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Der Themenbereich "Pankreas" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz effizient zu bewerten und Ihr Vorgehen bei anspruchsvollen Krankheitsbildern zielgerichtet zu aktualisieren. Sie erhalten eine schnelle fachliche Einordnung neuer Studien, Leitlinien und klinischer Entwicklungen und gewinnen Sicherheit bei diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen.

Gebündelt werden aktuelle Inhalte zu Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse – von akuter und chronischer Pankreatitis bis hin zu zystischen Läsionen und dem Pankreaskarzinom. Die Beiträge sind praxisnah aufbereitet und liefern Ihnen genau die Informationen, die für den gastroenterologischen Alltag relevant sind.

Neuste Artikel

Brot mit Schiefertafel und Aufschrift Zöliakie
Risiken früh erkennen, Verläufe besser verstehen

Zöliakie und Pankreatitis: Erhöhtes Risiko nach Diagnose belegt

Eine umfangreiche Kohortenstudie mit über 57.000 Betroffenen belegt einen bislang wenig beachteten Zusammenhang zwischen Zöliakie und akuter Pankreatitis. Das Risiko ist um 42 Prozent erhöht, besonders in den Jahren nach der Diagnose, und auch schwere Verläufe treten häufiger auf.
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
Wenn Heilung kippt

Akute Pankreatitis: STAT6 steuert Regeneration und Fibrose des Pankreas

Eine Greifswalder Studie zur akuten Pankreatitis entschlüsselt die doppelte Rolle des Signalmoleküls STAT6: Es steuert nicht nur die Regeneration des geschädigten Pankreasgewebes, sondern fördert zugleich dessen Vernarbung. Warum eine einfache Blockade dieses Immunschalters klinisch riskant ist und welche Konsequenzen sich daraus für künftige Therapieansätze ergeben.
Stilisierte anatomische Darstellung der Bauchspeicheldrüse mit angrenzenden Strukturen vor einem Hintergrund aus Tabletten
Wird die Bestimmung des RAS-Status ins Zentrum der Therapieplanung rücken?

RAS-Inhibitor Daraxonrasib verdoppelt Überleben bei metastasiertem Pankreaskarzinom

Mit Daraxonrasib steht in der Zweitlinientherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms erstmals eine zielgerichtete orale Option zur Verfügung, die das mediane Gesamtüberleben gegenüber der Standard-Chemotherapie verdoppelt und das Sterberisiko um 60% senkt. Diese Daten aus der RASolute-302-Studie wurden gerade im Rahmen des Jahreskongresses der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago präsentiert. Klinisch besonders relevant: Schmerzen und Lebensqualität bleiben länger stabil, Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen sind selten. Da über 90% der duktalen Adenokarzinome des Pankreas RAS-Mutationen aufweisen, eröffnet sich ein breit anwendbarer Therapieansatz – ein möglicher Paradigmenwechsel?
DNA-Molekül, das sich im Reagenzglas des Bluttestgeräts bildet.
Differenzierter MDT-Einsatz

Oligometastasen: Metastasengerichtete Therapie verlängert progressionsfreies Überleben

Mehr Therapie bei oligometastasierten Tumoren– aber für wen lohnt sie sich? Die auf dem ESTRO-Kongress 2026 in Stockholm vorgestellte EXTEND-Studie liefert erstmals klare, histologiespezifische Antworten: Besonders Patienten mit Prostata- und Pankreaskarzinom profitieren von einer metastasengerichteten Bestrahlung mit deutlichem PFS-Gewinn. Gleichzeitig deutet sich ein Paradigmenwechsel an – weg vom Zählen von Metastasen, hin zu ctDNA als präzisem Biomarker für Therapieentscheidungen, denn ein dynamischer ctDNA-Abfall korreliert mit längerem progressionsfreien Überleben.
Grafische Darstellung des menschlichen Oberkörpers mit hervorgehobener Bauchspeicheldrüse im Zentrum, umgeben von Wirbelsäule und inneren Organen.
Muster jenseits des Sichtbaren

KI enttarnt Bauchspeicheldrüsenkrebs lange vor Symptomen

Ein KI-System erkennt unsichtbare Tumorspuren im CT – im Schnitt 475 Tage vor der Diagnose. Während die klassische Bildgebung im Frühstadium versagt, identifiziert das Modell subtile Gewebesignaturen mit deutlich höherer Sensitivität als Radiologen. Dies könnte einen Wendepunkt in der Früherkennung des Pankreaskarzinoms markieren.
Medizinische Illustration der Bauchspeicheldrüse mit umliegenden Blutgefäßen.
Besseres Überleben mit neoadjuvanter Chemotherapie

Frühes Pankreaskarzinom: Muss die OP die Prio 1 haben?

Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen Leitlinie des National Comprehensive Cancer Networks (NCCN).
Pankreas als 2D-Illustration
Möglicher Biomarker TNFα entdeckt

KRAS-Mutation schafft früh ein tumorförderndes Mikromilieu im Pankreas

Bereits lange bevor im Pankreas ein Tumor sichtbar wird, beginnt ein aktiviertes Krebsgen, das umliegende Gewebe umzuprogrammieren. Es etabliert ein entzündliches, immunabwehrendes Mikromilieu, das ideale Bedingungen für die spätere Tumorentwicklung schafft. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Ulm konnte dieses frühe Geschehen in einer wegweisenden Studie nachzeichnen. Die Ergebnisse eröffnen die Perspektive, personalisierte Eingriffe deutlich früher anzusetzen – noch bevor sich ein schwer behandelbarer Tumor überhaupt bildet.
Eine medizinische Fachperson hält eine transparente, digital dargestellte Bauchspeicheldrüse in den Händen; darunter liegen holografische Symbole und Daten
Höhere Treffsicherheit, weniger Fehlalarme

Künstliche Intelligenz findet Bauchspeicheldrüsenkrebs präziser als Radiologen

Kann künstliche Intelligenz die Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern? Ja sie kann, so das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden: Die PANORAMA-Studie schafft erstmals einen globalen Benchmark – und liefert starke Argumente für den Einsatz von KI in der Früherkennung eines Tumors, der bisher meist viel zu spät entdeckt wird. 
weibliche Ärztehände halten Pankreas als virtuelle Animation in den Händen
Bauchspeicheldrüsenentzündung

Darmmikrobiom sagt Langzeitfolgen nach akuter Pankreatitis voraus

Das Darmmikrobiom bei Krankenhausaufnahme liefert wertvolle Hinweise auf spätere Komplikationen nach schwerer akuter Pankreatitis. Eine internationale Studie unter Göttinger Leitung zeigt, dass computergestützte Modelle auf Basis mikrobieller Muster prognostische Aussagen über den Krankheitsverlauf ermöglichen.
Labor mit Wissenschaftler an Mikroskopen
Pankreaskarzinogenese

Forschende entschlüsseln entscheidende Mechanismen im Pankreas

Ein Team der Universitätsmedizin Halle hat ein innovatives Mausmodell entwickelt und damit neue Einblicke in die frühe Pankreaskarzinogenese gewonnen – inklusive der Entdeckung einer bislang unbekannten, stark entzündungsaktivierten Zellpopulation.
Ein Metalleimer mit zahlreichen Löchern, aus denen Wasser in alle Richtungen herausspritzt
Weg vom Gießkannenprinzip!

Bauchspeicheldrüsenkrebs braucht Präzision – ein Apell zum Weltkrebstag

Das Pankreaskarzinom bleibt eine der tödlichsten Krebsarten. Anlässlich des Weltkrebstags fordert die DGVS ein Umdenken: weg vom unspezifischen Gießkannenprinzip, hin zu präzisen Präventionsstrategien für Menschen mit erhöhtem Risiko. Nur durch individuelle Risikoprofile und spezialisierte Überwachung kann die Erkrankung künftig früher erkannt und wirksam bekämpft werden.
DNA-Molekül, das sich im Reagenzglas des Bluttestgeräts bildet.
Schritt zu höheren Überlebensraten

Pankreaskarzinom: Flüssigbiopsie erkennt Tumore früh im Blut

Multianalytische Bluttests wie CancerSEEK könnten die Früherkennung des Pankreaskarzinoms revolutionieren: Eine aktuelle Registeranalyse zeigt eine Testpositivität von 75% bei asymptomatischen Patienten. Zufällig diagnostizierte Tumore gingen mit einem deutlich längeren Gesamtüberleben einher – ein vielversprechender Ansatz für die klinische Praxis.