immuntherapien, neue zielgerichtete Substanzen und differenzierte Therapiestrategien prägen zunehmend die Behandlung hämatologischer Erkrankungen. Die vorgestellten Daten liefern wichtige Impulse für eine stärker individualisierte Therapie unter anderem beim multiplen Myelom, bei myeloproliferativen Neoplasien und bei der chronischen myeloischen Leukämie. Auf unserem Partnerportal hematooncology.com finden Ärzte strukturierte Berichte und kurze Videos vom EHA-Kongress 2026 – kompakt zusammengefasst und klinisch eingeordnet._
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC); Illustration
Präzision mit Risiko

Schwere Neutropenien unter ADC-Therapie – große Unterschiede zwischen den Substanzen

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) gelten als sichere und wirksame Alternative zur herkömmlichen Chemotherapie – doch eine US-amerikanische Real-World-Analyse offenbart: Einige ADCs sind mit hohen Raten an schweren Neutropenien und lebensbedrohlichen Komplikationen assoziiert. Dabei sticht ein ADC besonder heraus.
Pfeile
Klug entscheiden

DGIM veröffentlicht 5 neue Empfehlungen für die Innere Medizin

Fünf neue „Klug entscheiden"-Empfehlungen der DGIM aus Gastroenterologie und Kardiologie geben Ärzten praxisnahe Orientierung zu Mangelernährung bei Krebs, Barrett-Ösophagus, Reizdarmsyndrom, Bewegungstherapie bei Herz-Kreislauf-Risiko und dem neuen CHA₂DS₂-VA-Score bei Vorhofflimmern – für das richtige Maß zwischen Über-, Unter- und Fehlversorgung.

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