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Pankreas

Der Themenbereich "Pankreas" unterstützt Sie dabei, komplexe Evidenz effizient zu bewerten und Ihr Vorgehen bei anspruchsvollen Krankheitsbildern zielgerichtet zu aktualisieren. Sie erhalten eine schnelle fachliche Einordnung neuer Studien, Leitlinien und klinischer Entwicklungen und gewinnen Sicherheit bei diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen.

Gebündelt werden aktuelle Inhalte zu Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse – von akuter und chronischer Pankreatitis bis hin zu zystischen Läsionen und dem Pankreaskarzinom. Die Beiträge sind praxisnah aufbereitet und liefern Ihnen genau die Informationen, die für den gastroenterologischen Alltag relevant sind.

Neuste Artikel

Medizinische Illustration der Bauchspeicheldrüse mit umliegenden Blutgefäßen.
Besseres Überleben mit neoadjuvanter Chemotherapie

Frühes Pankreaskarzinom: Muss die OP die Prio 1 haben?

Es sind spannende Daten, die die US-amerikanische Mayo Clinic jetzt zur Behandlung des frühen Pankreaskarzinoms vorgelegt hat. Demnach ist es besser, der Operation eine neoadjuvante Chemotherapie vorzuschalten – auch wenn es sich um unkomplizierte Fälle handelt. Damit stehen die Studienergebnisse im Widerspruch zur gängigen Praxis und der aktuellen Leitlinie des National Comprehensive Cancer Networks (NCCN).
Pankreas als 2D-Illustration
Möglicher Biomarker TNFα entdeckt

KRAS-Mutation schafft früh ein tumorförderndes Mikromilieu im Pankreas

Bereits lange bevor im Pankreas ein Tumor sichtbar wird, beginnt ein aktiviertes Krebsgen, das umliegende Gewebe umzuprogrammieren. Es etabliert ein entzündliches, immunabwehrendes Mikromilieu, das ideale Bedingungen für die spätere Tumorentwicklung schafft. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Ulm konnte dieses frühe Geschehen in einer wegweisenden Studie nachzeichnen. Die Ergebnisse eröffnen die Perspektive, personalisierte Eingriffe deutlich früher anzusetzen – noch bevor sich ein schwer behandelbarer Tumor überhaupt bildet.
Eine medizinische Fachperson hält eine transparente, digital dargestellte Bauchspeicheldrüse in den Händen; darunter liegen holografische Symbole und Daten
Höhere Treffsicherheit, weniger Fehlalarme

Künstliche Intelligenz findet Bauchspeicheldrüsenkrebs präziser als Radiologen

Kann künstliche Intelligenz die Diagnostik von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern? Ja sie kann, so das Ergebnis einer Studie aus den Niederlanden: Die PANORAMA-Studie schafft erstmals einen globalen Benchmark – und liefert starke Argumente für den Einsatz von KI in der Früherkennung eines Tumors, der bisher meist viel zu spät entdeckt wird. 
weibliche Ärztehände halten Pankreas als virtuelle Animation in den Händen
Bauchspeicheldrüsenentzündung

Darmmikrobiom sagt Langzeitfolgen nach akuter Pankreatitis voraus

Das Darmmikrobiom bei Krankenhausaufnahme liefert wertvolle Hinweise auf spätere Komplikationen nach schwerer akuter Pankreatitis. Eine internationale Studie unter Göttinger Leitung zeigt, dass computergestützte Modelle auf Basis mikrobieller Muster prognostische Aussagen über den Krankheitsverlauf ermöglichen.
Labor mit Wissenschaftler an Mikroskopen
Pankreaskarzinogenese

Forschende entschlüsseln entscheidende Mechanismen im Pankreas

Ein Team der Universitätsmedizin Halle hat ein innovatives Mausmodell entwickelt und damit neue Einblicke in die frühe Pankreaskarzinogenese gewonnen – inklusive der Entdeckung einer bislang unbekannten, stark entzündungsaktivierten Zellpopulation.
Ein Metalleimer mit zahlreichen Löchern, aus denen Wasser in alle Richtungen herausspritzt
Weg vom Gießkannenprinzip!

Bauchspeicheldrüsenkrebs braucht Präzision – ein Apell zum Weltkrebstag

Das Pankreaskarzinom bleibt eine der tödlichsten Krebsarten. Anlässlich des Weltkrebstags fordert die DGVS ein Umdenken: weg vom unspezifischen Gießkannenprinzip, hin zu präzisen Präventionsstrategien für Menschen mit erhöhtem Risiko. Nur durch individuelle Risikoprofile und spezialisierte Überwachung kann die Erkrankung künftig früher erkannt und wirksam bekämpft werden.
DNA-Molekül, das sich im Reagenzglas des Bluttestgeräts bildet.
Schritt zu höheren Überlebensraten

Pankreaskarzinom: Flüssigbiopsie erkennt Tumore früh im Blut

Multianalytische Bluttests wie CancerSEEK könnten die Früherkennung des Pankreaskarzinoms revolutionieren: Eine aktuelle Registeranalyse zeigt eine Testpositivität von 75% bei asymptomatischen Patienten. Zufällig diagnostizierte Tumore gingen mit einem deutlich längeren Gesamtüberleben einher – ein vielversprechender Ansatz für die klinische Praxis.
Tablet mit Aufschrift Pankreaskarzinom
Weltkrebstag 2026

DGVS fordert präzisere Vorsorgepfade für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Anlässlich des Weltkrebstags 2026 betont die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), dass die Prävention und Früherkennung des Pankreaskarzinoms neu gedacht werden müssen – mit einem klaren Fokus auf Menschen mit erhöhtem Risiko und strukturierte, personalisierte Vorsorgeprogramme.
Grafische Darstellung des menschlichen Oberkörpers mit hervorgehobener Bauchspeicheldrüse im Zentrum, umgeben von Wirbelsäule und inneren Organen.
Neue Maßstäbe für Hochrisiko-Eingriffe

Internationale Referenzwerte für die totale Pankreasentfernung

Eine internationale Studie liefert erstmals Referenzwerte für die totale Pankreasentfernung – einen Eingriff mit hoher Mortalität. Die Analyse von 994 Fällen aus 25 Zentren zeigt: Trotz optimaler Bedingungen liegt die Sterblichkeit bei 6,3 %. Damit ist das Risiko 3-mal höher als bei der Pankreatoduodenektomie. Die neuen Daten sollen künftig die Qualitätskontrolle verbessern.
Symbolbild: Eine Orange, die durch einen geöffneten Reißverschluss eine rote Apfelhälfte im Inneren zeigt
„Täuschen und tarnen“

Ungewöhnliche Entität: Hodgkin-Lymphom in Pankreas durch Biopsie entdeckt

Nicht jeder Pankreastumor ist das, was er scheint. In sehr seltenen Fällen kann ein Hodgkin-Lymphom dahinter stecken, wie jetzt eine außergewöhnlicher Fallbericht zeigt.  Die Diagnose gelang erst durch eine Biopsie – und veränderte den gesamten Therapieplan. 
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
„Baltimore-Dreieck“ gezielt bestrahlen

Rekordverdächtig niedrige Rezidivrate bei lokal fortgeschrittenem Pankreaskarzinom

Die intraoperative Bestrahlung des sogenannten „Baltimore-Dreiecks“, einer nervenreichen, dreieckigen Region oberhalb des Pankreas, zeigt vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder grenzwertig resezierbarem Pankreaskarzinom. In Kombination mit einer neoadjuvanten Strahlen(chemo)therapie konnte die Lokalrezidivrate auf nur 5 % gesenkt werden – ein bisher unerreichter Wert.
Medizinische Fachkraft in weißem Kittel und Handschuhen hält eine grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse zwischen den Händen.
S3-Leitlinie Exokrines Pankreaskarzinom

S3-Leitlinie „Exokrines Pankreaskarzinom“ aktualisiert

In der vorliegenden Aktualisierung lag der Schwerpunkt in den Bereichen Risikofaktoren, Risikogruppen und Screening, Chirurgische Therapie, Palliative Therapie, sowie Palliativversorgung und supportive Therapien. Zentrale Neuerung ist aber die Umstellung der Leitlinie auf eine Living Guideline mit regelmäßigen Updates.