Startseite Alle Beiträge Innere Medizin Frühes Pankreaskarzinom: Muss die OP die Prio 1 haben?
Besseres Überleben mit neoadjuvanter Chemotherapie

Frühes Pankreaskarzinom: Muss die OP die Prio 1 haben?

|von Beatrice Hamberger

Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen Leitlinie des National Comprehensive Cancer Networks (NCCN).

Medizinische Illustration der Bauchspeicheldrüse mit umliegenden Blutgefäßen.
Frühes resektables Pankreaskarzinoms: Neue Studiendaten sprechen für eine Vorbehandlung mit Chemotherapie. (© Rasi/stock.adobe.com)

Das duktale Adenokarzinom des Pankreas bleibt trotz geringer Therapie­fortschritte in den letzten Jahrzehnten eine hochaggressiver Tumorentität. Der Einsatz neoadjuvanter Chemotherapieregime hat jedoch, vor allem bei grenzwertig resektablen Tumoren, die R0‑Resektionsraten und das Überleben, vor allem bei grenzwertig resektablen Tumoren verbessert. Unklar ist allerdings die optimale Sequenz bei primär resektablen Karzinomen – eingeschlossen der Tumoren, die eng an der Pfortader oder  der Mesenterialvene (Vena mesenterica superior) anliegen (Abutment). Ob selbst ein nur geringer Kontakt zur Mesenterialvene das Überleben mindert und ob eine neoadjuvante Therapie in dieser Situation Vorteile bietet, das war die Fragestellung in der vorliegenden Studie.

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