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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

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Neuste Artikel

Zwei Hände bedienen ein Tablet, auf dessen Bildschirm das Wort „Pankreaskarzinom“ groß dargestellt ist.
Hinweisgeber Medikamentenverordnung

Was verraten Verschreibungsmuster vor der Diagnose von Pankreaskrebs?

Rund 20.000 Menschen erkranken in jedem Jahr in Deutschland neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Diagnose ist dann oft ungünstig. Denn oftmals wird die Erkrankung erst spät entdeckt. Immer wieder befasst sich die Wissenschaft daher mit Therapieoptionen, die das Überleben verlängern.
Schematische Darstellung eines bispezifischen T-Zell-Engagers (BiTE)
Neuer Standard ante porats?

BiTE verbessert die Therapie der pädiatrischen Hochrisiko-B-ALL

Zwei Zyklen Blinatumomab ersetzten 2 Zyklen intensiver Chemotherapie in der Induktion pädiatrischer Patienten mit Hochrisiko-B-ALL – und das Ergebnis macht Mut: Denn in der AIEOP-BFM ALL 2017 wurde so eine 4-Jahres-EFS-Rate von 83% erreicht und die Rezidivraten halbierten sich. Erstmals seit langem konnte damit auch die Toxizität der ALL-Therapie vermindert werden. Und es besteht sogar noch weiteres Optimierungspotenzial für diesen Therapieansatz, wie Experten auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm betonten.
Zwei stilisierte Figuren in Blau und Rosa stehen auf einem Schachbrettmuster vor unscharfem Hintergrund mit weiteren Figuren.
Individualisierte Onkologie braucht Geschlechterdaten

Geschlecht bestimmt Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Checkpoint-Inhibitoren

Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf Immun-Checkpoint-Inhibitoren: Während Männer von ICI-Monotherapien stärker profitieren, zeigen Frauen Vorteile bei Chemo-Immuntherapien – tragen aber generell ein deutlich höheres Risiko für schwere Nebenwirkungen. Eine geschlechtersensible Onkologie wird damit zur klinischen Notwendigkeit.
Eine durchgestrichene Zigarette liegt auf einem Notizzettel mit der handschriftlichen Aufschrift „Ab heute rauchfrei!"
„Rauchfrei im Mai" brachte über 19.000 Ausstiege

Lungenkrebs-Prävention: Mit strukturierten Programmen fällt ein Rauchstopp leichter

Strukturierte Programme wie „Rauchfrei im Mai" erhöhen die Erfolgsquote gegenüber unbegleiteten Ausstiegsversuchen um ein Vielfaches. Mehr als 19.000 Menschen nahmen 2026 an der Aktion teil, rund 17% blieben den gesamten Monat rauchfrei. Damit übertrifft das strukturierte Programm die Erfolgsquote unbegleiteter Ausstiegsversuche deutlich – ein wichtiges Signal für die ärztliche Rauchentwöhnungsberatung.
Ausgedrückte Zigarette mit Rauch
Weniger Nikotin, kein Mehrkonsum

Sind nikotinreduzierte Zigaretten der Weg aus der Tabakabhängigkeit?

Könnte eine drastische Reduktion des Nikotingehalts in Zigaretten das Rauchverhalten nachhaltig verändern – und damit Millionen Leben retten? Kritiker befürchten, Raucher könnten den geringeren Nikotingehalt schlicht durch mehr Zigaretten oder andere nikotinhaltige Produkte ausgleichen. Doch dies scheint tatsächlich nicht der Fall zu sein, so das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse. Ihr Ergebnis: Kompensatorisches Rauchen bleibt die Ausnahme, nicht die Regel.
Eine große Gruppe von Menschen bildet gemeinsam die Form eines Pfeils, der nach rechts zeigt – symbolisch für Lotsenfunktion und den gemeinsamen Weg zur Lungenkrebs-Früherkennung.
Hausärzte, Internisten und Pneumologen als Lotsen gefragt

Erstberatung zum Lungenkrebs-Screening extrabudgetär abrechnen

Hausärzte, Internisten und Pneumologen entscheiden maßgeblich mit, ob das seit April 2026 verfügbare Lungenkrebs-Screening seine lebensrettende Wirkung entfalten kann. Wer im Praxisalltag gezielt die Rauchgeschichte erfragt, identifiziert Anspruchsberechtigte und ebnet den Weg zur Früherkennung in einem noch heilbaren Stadium. Eine Qualifizierung als Erstberater ist mit überschaubarem Aufwand möglich und extrabudgetär abrechenbar.
Rotes Warndreieck mit Ausrufezeichen und zeigende Hand.
Durchstechflaschen mit Verbördelungsfehler

Libtayo®-Rückruf: Cemiplimab-Charge wegen Verschlussmangel sperren

Rückruf von Libtayo® (Cemiplimab) 350 mg: Regeneron zieht die Charge 8494100007 wegen eines Verbördelungsfehlers an den Durchstechflaschen zurück. Die Sterilität des Verschlusses ist nicht garantiert. Kliniken und onkologische Praxen müssen Bestände sofort sperren. Ersatzware wird kostenfrei bereitgestellt, sodass die Versorgung onkologischer Patientinnen und Patienten sichergestellt bleibt.
Ein Mann und eine Frau beim Nordic Walking
Aktualisierte S3-Leitlinie

Darmkrebs-Nachsorge: Strukturiertes Bewegungsprogramm verbessert Überleben

Bewegung nach Darmkrebs wird zum festen Bestandteil der Nachsorge. Die aktualisierte S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“ empfiehlt nach Primärtherapie und adjuvanter Chemotherapie erstmals angeleitete körperliche Aktivität. Grundlage sind Daten der CHALLENGE-Studie, die ein deutlich besseres krankheitsfreies Überleben und Gesamtüberleben durch strukturiertes Training belegen.
Knoten in einer Brust grafische Darstellung
Cholesterinmedikation

Mammakarzinom: Besseres Überleben durch Statine?

Brustkrebspatientinnen können von Statinen profitieren, wie Studien zeigen. Aber gilt das pauschal für alle Tumorsubtypen?
Schematische Darstellung einer CAR-T-Zelle
Neue Hoffnung bei AML

CAR-T-Zelltherapie bei AML – erste Komplettremissionen

Bei akuter myeloischer Leukämie (AML) blieb die CAR-T-Zelltherapie bislang ohne durchschlagenden Erfolg. Jetzt wurde auf dem Jahreskongress der European hematology Association (EHA 2026) in Stockholm ein neues, vielversprechendes Konzept vorgestellt: Mithilfe allogener RevDAR-T-Zellen und einem steuerbaren bispezifischen Aktivatormolekül ist es erstmals gelungen, Komplettremissionen mit MRD-Negativität zu erreichen. Ein praktikabler An-Aus-Mechanismus zur Toxizitätskontrolle ist ein großer Vorteil des Systems.
Nahaufnahme einer Person im weißen Arztkittel mit Stethoskop, die mit den Händen mehrere transparente, ineinandergreifende Zahnräder in einer digitalen Darstellung berührt
Multimodale Therapie 2.0

Nur wer an vielen Stellschrauben dreht, verbessert die Therapie von GI-Tumoren

Multimodale Therapie, Immuncheckpoint-Inhibitoren und biomarkergeleitete Strategien verändern das Management von Ösophagus- und Magenkarzinomen. Um aber die Qualität der Behandlung dieser Tumore nachhaltig zu verbessen, sind darüber hinaus eine konsequente Versorgung der Patienten in Zentren und kreativere, stärker auf Biomarker ausgerichtete Studiendesigns notwendig.
Laborbefund mit der Diagnose Myelofibrose
Doppelte Signalweghemmung

Selinexor plus Ruxolitinib lässt Milz bei Myelofibrose stärker schrumpfen

Selinexor plus Ruxolitinib verdoppelte das Milzansprechen bei JAK-Inhibitor-naiven Myelofibrose-Patienten gegenüber Ruxolitinib allein - und lässt damit auf ein verlängertes Gesamtüberleben hoffen. Dies ist eines der wichtigsten der auf dem Jahreskongress der European Hematology Association (EHA 2026) in Stockholm präsentierten Ergebnisse der Phase-III-Studie SENTRY. Auch die Allellast wichtiger Treibermutationen sinkt unter der Kombination stärker – bei beherrschbarer Toxizität und einem ersten Signal für ein verbessertes Gesamtüberleben.

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