Schwere Nebenwirkungen unter Checkpoint-Inhibitoren beim metastasierten Melanom lassen sich möglicherweise vorab erkennen: 47 prätherapeutische Autoantikörper sind mit immunbedingten Komplikationen assoziiert – fünf davon prädizieren zuverlässig immunvermittelte Kolitiden über alle Therapieformen hinweg.
Autoantikörper sagen Nebenwirkungen der Melanom-Immuntherapie voraus
Immuntherapien haben die Behandlung des fortgeschrittenen metastasierten Melanoms in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Sie können das körpereigene Abwehrsystem so aktivieren, dass es Tumorzellen gezielt erkennt und bekämpft. Doch dieser Effekt hat auch eine Kehrseite: Viele Patientinnen und Patienten bilden während der Behandlung Autoantikörper. Die Folge können teils schwere, auch therapielimitierende Nebenwirkungen sein, zum Beispiel Entzündungen des Darms, der Haut oder anderer Organe. Bislang gibt es nur wenige verlässliche Möglichkeiten, schon vor Beginn der Behandlung vorherzusagen, wer besonders gefährdet ist.
Autoantikörper als frühe Risikomarker im Blut
Eine neue multizentrische Studie liefert nun Hinweise, dass bestimmte Autoantikörper bereits vor der Behandlung vorhanden waren und sie später mit dem Auftreten von Nebenwirkungen zusammenhingen. Die Forschenden untersuchten Blutproben von 331 Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Melanom, die verschiedene Formen der Immuntherapie erhielten:
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