Revumenib zusätzlich zu Venetoclax und Azacitidin (Ven/Aza) ermöglicht bei vielen älteren Patient*innen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) und einem Rearrangement des Gens KMN3A (KMN3Ar) oder einer Mutationen im NPM1-Gen (NPM1m) ein Komplettansprechen und könnte die Prognose dieser Patient*innen deutlich verbessern.
AML: Personalisierte Therapie mit Menininhibitor ergänzt Ven/Aza
Patient*innen mit einer akuten myeloischen Leukämie (AML) und einem KMN3Ar haben eine besonders ungünstige Prognose. Das gilt auch, wenn NPM1m mit Alterationen von FLT3-, NRAS oder KRAS assoziiert sind, erklärte Prof. Dr. Joshua F. Zeidner, Chapel Hill. Leukämische Zellen mit NMP1m oder KMN3Ar weisen häufig eine Meninabhängigkeit auf. Deshalb prüfte eine Substudie der Beat AML Master-Studie die Sicherheit und Wirksamkeit der Kombination des Menininhibitors Revumenib mit Ven/Aza bei Patient*innen >60 Jahre mit neu diagnostizierter AML mit NMP1m oder KMN3Ar, die bei Studieneinschluss nicht fit genug für eine intensive Chemotherapie waren. Revumenib wurde dabei in 2 Dosisstufen eingesetzt: alle zwölf Stunden 113 mg oder 163 mg oral mit Dosisanpassung bei gleichzeitiger Gabe von Azolen auf 226 mg beziehungsweise 276 mg alle zwölf Stunden. Bei einer Remission im Knochenmark wurde die Therapie fortgeführt bis zu einem Progress, einer Transplantation oder dem Auftreten einer Intoleranz.
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