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Hämatologie & Onkologie

Therapeutische Innovationen, neue Studienergebnisse und sich rasch wandelnde Leitlinien prägen kaum ein Fachgebiet so stark wie die "Hämatologie & Onkologie". Dieser Themenbereich greift genau diese Dynamik auf und bereitet relevante Entwicklungen fachlich fundiert und praxisnah auf – mit klarem Fokus auf ihre Bedeutung für Diagnostik und Therapie.

Sie finden hier aktuelle Inhalte zu malignen und benignen hämatologischen Erkrankungen ebenso wie zu soliden Tumoren, modernen Therapiekonzepten und begleitenden Versorgungsaspekten. "Hämatologie & Onkologie" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz schnell einzuordnen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen und im klinischen Alltag souverän am medizinischen Fortschritt zu bleiben.

Neuste Artikel

Grafische Darstellung des menschlichen Oberkörpers mit hervorgehobener Bauchspeicheldrüse im Zentrum, umgeben von Wirbelsäule und inneren Organen.
Muster jenseits des Sichtbaren

KI enttarnt Bauchspeicheldrüsenkrebs lange vor Symptomen

Ein KI-System erkennt unsichtbare Tumorspuren im CT – im Schnitt 475 Tage vor der Diagnose. Während die klassische Bildgebung im Frühstadium versagt, identifiziert das Modell subtile Gewebesignaturen mit deutlich höherer Sensitivität als Radiologen. Dies könnte einen Wendepunkt in der Früherkennung des Pankreaskarzinoms markieren.
Mehrere bläulich dargestellter Antikörper in Y‑Form vor einem unscharfen, hellen Hintergrund
Individuelle Risikoabschätzung

Autoantikörper sagen Nebenwirkungen der Melanom-Immuntherapie voraus

Schwere Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitoren beim metastasierten Melanom lassen sich möglicherweise vorab erkennen: 47 prätherapeutische Autoantikörper sind mit immunbedingten Komplikationen assoziiert – fünf davon prädizieren zuverlässig immunvermittelte Kolitiden über alle Therapieformen hinweg.
3D-Darstellung des Inneren des Dickdarms mit Polypen und endoskopischem Instrument zur Resektion
Schonender operieren

Minimalinvasive Darmkrebs-Resektion senkt Mortalitätsrisiko bei Hochrisikopatienten deutlich

Minimalinvasive Resektionen bei Darmkrebs reduzieren die 90-Tage-Mortalität gegenüber offenen Eingriffen um fast zwei Drittel – besonders Hochbetagte und multimorbide Patienten profitieren. Doch gerade diese Risikogruppe erhält den schonenderen Eingriff am seltensten. Eine aktuelle Studie legt eine klare Versorgungslücke offen.
Person legt eine Probe für einen FIT-Stuhltest in einen Behälter, um sie per Post zur Untersuchung einzusenden.
Zwei Screening-Wege im direkten Vergleich

Darmkrebs-Screening: Koloskopie und FIT-Test nahezu gleichauf

Koloskopie oder FIT-Stuhltest – welches Darmkrebs-Screening schützt besser? Eine aktuelle Modellierungsstudie liefert Antworten: Beide Verfahren verhindern den Großteil der Darmkrebsfälle und Todesfälle zwischen dem 50. und 85. Lebensjahr. Die Koloskopie hat bei der Inzidenz leicht die Nase vorn, die Kombination beider Methoden erzielt die besten Resultate.
Hautkrebsscreening in der dermatologischen Praxis
BVDD warnt vor teuren Spätfolgen

Hautkrebsscreening vor dem Aus?

Obwohl die Hautkrebsinzidenzen seit Jahren steigen, steht das gesetzliche Hautkrebsscreening vor de rAussetzung. Der BVDD warnt vor späteren Diagnosen, schlechteren Prognosen beim malignen Melanom und massiv steigenden Folgekosten. Schon nach der Pandemie zeigte sich, was eine Pause beim Hautkrebsscreening konkret bedeutet: Eine unmittelbare Folge waren größere Tumore mit schlechteren Heilungschancen bei der Erstdiagnose.
Darmkrebs, Darmkarzinom, Darmneoplasie, 3D-Darstellung eines bösartigen Tumors im Darm
Neuer Therapiestandard

Atezolizumab halbiert Rückfallrisiko bei dMMR-Darmkrebs im Stadium III

Patienten mit dMMR-Darmkrebs im Stadium III profitieren erheblich von einer adjuvanten Immuntherapie: Die Kombination aus Atezolizumab und mFOLFOX6 senkt das Risiko für Rückfall oder Tod um 50% gegenüber alleiniger Chemotherapie. Die ATOMIC-Studie etabliert damit einen neuen biomarkerbasierten Behandlungsstandard – bereits verankert in den NCCN-Leitlinien.
Hand mit Stift zeigt auf mehrere CT-Querschnittsbilder des Brustkorbs auf einem Leuchtbildschirm
Für starke Raucherinnen und Raucher

Niedrigdosis-CT für das Lungenkrebsscreening wird ab April 2026 Kassenleistung

Ab April 2026 haben starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren Anspruch auf ein jährliches Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT. Der G-BA-Beschluss schafft die Grundlagen, Vergütungsziffern stehen fest. Ab April 2026 haben starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren Anspruch auf ein jährliches Lungenkrebs-Screening per Niedrigdosis-CT. Der G-BA-Beschluss schafft die Grundlagen, Vergütungsziffern stehen fest. Zudem gibt es klare Regelungen zur Anspruchsberechtigung, aber auch notwendige Qualifikationem für Screening-Ärzte sind bereits verankert.
Laborantin mit Schutzkleidung und Maske hantiert mit Pipette
Fortgeschrittener Darmkrebs

3D-Mikrotumoren verbessern die Auswahl der optimalen Chemotherapie

Bei fortgeschrittenem Darmkrebs ist eine Chemotherapie oft zentraler Bestandteil der Behandlung. Mit MicroOrganoSpheres, winzigen 3D-Tumormodellen aus Patientenproben, kann künftig schneller ermittelt werden, welche Chemotherapie am besten wirkt – ein Schritt hin zu hochpräziser individualisierter Krebsmedizin.
Medizinische Illustration der Bauchspeicheldrüse mit umliegenden Blutgefäßen.
Besseres Überleben mit neoadjuvanter Chemotherapie

Frühes Pankreaskarzinom: Muss die OP die Prio 1 haben?

Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen Leitlinie des National Comprehensive Cancer Networks (NCCN).
Schwarze Waage
Präoperative Diät

Gewichtsverlust senkt Komplikationsrisiken bei Darmkrebs-OP

Eine strenge, kurzzeitige Gewichtsreduktion kann das Komplikationsrisiko bei adipösen Darmkrebspatienten vor der Operation verringern – und ist trotz Diagnose-Stress gut umsetzbar, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Detailaufnahme eines Laborhandschuhs, der ein Infusionssystem hält, kombiniert mit einer grafisch dargestellten, vergrößerten Zelle
Innovative HAM‑Ven-Therapie

RELAX-Studie: Neue AML-Kombinationstherapie zeigt hohe Wirksamkeit

Eine deutschlandweite Studie der Dresdner Hochschulmedizin erzielt einen entscheidenden Fortschritt in der Behandlung der aggressiven akuten myeloischen Leukämie (AML): Die Kombination aus intensiver Chemotherapie und Venetoclax steigert die Remissionsrate von 40 auf 75% und ermöglicht deutlich mehr Patientinnen und Patienten den Zugang zu einer potenziell heilenden Stammzelltransplantation.
Eine Hand hält ein feines Werkzeug, mit dem ein rotes, beschädigtes Segment aus einem DNA-Doppelstrang hervorgehoben wird; im Hintergrund weitere unscharfe DNA-Strukturen.
Genetik, Alkohol & Krebsrisiko

Individuelles Krebsrisiko: Alkohol gefährdet manche mehr als andere

Nicht nur die Trinkmenge beeinflusst das Risiko für alkoholbedingte Krebserkrankungen – die Gene spielen in diesem Zusammenhang ebenso eine entscheidende Rolle. Forschende entdeckten einen zentralen Reparaturmechanismus der DNA, der durch Alkohol gestört werden kann. Menschen mit bestimmten Mutationen könnten daher selbst bei geringen Trinkmengen stärker gefährdet sein.